Schockierende ÖAMTC-Zahlen: Über 87.300 Tote in 65 Jahren Verkehrsunfällen – Die Grafik, die jeder sehen muss!
In Österreich werden seit 1961 alle Verkehrsunfälle mit Verletzten und Toten genau erfasst. Zwischen dem 1. Jänner 1961 und dem 31. Dezember 2025 gab es rund 2,7 Millionen solcher Unfälle. Dabei wurden insgesamt 3,6 Millionen Personen verletzt oder getötet, davon starben 87.308 Menschen. Allein in diesem Jahr gab es bis 1. März bisher 35 Verkehrstote. Der Rückgang bei den tödlichen Unfällen ist hauptsächlich durch große Fortschritte bei der Fahrzeugsicherheit möglich geworden.
Das schlimmste Jahr für die Verkehrssicherheit war 1972 mit 2.948 Todesfällen im Straßenverkehr. Im Jahr 2025 sank diese Zahl auf 397, das entspricht einem Rückgang von 87 Prozent. Gleichzeitig hat sich die Anzahl der Autos, die in Österreich im Einsatz sind, mehr als verdreifacht – von 2,5 Millionen 1972 auf 7,5 Millionen Ende 2025.
ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé erklärt dazu: „Leider ist die Zahl der Unfälle und Verletzten nicht im gleichen Ausmaß gesunken“. Im Jahr 2024 gab es 37.117 Unfälle – das sind 30 Prozent weniger als 1972 – und 45.995 Verletzte, was einem Rückgang von 36 Prozent gegenüber 1972 entspricht. Nosé betont, dass die zukünftige Arbeit zur Verkehrssicherheit nicht nur darauf abzielen darf, weniger Verkehrstote zu haben, sondern auch die Zahl der schwer und schwerst Verletzten deutlich zu senken.
Zwtl.: Zielwert der Verkehrssicherheitsstrategie des BMIMI schwer erreichbar – exakte Unfallanalyse als Basis für ideologiefreie Maßnahmen
Das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) hat das Ziel, die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 zu halbieren. Das würde bedeuten, dass maximal 207 Menschen jährlich im Straßenverkehr sterben dürfen. Um das zu schaffen, hätte es im Vorjahr nicht mehr als 310 Tote geben dürfen, was einem Rückgang von 25 Prozent gegenüber den Jahren 2017 bis 2019 entsprechen würde. Tatsächlich sank die Zahl 2023 aber nur um 3,9 Prozent. „Das zeigt, dass wir vom Zielwert noch weit entfernt sind“, so Nosé.
Um die Sicherheit im Verkehr weiter zu verbessern, sind genaue Unfallanalysen notwendig. Darauf basierend können ideologiefreie Maßnahmen gesetzt und die technische Ausstattung der Straßen sowie deren Zustand verbessert werden. Nosé erklärt: „Ein selbsterklärender und fehlerverzeihender Straßenraum, gut ausgebildete und sicherheitsbewusste Verkehrsteilnehmer:innen sowie eine rasche Marktdurchdringung von neuesten Fahrassistenzsystemen können wichtige Beiträge liefern, um die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen.“
Zwtl.: Verstärkter Fokus auf Schutz ungeschützter Verkehrsteilnehmer:innen
Besonderes Augenmerk muss auf Fußgänger:innen und Radfahrende gelegt werden – vor allem auf jene, die mit E-Bikes und E-Tretrollern unterwegs sind. Diese Gruppen verzeichnen steigende Zahlen bei Unfällen und Todesfällen, weshalb spezielle Maßnahmen nötig sind. Laut dem ÖAMTC-Verkehrstechniker kann eine Helmpflicht zwar Unfälle nicht verhindern, aber die Unfallfolgen mildern: „Eine allgemeine Helmpflicht für E-Bikende ohne Strafandrohung sowie eine Helmpflicht für E-Scooterfahrende mit Strafandrohung kann zwar keine Unfälle vermeiden, aber die Unfallschwere minimieren und Leben retten.“ Ziel soll sein, möglichst viele Nutzer:innen zum Helmtragen zu bewegen.
Zwtl.: Meilensteine der Fahrzeugsicherheit
Viele technische Neuerungen haben zur besseren Fahrzeugsicherheit beigetragen, darunter Scheibenbremsen, Knautschzonen, Drei-Punkt-Gurte, Airbags, ABS (Anti-Blockier-System), ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) und strengere Crashtests. Der ÖAMTC begann vor etwa 35 Jahren gemeinsam mit Partnerclubs, Crashtests durchzuführen. Das hat Hersteller ermutigt, mehr Geld in die Sicherheit von Fahrzeugen zu investieren.
Zwtl.: Meilensteine der Verkehrssicherheitsarbeit
- 1973 – Einführung der Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h auf Bundesstraßen
- 1974 – Einführung der Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h auf Autobahnen
- 1983 – Start des Einsatzes von Notarzthubschraubern
- 1984 – Einführung der Gurtanlegepflicht inklusive Strafe
- 1985 – Helmpflicht für Motorrad- und Mopedfahrende
- 1988 – Beginn des Einsatzes von Alkomaten zur Alkoholkontrolle
- 1994 – Einführung der Kindersitzpflicht
- 2002 – Einführung der Mehrphasenausbildung für Fahrschüler:innen
- 2004 – Einführung des Vormerksystems für Verkehrsdelikte
- 2012 – Beginn der digitalen Unfallaufnahme (UDM)
Zwtl.: Entwicklung Verkehrssicherheit und Kfz-Bestand der Jahre 1961-2025
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Jahr Getötete Unfälle Verletzte Kfz-Bestand (Mio.)
1961 1.640 42.653 56.491 1,43
1971 2.782 52.763 72.082 2,34
1981 1.898 46.690 62.315 3,49
1991 1.551 46.013 60.189 4,34
2001 958 43.073 56.265 5,68
2011 523 35.129 45.025 6,20
2021* 362 32.774 40.889 7,22
2022* 370 34.869 43.262 7,27
2023 402 35.809 44.585 7,34
2024 351 37.117 45.995 7,43
2025** 397
1961-2025 87.308 2.741.143 3.585.623
Entwicklung -76% -13% -19%
Quelle: Statistik Austria; Bearbeitung: ÖAMTC Unfallforschung;
* Die Jahre 2020 und 2021 zeigten wegen der Corona-Pandemie und Lockdowns ungewöhnlich niedrige Unfallzahlen.
** 2025 Zahlen sind vorläufige Daten des Bundesministeriums für Inneres (BMI).
Weitere Informationen und Grafiken zur Aussendung sind erhältlich unter www.oeamtc.at/presse.
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