Eine aktuelle Studie zeigt, dass rund vier von fünf Beschäftigten ihre Arbeitszeit zumindest teilweise für private Zwecke nutzen. Dabei sind Aktivitäten wie das Besuchen von Social-Media-Plattformen, private Telefonate oder das Lesen der Zeitung keine Seltenheit. Diese privaten Unterbrechungen im Arbeitsalltag führen bei etwa einem Drittel der Mitarbeitenden zu einem schlechten Gewissen.
Solche Verhaltensweisen können als ein Phänomen betrachtet werden, das die Arbeitsproduktivität negativ beeinflusst und zu einer geringeren Effizienz am Arbeitsplatz führt. Fachbegriffe wie Organizational Counterproductive Behavior (OCB) beziehen sich auf Handlungen, die den betrieblichen Ablauf stören oder den Unternehmenserfolg gefährden können.
Unternehmen stehen somit vor der Herausforderung, den Spagat zwischen einer gesunden Work-Life-Balance und der Sicherstellung produktiver Arbeitszeit zu meistern. Während flexibel gestaltete Arbeitszeiten und der Einsatz digitaler Tools wie Time-Tracking-Software helfen können, ist auch eine transparentere Kommunikation und ein gutes Arbeitsklima zentral, um Ablenkungen und deren Auswirkungen zu minimieren.
Im digitalen Zeitalter wächst die Versuchung, private Handlungen während der Arbeit durchzuführen – mit einer direkten Folge für die Mitarbeiterbindung und die Arbeitsmotivation. Angesichts dieser Entwicklung ist es essenziell für Führungskräfte, klare Regeln und gleichzeitig Verständnis zu zeigen, um eine konstruktive Balance zu schaffen.
Weiterführende Links
- https://www.wirtschaftspsychologie-aktuell.de/arbeitszeit-nutzung-privat.html
- https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/downloads/files/arlp_bericht_-_arbeitszeit_privatrnutzung.pdf
- https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/social-media-arbeiten-warum-mitarbeiter-alles-aber-nicht-konstant-produktiv-sind/26813658.html