Schockierende Allianz-Studie enthüllt: So viel weniger verdienen Frauen in Österreich wirklich! | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Schockierende Allianz-Studie enthüllt: So viel weniger verdienen Frauen in Österreich wirklich!

0 59

Die Lücke zwischen den Einkommen von Frauen und Männern über das ganze Leben ist in Österreich kleiner geworden. Früher, beim Geburtenjahrgang 1975, betrug sie 31,4 %, jetzt bei der Generation 2025 nur noch 19,4 %.

  • Dies zeigt, dass Frauen in den letzten Jahrzehnten beim Einkommen aufgeholt haben.
  • Allerdings verlangsamt sich dieser Fortschritt bei den jüngeren Generationen deutlich.
  • Im Vergleich mit anderen Ländern liegt Österreich im Mittelfeld, auf Platz 11 von 14 untersuchten Ländern.
  • Ein wichtiger Grund für die Einkommensunterschiede ist, dass viele Frauen Teilzeit arbeiten: 52 % der Frauen im Alter von 25 bis 49 Jahren arbeiten in Teilzeit, bei den Männern sind es nur 11 %.

Um die gesamte Einkommenssituation zu verstehen, hat Allianz Research ein Modell erstellt, das Einkommen aus Arbeit, Kapitalanlagen und Pensionen zusammenfasst. So kann man das gesamte Lebenseinkommen von Frauen und Männern aus den Jahrgängen 1975, 2000 und 2025 in den wichtigsten OECD-Ländern vergleichen.

Anlässlich des Internationalen Frauentags wurde die Studie „Closing the Gender Income Gap: From Paycheck to Pension“ veröffentlicht. Diese untersucht 14 OECD-Länder und zeigt, dass Frauen zwar besser verdienen als früher, aber immer noch weniger als Männer. Wenn sich die aktuellen Trends nicht ändern, wird sich die Einkommenslücke nur noch langsam verringern.

Ludovic Subran, Chief Investment Officer und Chefvolkswirt der Allianz, erklärt: „Unsere Studie betrachtet das Lebenseinkommen ganzheitlich – von Erwerbseinkommen über Spar- und Kapitalerträge bis hin zu Pensionsansprüchen. Für Österreich beträgt die Einkommenslücke zwischen Frauen und Männern über das gesamte Leben für den Jahrgang 2025 noch 19,4 %. Das ist eine klare Verbesserung gegenüber früheren Generationen, aber die Dynamik lässt nach.“

Sabine Stöger, Chief Financial Officer der Allianz Österreich, ergänzt: „Der Gender Pay Gap ist in den letzten Jahren zurückgegangen, doch wir sind noch lange nicht am Ziel. Dabei sind sowohl faire und angemessene Vergütung über alle Branchen als auch echte Chancengleichheit über das gesamte Berufsleben hinweg, bis hin zur Pension entscheidend. Als Versicherungsunternehmen setzen wir uns dafür ein, Finanzbildung und Vorsorge zu stärken, damit Frauen Vermögen aufbauen und Pensionslücken nachhaltig schließen können.“

Fortschritte werden langsamer

Die Einkommenslücke ist von 31,4 % (Jahrgang 1975) auf 22,4 % (Jahrgang 2000) gesunken und liegt nun bei 19,4 % für den Jahrgang 2025. Das zeigt, dass Frauen immer noch aufholen, aber langsamer als vorher. Subran sagt: „Eine heute 26-jährige Frau des Jahrgangs 2000 wird im Laufe ihres Lebens etwa 1,24 Millionen Euro weniger verdienen als ein gleichaltriger Mann – wenn man Arbeitseinkommen, Kapitalerträge und Pensionen zusammenzählt.“

Österreich im internationalen Vergleich

Im Vergleich mit anderen Ländern liegt Österreich bei der Einkommenslücke im Jahrgang 2025 auf Platz 11 von 14. In Schweden verdienen Frauen in dieser Generation sogar etwas mehr als Männer (-2,4 %). Die größte Differenz gibt es in der Schweiz mit 32,1 %.

Teilzeitarbeit als Hauptgrund

Die Unterschiede im Lebenseinkommen entstehen hauptsächlich bei den Arbeitseinkommen. Weil Frauen oft Teilzeit arbeiten, haben sie weniger Einkommen, können weniger sparen und bekommen niedrigere Pensionen. Dadurch steigt die Gefahr von Altersarmut.

52 % der Frauen zwischen 25 und 49 Jahren in Österreich arbeiten Teilzeit, bei Männern sind es nur 11 %. Bei den 50-59-Jährigen sind es 50 % der Frauen und 8 % der Männer. Die Erwerbsquote, also wie viele überhaupt arbeiten, liegt bei Frauen bei 74,2 % und bei Männern bei 82,1 %. Die Stundenlöhne gleichen sich langsam an und es wird erwartet, dass Frauen in den 2050er-Jahren bei den Stundenverdiensten Männer überholen könnten.

Trotzdem verdienen Frauen wegen der häufigeren Teilzeitarbeit insgesamt 32,5 % weniger als Männer im Jahr 2026. Wird das nicht geändert, könnte die Lücke selbst im Jahr 2100 noch bei 17 % liegen.

Katharina Utermöhl, Head of Thematic and Policy Research bei Allianz Research, sagt: „Um die Einkommensunterschiede zu verringern, braucht es Reformen in allen Phasen des Berufslebens. Dazu gehören mehr bezahlbare Kinderbetreuung, weniger Steuerbenachteiligung für Zweitverdienende und bessere Bedingungen für Vollzeit- oder fast Vollzeitstellen. Frauen sollen auch besser darin unterstützt werden, von neuen Technologien wie Künstlicher Intelligenz zu profitieren, denn momentan nutzen Frauen KI 16 % weniger als Männer [2]. Für langfristigen Vermögensaufbau ist es wichtig, früh mit Sparen und Investieren anzufangen, damit der Zinseszins wirkt. Eine verbesserte Finanzbildung kann die jährliche Rendite um bis zu 1,5 Prozentpunkte steigern [3].“

Anmerkungen

[1] Um diesen kumulativen Effekt zu messen, hat Allianz Research ein integriertes Lebenszyklusmodell entwickelt, das Erwerbseinkommen, Kapitaleinkommen und Pensionen zu einer einheitlichen Kennzahl des Lebenseinkommens zusammenführt. Damit wird die Einkommensentwicklung von Frauen und Männern der Geburtsjahrgänge 1975, 2000 und 2025 in den wichtigsten OECD-Ländern nachgezeichnet.

[2] Quelle: Eurostat (2025), Individuals – Use of Generative AI Tools

[3] Quelle: Allianz Research (2023), „Playing the Squared Ball: the Financial Literacy Gender Gap

Rückfragen

Allianz Österreich
Dr. Thomas Gimesi
Telefon: +43 676 878 222 914
E-Mail: presse@allianz.at
Website: https://www.allianz.at/

KI-BEARBEITETER OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. Originaltext www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft

Kommentar verfassen