Slowenien: Vielfalt und Harmonie von Mensch und Natur
Slowenien liegt genau dort, wo die Adria auf die Alpen trifft und warme, mediterrane Luft auf kühlere Bergluft trifft. Dieses kleine Land beeindruckt durch seine vielfältige Natur: Hohe Berge, tiefe Schluchten mit klarem Wasser, geheimnisvolle Seen, die in unterirdische Karsthöhlen verschwinden, und große Wälder erinnern fast an die Wildnis Kanadas, mitten in Europa. Doch Slowenien ist nicht nur ein Ort mit unberührter Natur. Es zeigt sehr gut, wie Menschen und Natur zusammenleben können. Man sieht die Natur nicht als Feind, sondern als Nachbar und Partner.„Nirgendwo sonst in Europa gelingt der Spagat zwischen Nützen und Schützen so eindrucksvoll wie im nachhaltigsten Land der Welt.“ Hier schützt man bedrohte Tiere, nutzt die Natur mit Bedacht und unterstützt sogar große Raubtiere bei ihrer Rückkehr. Christine Sonvilla und Marc Graf erzählen genau diese Geschichten in der „Universum“-Dokumentation „Slowenien – Am Puls der Wildnis“, die am Dienstag, dem 10. März 2026, um 20.15 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON gezeigt wird. Der Film ist eine Zusammenarbeit von ORF, NDR doclights, ARTE und dreiD.at.
In Slowenien leben viele scheue Raubtiere, die man kaum zu Gesicht bekommt, wie Goldschakale und Luchse. Besonders beeindruckend sind auch die mächtigen Braunbären. Sonvilla und Graf haben seltene Aufnahmen von den Brunftzeiten dieser Bären gemacht, die so in Mitteleuropa noch nie zu sehen waren. Für die beiden, die als Filmemacher und Biologen zwei Jahre an diesem Film gearbeitet haben, ist das ein großer Erfolg. Christine Sonvilla sagt: „Nirgendwo sonst auf unserer Erde gibt es so viele Braunbären auf vergleichbarer Fläche. Mitteleuropa ist wilder als man denkt.“
Im Süden Sloweniens gibt es kleine, unscheinbare Gewässer, bei denen im Frühling spektakuläre Massen von Eintagsfliegen schlüpfen. Das Filmteam war genau zum richtigen Zeitpunkt vor Ort. „Man muss wissen, wo die besten Stellen sind, und auch ein wenig Glück haben. Nicht alle Jahre sind gleich intensiv. Wir hatten ein besonders spektakuläres Jahr mit Hunderttausenden Eintagsfliegen. Eindrücke, die man so schnell nicht vergisst“, berichtet Marc Graf.
Obwohl Sloweniens Adriaküste nur so lang ist wie ein Marathonlauf, gibt es dort einiges zu entdecken: Flamingos, Delfine und viele exotisch wirkende Meeresbewohner. Rund um die Stadt Piran liegen die nördlichsten Salinen des Mittelmeers, wo Salz seit über 700 Jahren auf traditionelle Weise gewonnen wird. Unter der Erde hat Slowenien ein großes Höhlensystem mit etwa 10.000 bekannten Höhlen – und jedes Jahr werden neue entdeckt. Diese Höhlen sind Heimat des einzigartigen Grottenolms, einem seltenen Salamander. Ebenso wichtig für Slowenien ist die Marmorataforelle, die bis zu einen Meter lang und 20 Kilogramm schwer werden kann. Diese Forelle lebt nur in der Soča und ihren Nebenflüssen. Im Ersten Weltkrieg wäre sie fast ausgerottet worden, doch dank der Fischer von Tolmin konnte sich ihr Bestand erholen. Besonders schwierig waren die Aufnahmen vom Laichen der Forellen im späten Herbst. Christine Sonvilla, eine erfahrene Taucherin, erinnert sich: „Bei Wassertemperaturen knapp über null Grad hält man es nicht lange aus. Alles muss gut geplant sein.“
Von hohen Bergen bis in die Tiefen der Adria haben Sonvilla und Graf ein spannendes Bild von Slowenien geschaffen. Dabei zeigen sie auch, wie der Mensch Teil der Natur ist und wie wichtig der respektvolle Umgang mit der wilden Umwelt für die Vielfalt des Landes ist.
Produziert wurde der Film von Lukas Kogler (dreiD.at). Obwohl er schon viele „Universum“-Dokumentationen gemacht hat, war diese Arbeit für ihn besonders: „Eine Produktion über ein Nachbarland ist einfach etwas Besonderes. Viele kennen Slowenien nur vom Durchfahren in den Sommerurlaub und wissen gar nicht, was sie verpassen. Direkt hinter der Staatsgrenze beginnt ein ‚wildes‘ Stück Mitteleuropa, das neben Soča, Triglav und Piran noch so vieles mehr zu bieten hat“, erklärt Kogler.
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