Außenministerium: Sicherheitsupdate Nahost, 6. März 2026, 15:00 Uhr | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Außenministerium: Sicherheitsupdate Nahost, 6. März 2026, 15:00 Uhr

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Neues Sicherheitsupdate des Außenministeriums zur Lage im Nahen Osten (6. März 2026, Stand 15:00 Uhr)

Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) legt größten Wert auf die Sicherheit aller österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger. Seit Samstagvormittag trifft sich der Krisenstab im Außenministerium täglich, um die Lage genau zu beobachten, mögliche Ausreisemöglichkeiten zu prüfen und notwendige Schutzmaßnahmen zu planen. Die Situation in der Region bleibt weiterhin gefährlich und unübersichtlich.

1. Aktuelle Sicherheitslage

In der gesamten Nahost-Region gibt es weiterhin militärische Konflikte und Raketenangriffe. Es ist sehr wichtig, die Anweisungen der örtlichen Behörden immer genau zu beachten, um Risiken zu vermeiden.

2. Österreichische Staatsbürger vor Ort

Momentan sind etwa 17.480 Österreicherinnen und Österreicher sowie ihre Angehörigen im Krisengebiet registriert. Dazu zählen rund 1.760 Reisende. Davon befinden sich ungefähr 1.000 Personen in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Das Außenministerium hat Ausreisen und Rückholflüge organisiert, die schon vielen geholfen haben. Die tatsächlichen Ausreisen sind wahrscheinlich noch zahlreicher, weil sie erst nach der Abmeldung aus den Meldesystemen sichtbar werden. Deshalb bittet das Außenministerium dringend alle, die das Krisengebiet bereits verlassen haben, sich so schnell wie möglich aus der Reiseregistrierung auszutragen, um die Daten aktuell zu halten.

3. Reise- und Ausreisesituation

Für folgende Länder gilt weiterhin eine Reisewarnung: Bahrain, Irak, Iran, Israel, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Syrien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Für Oman und Saudi-Arabien gilt die Sicherheitsstufe 3, was ein hohes Risiko bedeutet.

Es gibt wieder mehr Linienflüge nach Österreich und Europa. Diese Flüge sollten genutzt werden, wenn möglich. Personen, die betroffen sind, sollten mit ihren Reiseveranstaltern oder Fluglinien Kontakt aufnehmen, um aktuelle Informationen und Unterstützung zu erhalten.

4. Unterstützung bei der Ausreise

  • Bis jetzt hat das Außenministerium über 1.100 Ausreisen per Bus und gechartertem Flugzeug unterstützt – dazu gehört auch der heutige Flug aus Abu Dhabi.
  • Vier Flugzeuge wurden organisiert, um besonders gefährdeten Personen wie Schwangeren, Familien mit kleinen Kindern und Kranken eine schnelle Ausreise zu ermöglichen. Insgesamt konnten so bereits mehr als 560 Personen aus Oman und Saudi-Arabien zurückgeholt werden:

– Mittwoch aus Maskat: 151 Personen;
– Donnerstag aus Maskat: 173 Personen;
– Donnerstag aus Riyadh: 243 Personen;
– Heute aus Abu Dhabi: 244 Personen.

  • Das Außenministerium arbeitet eng mit anderen EU-Ländern zusammen. So konnten zum Beispiel Österreicherinnen und Österreicher mit einem tschechischen Flug von Jordanien nach Prag und mit einem slowakischen Flug von Jordanien nach Bratislava ausreisen. Zudem fliegen heute 15 Personen inklusive Angehöriger aus Israel mit einer ungarischen Maschine von Sharm el Sheikh nach Budapest.

Diese Unterstützung bei der Ausreise ist nur durch den großen Einsatz unserer Botschaften vor Ort, dem Jagdkommando des Bundesministeriums für Verteidigung (BMLV), dem Bundesministerium für Inneres (BMI) sowie durch die enge Zusammenarbeit mit unseren europäischen Partnern möglich.

5. Betreuung und Kontaktmöglichkeiten

Das #TeamBMEIA steht in ständigem Kontakt mit den registrierten österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern vor Ort. Es gibt eine 24-Stunden-Bereitschaft im Außenministerium und an den Botschaften, die von Unterstützungsteams des BMLV begleitet wird.

Wir haben unsere Teams sowohl in der Region als auch in Wien verstärkt und werden sie bei Bedarf weiter aufstocken, um alle Anliegen schnell und zuverlässig bearbeiten zu können.

Wir bitten alle Reisenden, sich auf reiseregistrierung.at anzumelden, regelmäßig die Medien zu verfolgen und sich auf www.bmeia.gv.at über die aktuelle Lage zu informieren.

Das Außenministerium arbeitet eng mit europäischen Partnern zusammen, um die bestmögliche Unterstützung zu bieten. Für Notfälle steht die Hotline rund um die Uhr unter der Nummer +43 1 90115 4411 zur Verfügung.

Wichtige Kontaktnummern der österreichischen Botschaften:

Österreichische Botschaft Abu Dhabi: (+971) 50 66 69 728 oder (+971) 50 85 90 441

Österreichische Botschaft Amman: (+962) 795 62 85 60

Österreichische Botschaft Doha: (+974) 33 21 14 50

Österreichische Botschaft Kuwait/Bahrain: (+965) 998 061 77

Österreichische Botschaft Maskat: (+968) 7220 0116

Österreichische Botschaft Riyadh: (+966) 557 102 122

Österreichische Botschaft Tel Aviv: (+972) 54 792 1892 oder (+972) 53 643 2738

Österreichische Botschaft Beirut: (+961) 39 59 765

Rückfragen

Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
BMEIA Presseabteilung
Telefon: +43(0)501150-3320
E-Mail: abti3@bmeia.gv.at
Website: http://www.bmeia.gv.at

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