Korosec packt aus: Darum scheitern Reformen ohne großes Gesamtpaket! | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Korosec packt aus: Darum scheitern Reformen ohne großes Gesamtpaket!

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Christoph Badelt, Präsident des Fiskalrates, hat heute in der Presse gemeinsam mit Ingrid Korosec, Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes, darauf hingewiesen, wie schwierig die Herausforderungen für Österreich sind. „Die Themen Gesundheit, Pflege, Pensionen und demografischer Wandel lassen sich nicht isoliert betrachten. Reformen sind notwendig, aber sie brauchen einen Gesamtkontext, politische Visionen und Mut“, sagte Korosec.

Wichtig: Finanzierung aus einer Hand für Gesundheit und Pflege

Korosec stimmt Badelt zu, dass es vor allem im Gesundheits- und Pflegebereich Reformen geben muss, weil es dort viele Probleme in der Organisation gibt. Sie sagt: „Das Geld versickert Tag für Tag in Strukturen zulasten der Patientinnen und Patienten. Das ist ein untragbarer Zustand. Es ist Zeit vom Reden endlich ins Tun zu kommen. In meinem Buch „Gesunde Zukunft – Österreichs Gesundheitsversorgung Neu: Diskussionsgrundlage zu neuen Strategien im Gesundheitswesen“ habe ich bereits 2007 aufgezeigt, dass wir Gesundheit und Pflege gemeinsam denken müssen und dass eine Finanzierung aus einer Hand unumgänglich ist.“ Das bedeutet, dass die Finanzierung von Gesundheit und Pflege besser zusammengeführt werden muss, um effizienter und gerechter zu arbeiten.

Pensionssystem bleibt sicher – altersgerechte Arbeitsplätze sind wichtig

Korosec ist überzeugt, dass das Pensionssystem in Österreich auch in Zukunft stabil bleibt. Sie betont jedoch, wie wichtig mehr Flexibilität bei den Pensionen ist. „Wir brauchen mehr Flexibilität und Modelle, die zu künftigen Lebens- und Arbeitswelten passen. Entscheidend sind die Beitragsjahre, nicht allein das Lebensalter bzw. das Geburtsdatum.“ Das heißt, wie lange jemand gearbeitet hat, soll wichtiger sein als das genaue Alter bei der Pensionierung.

Außerdem fordert Korosec, dass das tatsächliche Pensionseintrittsalter besser an das gesetzliche angepasst wird. So könnten etwa neun Milliarden Euro eingespart werden. Sie sagt: „Wir brauchen dringend begleitende arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, damit ältere Menschen in Erwerbstätigkeit bleiben können. 30% der Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten haben niemanden über 60 angestellt. Unternehmen müssen ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stärker beschäftigen. Altersgerechte Arbeitsplätze sind Schlüssel zum Erfolg!“ Das bedeutet, dass Firmen mehr Möglichkeiten schaffen sollten, damit ältere Menschen weiterhin arbeiten können, zum Beispiel durch flexible Arbeitszeiten und an die Bedürfnisse angepasste Arbeitsplätze.

Reformpartnerschaft muss schnell und konsequent handeln

Die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern bei den Reformen ist ein wichtiger Schritt. Entscheidend sei aber, wie schnell und entschlossen alle Beteiligten handeln. „Reformen gelingen nur, wenn alle Beteiligten dazu bereit sind. Gesundheit, Pflege, Pensionen und Arbeitsmarkt hängen zusammen. Wer nur an einer Schraube dreht, wird das System nicht nachhaltig stabilisieren.“ Das heißt, es reicht nicht, nur einzelne Bereiche zu verändern, sondern alle müssen gemeinsam angepackt werden.

Gesamte Gesellschaft ist gefragt

Korosec sieht es als Verantwortung von allen Beteiligten, diese Herausforderungen gemeinsam und im Gesamtzusammenhang zu lösen. Sie sagt: „Denn Aufgabe der Politik ist es, für die Menschen da zu sein und alles zu unternehmen, dass das Geld rasch bei den Menschen ankommt und nicht wie jetzt oft in den Strukturen versickert. Deshalb brauchen wir mutige, faire und generationengerechte Reformen. Jetzt.“

Zusatzinfo: Der demografische Wandel bedeutet, dass in Österreich immer mehr ältere Menschen leben, während die Anzahl der jungen Menschen sinkt. Dadurch müssen Systeme wie Gesundheit und Pensionen angepasst werden, um für die Zukunft finanzierbar zu bleiben.

Rückfragen

Österreichischer Seniorenbund
Karin Leitner
Telefon: 06648170404
E-Mail: kleitner@seniorenbund.at
Website: https://www.seniorenbund.at

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