Wien explodiert vor Veränderung: Warum die Umwidmungsabgabe jetzt unverzichtbar ist! | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Wien explodiert vor Veränderung: Warum die Umwidmungsabgabe jetzt unverzichtbar ist!

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Der Fall Khleslplatz zeigt erneut, wie wichtig eine sogenannte Umwidmungsabgabe in Wien ist. Heidi Sequenz und Kilian Stark, die Planungssprecher:innen der Wiener Grünen, haben sich dazu zum aktuellen Bericht im „Kurier” geäußert. Dem Bericht zufolge hat sich der Wert eines rund 3.000 Quadratmeter großen Grundstücks in kurzer Zeit um das 22-Fache erhöht. Die Bundesimmobiliengesellschaft bezahlte fast 4,5 Millionen Euro an eine Privatperson, die das Grundstück erst wenige Jahre zuvor gekauft hatte.

Das bedeutet: Schon ein einziger Beschluss des Gemeinderats kann den Wert eines Grundstücks stark steigen lassen – ohne, dass der Eigentümer dafür etwas tun muss. Solche Gewinne nennt man „Gewinne ohne Leistung”. Die Grünen betonen, dass solche Entscheidungen von der Stadt getroffen werden, die später aber auch für die Infrastrukturkosten aufkommen muss, wie etwa Straßen, Schulen oder Parks.

Bundesregelung reicht nicht – Wien braucht eigene Lösung

Seit Juli 2025 gibt es auf Bundesebene einen Umwidmungszuschlag bei der Immobilienertragsteuer. Das heißt, wer mit solchen Grundstücksgewinnen Geld verdient, muss einen Teil davon abgeben. Aber diese Regelung allein ist laut Grünen nicht genug. „Wien braucht ein Instrument, mit dem Umwidmungsgewinne für leistbaren Wohnbau und Infrastruktur abgeschöpft werden können“, sagen Sequenz und Stark.

Im Dezember 2025 haben die Wiener Grünen einen Antrag im Gemeinderat gestellt, um ein eigenes Gesetz für eine Umwidmungsabgabe in Wien zu entwickeln. Damit sollen Bodenspekulationen, also das Spekulieren mit Grundstückspreisen, eingedämmt werden. Die Einnahmen aus dieser Abgabe sollen direkt für bezahlbaren Wohnraum und öffentliche Infrastruktur verwendet werden. Leider wurde dieser Antrag abgelehnt.

„Eine Umwidmungsabgabe ist eine Frage der Gerechtigkeit und längst überfällig. Denn noch immer bleiben die Gewinne in den Händen weniger, während die breite Masse auf den Kosten sitzen bleibt. Die rot-pinke Stadtregierung hat es selbst in der Hand und muss endlich eine klare Regelung vorlegen“, erklären Sequenz und Stark weiter.

International ist das Normalität

„Andere Länder und Städte nutzen seit Jahren Instrumente, die Umwidmungsgewinne in die öffentliche Finanzierung zurückholen, etwa die Schweiz, England, in München oder in Singapur. Mit einer Umwidmungsabgabe verliert Spekulation mit Immobilien oder Grundstücken schnell an Reiz“, so Sequenz und Stark zum Schluss.

Solche Regelungen helfen, die Preise zu stabilisieren und sicherzustellen, dass steigende Grundstückswerte der Allgemeinheit zugutekommen – zum Beispiel durch bessere Schulen, mehr Grünflächen oder günstigeren Wohnraum.

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