Im Herzen Wiens, im 6. Bezirk, hat die Volkshilfe eine innovative Wohnform für Senior*innen etabliert, die insbesondere queere Menschen anspricht. Diese erste queere Senioren-Wohngemeinschaft bietet Bewohner*innen nicht nur einen gemeinsamen Wohnraum, sondern auch ein soziales Netzwerk, das Vielfalt und Akzeptanz bewusst fördert.
Arthur, ein trans Mann und einer der ersten Bewohner, beschreibt das Wohnprojekt als einen Raum, in dem man ganz man selbst sein kann. Besonders im Alter ist das wichtige Gefühl von Zugehörigkeit und Sicherheit zentral. Die WG wurde so gestaltet, dass unterschiedliche Lebensrealitäten und Bedürfnisse berücksichtigt werden – ein wichtiger Schritt im Bereich sozialer Inklusion und Altenarbeit.
Mit dem Konzept der gemeinschaftlichen Lebensform wird die klassische Seniorenbetreuung erweitert: Statt isolierter Apartments oder steriler Pflegeeinrichtungen ermöglicht die WG eine aktive und selbstbestimmte Teilhabe am gemeinschaftlichen Alltag. Das räumliche und soziale Zusammenleben unterstützt Resilienz und stärkt das psychische Wohlbefinden, was in Fachkreisen als essenziell für ein gesundes Altern gilt.
Die Volkshilfe verfolgt mit diesem Projekt das Ziel, Diskriminierungserfahrungen älterer queerer Menschen abzubauen, die in traditionellen Wohn- und Pflegeeinrichtungen oft marginalisiert werden. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass queer-sensible Angebote im Alter besonders wichtig sind, um Einsamkeit und psychischen Stress zu verringern.
Das Modell im 6. Bezirk könnte als Best-Practice-Beispiel für künftige Projekte in ganz Österreich dienen – eine Kombination aus sozialer Innovation, Respekt vor diverser Identität und professioneller Betreuung, die Vorurteile abbaut und ein lebenswertes Altern ermöglicht.
Weiterführende Links
- https://volkshilfe-wien.at
- https://www.queeraltern.at
- https://www.oegb.at/cms/S06/S06_0.a/1342581744879/home/queere-altenarbeit-wo-werden-weitere-schritte-setzen
- https://www.wien.gv.at/presse/2026/02/26/volkshilfe-startet-queere-senioren-wg-im-6-bezirk/