Eine aktuelle Umfrage des Beratungsunternehmens PwC zeigt, dass im Jahr 2026 deutlich mehr Männer als Frauen vorhaben, eine Gehaltserhöhung zu fordern. Trotz der anhaltenden Unsicherheiten durch geopolitische Krisen und wirtschaftliche Schwankungen bleibt der Optimismus am Arbeitsmarkt überraschend hoch. Doch die Zahlen spiegeln weiterhin bestehende Genderunterschiede in der Lohnverhandlungsbereitschaft wider.
Während etwa 60 % der männlichen Befragten eine Gehaltsanpassung anstreben, sind es bei den Frauen nur rund 40 %. Der sogenannte Gender Pay Gap manifestiert sich nicht nur in den tatsächlich gezahlten Löhnen, sondern auch im Verhalten bei Salary Negotiations. Studien zufolge haben Frauen häufiger Angst, als fordernd wahrgenommen zu werden, und nehmen seltener die Initiative, was langfristig die Einkommensungleichheit verstärkt.
PwC erklärt, dass der Optimismus trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen auf mehreren Faktoren basiert: Fachkräftemangel in vielen Branchen, steigende Inflation und eine zunehmende Wertschätzung von qualifizierten Mitarbeitenden. Unternehmen sind daher offener für Gehaltsverhandlungen, was den Selbstbewusstseinsschub insbesondere bei Männern erklären könnte.
Dennoch warnen Expert:innen vor den Risiken der Gender-Diskrepanz im Verhandlungsverhalten, da dies langfristig negative Effekte auf Gleichstellung und Diversität haben kann. Für Maturant:innen, die bald in die Arbeitswelt eintreten, ist es wichtig, diese Dynamiken zu verstehen und Strategien für selbstbewusste und faire Lohnverhandlungen zu entwickeln.
Insgesamt zeigt die Studie, dass die Kombination aus Arbeitsmarkttrends und sozialpsychologischen Faktoren die unterschiedliche Bereitschaft zur Gehaltsforderung 2026 prägen wird.
Weiterführende Links
- https://www.pwc.at/de/presse/2025-gehaltsstudie-arbeitsmarkt.html
- https://www.bpb.de/gesellschaft/gleichstellung/arbeitsmarkt/448537/lohnunterschied/
- https://www.handelsblatt.com/finanzen/geldpolitik-inflation/lohnverhandlungen-tipps-fuer-mehr-gehalt/28012368.html