Außenministerium: Sicherheitsupdate Nahost, 7. März 2026, 14:00 Uhr
Die wichtigste Aufgabe des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) ist die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher. Seit Samstagvormittag trifft sich der Krisenstab im Außenministerium jeden Tag, um die aktuelle Situation zu bewerten und Möglichkeiten für Ausreisen sowie notwendige Schutzmaßnahmen zu prüfen. Die Lage in der Region ist weiterhin gefährlich und es gibt viele militärische Konflikte.
1. Sicherheitslage
In der ganzen Region passieren weiterhin Kämpfe und Raketenangriffe. Deshalb empfehlen wir allen Menschen dringend: „Folgen Sie unbedingt den Anweisungen der lokalen Behörden.“
2. Reise- und Ausreisesituation
Für folgende Länder gibt es weiterhin eine Reisewarnung: Bahrain, Irak, Iran, Israel, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Syrien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Sicherheitsstufe ist in Oman und Saudi-Arabien mit Stufe 3 hoch, das bedeutet ein hohes Risiko.
Es gibt inzwischen wieder mehr Linienflüge nach Österreich und Europa, zum Beispiel von Dubai aus nach Wien oder Salzburg. Diese Flüge sollten möglichst genutzt werden. Wer betroffen ist, sollte sich bei seinem Reiseveranstalter oder der Fluggesellschaft informieren.
3. Unterstützte Ausreisen
- Bisher hat das Außenministerium fast 1.200 Ausreisen mit Bussen und gecharterten Flugzeugen unterstützt.
- Vier gecharterte Flugzeuge wurden organisiert, um besonders betroffenen Personen wie Schwangeren, Familien mit kleinen Kindern und kranken Menschen schnell zu helfen. Über 800 Personen wurden so aus Oman, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten zurückgeholt:
- Mittwoch aus Maskat: 151 Personen
- Donnerstag aus Maskat: 173 Personen
- Donnerstag aus Riyadh: 243 Personen
- Freitag aus Abu Dhabi: 244 Personen
- Das BMEIA arbeitet eng mit anderen EU-Staaten zusammen und konnte so weitere Ausreisen ermöglichen. Mehr als 60 Österreicherinnen und Österreicher wurden auf diesem Weg unterstützt:
- Zum Beispiel flogen einige mit tschechischen und slowakischen Flügen aus Jordanien nach Prag bzw. Bratislava.
- Eine Gruppe von 15 Personen plus Angehörige wurde gestern mit einem ungarischen Flug von Israel über Sharm el Sheikh nach Budapest gebracht.
- Heute fliegen vier Personen aus Israel mit einem tschechischen Flug via Sharm el Sheikh nach Prag.
- Außerdem gibt es mit Estland einen organisierten Bus aus Katar nach Saudi-Arabien, in dem auch Plätze für Österreicherinnen und Österreicher reserviert sind.
- Diese Unterstützung durch Ausreisen ist nur dank des großen Einsatzes unserer Botschaften vor Ort, sowie der Unterstützung durch das Jagdkommando des Bundesministeriums für Landesverteidigung (BMLV), das Bundesministerium für Inneres (BMI) und unsere europäischen Partner möglich.
Die organisierten Rückholflüge und Ausreisen zeigen Wirkung. Tatsächlich sind schon viel mehr Personen aus dem Krisengebiet ausgereist – auch solche, die individuell gereist sind. Diese Zahl wird aber erst sichtbar, wenn sie sich aus der Reiseregistrierung abmelden. Das Außenministerium bittet alle, die das Krisengebiet verlassen haben, sich so schnell wie möglich von reiseregistrierung.at abzumelden.
4. Betreuung und Erreichbarkeit
Das #TeamBMEIA ist permanent im Kontakt mit den registrierten österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern in der Region. Rund um die Uhr sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Außenministerium und den Botschaften im Einsatz, die von Teams des BMLV unterstützt werden.
Wir bitten alle, sich auf reiseregistrierung.at zu registrieren, regelmäßig die Nachrichten zu verfolgen und sich auf der Webseite des Außenministeriums unter www.bmeia.gv.at zu informieren.
Das Außenministerium arbeitet auch eng mit europäischen Partnern zusammen, um bestmögliche Hilfe zu gewährleisten. Für Notfälle steht die österreichische Notfallnummer +43 1 90115 4411 rund um die Uhr zur Verfügung.
Wichtige Telefonnummern der österreichischen Botschaften:
- Abu Dhabi: (+971) 50 66 69 728 oder (+971) 50 85 90 441
- Amman: (+962) 795 62 85 60
- Doha: (+974) 33 21 14 50
- Kuwait/Bahrain: (+965) 998 061 77
- Maskat: (+968) 7220 0116
- Riyadh: (+966) 557 102 122
- Tel Aviv: (+972) 54 792 1892 oder (+972) 53 643 2738
- Beirut: (+961) 39 59 765
Zusätzlich wird empfohlen, sich auf dem Laufenden zu halten, da sich die Lage schnell verändern kann. Auch örtliche Sicherheitsbestimmungen sind wichtig und können sich kurzfristig ändern. Die Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen sorgt dafür, dass die Österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger bestmöglich unterstützt werden.
Rückfragen
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
BMEIA Presseabteilung
Telefon: +43(0)501150-3320
E-Mail: abti3@bmeia.gv.at
Website: http://www.bmeia.gv.at
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