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Weltfrauentag: Wien führt im Europa-Vergleich

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Zum Weltfrauentag am 8. März erinnert Frau in der Wirtschaft Wien an eine Studie der KMU Forschung Austria mit dem Titel „Unternehmerinnen in Wien: Chancen und Potenziale am Standort Wien“. In der Untersuchung wurde Wien mit anderen Städten wie Berlin, Hamburg, Prag, Budapest und Bratislava verglichen. Das Ergebnis zeigt, dass Wien eine gute Basis für Frauen bietet, die ein eigenes Unternehmen gründen möchten, aber auch einige Herausforderungen hat.

Verena Wiesinger, Vorsitzende von Frau in der Wirtschaft Wien, sagt: „Wien bietet Frauen, die sich selbstständig machen wollen, sehr gute Rahmenbedingungen. Gleichzeitig zeigt die Studie klar, wo wir noch besser werden müssen – insbesondere wenn es um Wachstum, Branchenvielfalt und die Selbstständigenquote geht.“

Wien im Vergleich zu anderen europäischen Städten

In Wien sind 38 Prozent der Selbstständigen Frauen – das ist viel und liegt etwa gleichauf mit Berlin und Prag. Junge Gründerinnen sind ebenfalls aktiv: 22 Prozent der Unternehmerinnen sind jünger als 35 Jahre, mehr als in Berlin oder Budapest.

Ein weiterer Pluspunkt ist das hohe Bildungsniveau: 72 Prozent der Unternehmerinnen in Wien haben einen Uni-Abschluss oder eine ähnliche Qualifikation. Das ist der höchste Wert unter den betrachteten Städten, beispielsweise sind es in Berlin nur 66 Prozent und in Prag 62 Prozent.

Wiesinger erklärt: „Das hohe Bildungsniveau der Wiener Unternehmerinnen ist ein wesentliches Standortplus. Wichtig ist mir aber festzuhalten: Dieses Niveau ist weniger das Ergebnis eines besonders starken Bildungssystems, sondern vor allem Ausdruck des hohen Engagements der Eltern und der Eigeninitiative der Frauen selbst. Hier besteht bildungspolitisch weiterhin Handlungsbedarf.“

Außerdem punktet Wien mit einer hohen Lebensqualität und guten Rahmenbedingungen: Die Stadt ist mit einem Safety Index von 70,5 eine der sichersten Großstädte Europas. Pro Person gibt es etwa 63 m² Grünflächen und die Betreuung von Kindern zwischen 3 und 5 Jahren liegt bei 92 Prozent. Diese Faktoren machen Wien attraktiv – gerade für Frauen, die Arbeit und Familie gut verbinden wollen.

Wo Wien sich verbessern sollte

Die Selbstständigenquote bei Frauen in Wien liegt bei 9 Prozent – das ist im Vergleich zu Prag (16 Prozent) niedrig. Außerdem arbeiten 45 Prozent der berufstätigen Frauen hier in Teilzeit, der höchste Anteil unter den verglichenen Städten. Das erschwert den Ausbau von Unternehmen. 79 Prozent der Unternehmerinnen führen Einzelunternehmen, was es schwierig macht, mehr Mitarbeiter einzustellen.

Die Betreuung kleiner Kinder (unter 3 Jahren) liegt mit 46 Prozent außerdem hinter vielen deutschen Städten zurück, was die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erschweren kann.

Mehr Mut zu Wachstum und neuen Branchen

Die Studie zeigt auch, dass viele Unternehmerinnen vor allem in traditionellen „Frauenbranchen“ wie freiberuflichen oder technischen Dienstleistungen (26 Prozent) und im Gesundheits- und Sozialwesen (17 Prozent) arbeiten. Bereiche wie Technologie und IT sind kaum vertreten.

Wiesinger weist darauf hin: „Viele Frauen sind weiterhin in klassischen ‚Frauenbranchen‘ tätig. Hier liegt enormes Potenzial. Wenn sich mehr Unternehmerinnen in technologie- und innovationsgetriebenen Sektoren engagieren, stärkt das nicht nur ihre Einkommensperspektiven, sondern die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Standorts.“

Frau in der Wirtschaft Wien sieht die guten Rahmenbedingungen als Grundlage, möchte aber gezielte Unterstützung anbieten. Wiesinger lädt daher alle Unternehmerinnen ein: „Mir ist es wichtig, die Bedürfnisse und Herausforderungen von Unternehmerinnen aus erster Hand zu kennen. Ich lade daher alle Wiener Unternehmerinnen ein, mit mir in Kontakt zu treten und ihre Erfahrungen, Ideen und Anliegen einzubringen.“

Über Frau in der Wirtschaft Wien

Frau in der Wirtschaft (FiW) ist ein Netzwerk innerhalb der Wirtschaftskammer Wien für Frauen in allen wirtschaftlichen Bereichen – von kleinen Unternehmerinnen bis zu Managerinnen. Es gibt Workshops und Webseminare zu Themen wie Businessplanung, Finanzierung, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Außerdem werden spezielle Kurse angeboten, etwa für Aufsichtsratskompetenz.

FiW veranstaltet eigene Events zum Netzwerken. Für junge Gründerinnen gibt es außerdem ein Mentoring-Programm, das den Start erleichtert. Die Mitgliedschaft bei FiW ist kostenlos. Weitere Informationen finden Sie unter www.frauinderwirtschaft.wien sowie auf den Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram.

Rückfragen

Wirtschaftskammer Wien
Mag. Anna Trummer
Telefon: 0660 4816667
E-Mail: anna.richter-trummer@wkw.at
Website: https://www.wko.at/wien/news

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