Die Medienbranche in Österreich steht vor einer wegweisenden Herausforderung: die digitale Transformation schreitet weiter voran, doch die dafür bereitgestellten Fördermittel laufen Gefahr, bald auszuschöpfen. Der aktuelle Fördertopf für die Medien-Digitalförderung, der sich auf 134 Millionen Euro beläuft, ist laut jüngsten Berichten fast vollständig aufgebraucht.
Eine aktuelle Studie zur Evaluation der Medien-Digitalförderung dokumentiert zwar eine Stabilisierung der Arbeitsplätze in der Branche, hebt aber zugleich weiterhin einen deutlichen Bedarf an finanzieller Unterstützung hervor. Diese Mittel ermöglichen Unternehmen der Medienbranche, digitale Innovationen umzusetzen und ihre Marktposition angesichts des zunehmenden Wettbewerbs durch digitale Plattformen zu behaupten.
Besonders im Fokus stehen der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) sowie weitere Institutionen, die eine rasche Aufstockung der Fördermittel fordern. Laut dem VÖZ ist es essenziell, die Digitalisierungsoffensive fortzusetzen, um die Medienvielfalt und journalistische Qualität in Österreich zu sichern.
Medienunternehmen müssen heute wesentlich mehr in digitale Geschäftsmodelle, Content-Management-Systeme und automatisierte Redaktionsprozesse investieren, um im digitalen Zeitalter wettbewerbsfähig zu bleiben. Gleichzeitig sind die Herausforderungen durch veränderte Nutzungsgewohnheiten, Social Media und digitale Werbemärkte nicht zu unterschätzen.
Die Medien-Digitalförderung fungiert somit als ein wichtiger Hebel, um den strukturellen Wandel zu begleiten und Arbeitsplätze zu sichern. Die langfristige Finanzierung bleibt aber ungewiss, weshalb Experten und Branchenvertreter dringend an die Politik appellieren, nachhaltige Lösungen zu finden.
Zusammenfassend zeigt sich: Ohne die Fortsetzung und Ausweitung der Medien-Digitalförderung könnten viele kleine und mittlere Medienunternehmen in ihrer Innovationsfähigkeit stark eingeschränkt werden. Das würde wiederum negative Folgen für die Medienlandschaft und die demokratische Informationsversorgung bedeuten.
Weiterführende Links
- https://www.derstandard.at/story/2000154213827/medien-digitalfoerderung-topf-nahezu-aufgebraucht
- https://www.voez.at/medien-digitalfoerderung-2024
- https://www.medienpolitik.net/2026/02/medien-digitalisierung-in-oesterreich
- https://www.digitalmedia.at/studie-medienjobs-stabilisierung