Unglaublich wichtig: So sichern wir endlich echte Unterstützung für Menschen mit Behinderungen! | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Unglaublich wichtig: So sichern wir endlich echte Unterstützung für Menschen mit Behinderungen!

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Der ÖZIV Bundesverband und andere Organisationen machen immer wieder auf die schwierige Lage von Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt aufmerksam. Laut aktuellen Daten des AMS ist die Arbeitslosigkeit bei Menschen mit Behinderungen im Januar um 13,9 % gestiegen – das ist 3,6-mal mehr als der durchschnittliche Anstieg bei allen Menschen. Außerdem bleiben Menschen mit Behinderungen im Durchschnitt 214 Tage arbeitslos, also fast drei Monate länger als andere. Besonders schwer betroffen sind junge Menschen.

Auch die Zahl der Menschen, die lange Zeit arbeitslos sind, nimmt stark zu: Im Januar stieg die Zahl der Langzeitarbeitslosen insgesamt um 14,1 %, bei Menschen mit Behinderungen sogar um 17,9 % – also noch stärker.

Angesichts der dramatischen Lage auf dem Arbeitsmarkt, ist eine nachhaltige Finanzierung entsprechender Unterstützungsangebote DRINGEND erforderlich.“, sagt Rudolf Kravanja, Präsident des ÖZIV Bundesverbands. „Die aus dem Ausgleichstaxfonds (ATF) finanzierten Dienste der beruflichen Inklusion wie beispielsweise die NEBA-Angebote oder die exklusiv vom ÖZIV durchgeführten SUPPORT-Angebote bieten Betroffenen nachweislich erfolgreiche Unterstützung bei Job-Sicherung bzw. Erlangung von Arbeitsplätzen.“, fügt Gernot Reinthaler, Geschäftsführer des ÖZIV, hinzu.

„Um diese Erfolge nicht zu gefährden, müssen der ATF schnell und dauerhaft mit genügend Geld ausgestattet werden.“, betonen Kravanja und Reinthaler. Sie merken auch, dass immer mehr Menschen Unterstützung beim Einstieg oder Erhalt eines Jobs brauchen – das sieht man an der wachsenden Nachfrage bei den Angeboten des ÖZIV.

Das aktuelle ATF-System ist vom Auf und Ab der Wirtschaft abhängig. Der ÖZIV fordert daher eine Entkoppelung: Die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt darf nicht mehr von `Strafzahlungen´ säumiger Firmen abhängen, sondern muss fix im Staatshaushalt verankert werden.“ erklären KLavanja und Reinthaler deutlich.

Der ÖZIV Bundesverband erinnert auch daran, dass Österreich mit der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) verpflichtet ist, Menschen mit Behinderungen eine gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. „In der UN-BRK, Artikel 27, steht, dass notwendige Unterstützungsleistungen bereitgestellt werden müssen. Die Maßnahmen des ATF sind dafür eine wichtige Unterstützung und helfen, diese Verpflichtung in der Praxis umzusetzen.“, sagen Kravanja und Reinthaler.

Zum Schluss fasst Rudolf Kravanja die Forderungen des ÖZIV Bundesverbands so zusammen:

  • Vom Sonderfonds zum rechtlich fix verankerten Budgetbestandteil: Die Finanzierung aller Leistungen, die Inklusion am Arbeitsmarkt fördern, muss von Wirtschaftsschwankungen unabhängig gemacht werden.
  • Staatliche Finanzgarantie: Inklusion ist eine staatliche Aufgabe laut UN-BRK und darf nicht länger von „Strafzahlungen“ säumiger Firmen abhängen.
  • Fixe Verankerung: Der Ausgleichstaxfonds (ATF) soll durch ein gesetzlich verankertes Budget im Staatshaushalt abgesichert werden, damit die Unterstützungsangebote dauerhaft bleiben.

Über den ÖZIV Bundesverband – Für Menschen mit Behinderungen

Der ÖZIV ist ein großer Behindertenverband, der seit 1962 aktiv ist. Er ist der Dachverband für verschiedene eigenständige Mitgliedsorganisationen in den Bundesländern. Der Bundesverband in Wien vertritt die Interessen von Menschen mit Behinderungen, setzt sich für deren Rechte ein und fördert inklusive Angebote. Rund 22.000 Menschen mit Behinderungen werden über Landes- und Bezirksorganisationen betreut, die ihre Angebote an die jeweiligen regionalen Bedürfnisse anpassen.

Wichtige Angebote des ÖZIV sind zum Beispiel ÖZIV SUPPORT (Beratung und Coaching), die ÖZIV ARBEITSASSISTENZ Niederösterreich und ÖZIV ACCESS. Mit diesen Programmen wird eine inklusive Gesellschaft unterstützt, in der Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt am Arbeitsleben teilnehmen können.

Diese Angebote tragen dazu bei, dass sich Arbeits- und Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderungen verbessern. Jede Spende hilft dabei, Menschen mit Behinderungen zu unterstützen und ihre Rechte zu verteidigen.

Spendenkonto des ÖZIV Bundesverbands:
IBAN: AT51 1100 0094 9332 4900
BIC: BKAUATWW
Verwendungszweck: Spende – Ihre Spende ist steuerlich absetzbar (Registernummer SO 1518).

Rückfragen

ÖZIV Bundesverband
Mag. Hansjörg Nagelschmidt
Telefon: 0699/156 60 109
E-Mail: hansjoerg.nagelschmidt@oeziv.org
Website: https://www.oeziv.org

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