Schock-Alarm: So ruinieren hohe Urlaubs-Kosten deine Semesterferien!
Im nächsten Jahr sind die Semesterferien im Burgenland vom 8. bis 13. Februar 2027 genau in der Faschingswoche. Diese Überschneidung hat spürbare Auswirkungen – für Familien, aber auch für die regionale Wirtschaft.
Die Wirtschaftskammer sieht daran, dass das geltende Gesetz für Ferienregelungen geändert werden muss.
Burgenlands Wirtschaftskammerpräsident Andreas Wirth erklärt: „Diese Konstellation ist aus mehreren Gründen unglücklich.“ Er sagt, dass Familien für ihren Skiurlaub in dieser Zeit viel mehr Geld ausgeben müssen. Gleichzeitig gehen wichtige Traditionen und viele Einnahmen für das Burgenland verloren.
Mehr Kosten für Familien, weniger Einnahmen in der Region
Die Faschingswoche gehört in den Skigebieten, ähnlich wie die Weihnachtszeit, zu den teuersten Zeiten. Hotels und Unterkünfte verlangen dann höhere Preise. „Die Familien müssen in diesem Zeitraum mit 10 bis 15 Prozent höheren Kosten rechnen“, sagt Wirth.
Außerdem leiden Unternehmen vor Ort, vor allem Gaststätten und Veranstalter, weil weniger Besucher da sind. Das Burgenland ist nach Kärnten eines der Bundesländer mit den meisten Faschingsfeiern. Es gibt normalerweise viele Veranstaltungen, die von vielen Leuten besucht werden.
Wirth erklärt: „Wenn jedoch viele Landsleute genau dann auf Urlaub sind, fehlen nicht nur der Gastronomie diese Gäste, es leidet auch die Brauchtumspflege.“ Das heißt: Traditionelle Feste und Bräuche können nicht so gut gefeiert werden.
Dadurch entstehen gleich drei Probleme: Familien geben mehr Geld für ihren Urlaub aus, wichtige Traditionen gehen verloren und die Unternehmen im Burgenland verdienen weniger.
Altes Gesetz sorgt für wenig Flexibilität
Das Gesetz, das die Semesterferien regelt, stammt aus dem Jahr 1985. Es passt heute nicht mehr so gut zu den Bedürfnissen von Schule, Familien und Wirtschaft. „Die aktuelle Situation zeigt deutlich, dass wir hier modernere und flexiblere Lösungen brauchen“, sagt Wirth.
Er erklärt, dass Ferienregelungen besser auf die Wünsche der Menschen und die Bedürfnisse der regionalen Wirtschaft abgestimmt sein müssen.
Gesetzesänderung für mehr Flexibilität wichtig
Die Wirtschaftskammer fordert deshalb eine Überarbeitung des Schulferiengesetzes. Ziel ist es, in Zukunft besser auf Überschneidungen wie diese reagieren zu können.
Wirth nennt eine Möglichkeit: „Eine Möglichkeit wäre etwa, bundeslandspezifische Anpassungen der Semesterferien zu erleichtern, um besser auf regionale Gegebenheiten eingehen zu können.“
So könnten solche unglücklichen Überschneidungen in Zukunft vermieden werden. Mehr Flexibilität würde allen helfen – den Familien, den Unternehmen und der ganzen Region.
Zusätzlich bleibt zu erwähnen, dass ähnliche Probleme auch in anderen Bundesländern diskutiert werden und dass flexible Ferienregelungen in einigen europäischen Ländern bereits erfolgreich eingeführt wurden.
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