Im Jänner 2025 wurde eine Inflationsrate von 2 % gemessen – der niedrigste Wert seit Ende 2024. Dieser Rückgang des Preisauftriebs überrascht nicht nur Verbraucher, sondern auch viele Wirtschaftsexpert:innen. Seit Monaten verschärft die Teuerungswelle die finanzielle Belastung, doch erste Anzeichen deuten nun auf eine Abschwächung der Inflation hin.
Inflation beschreibt die allgemeine Erhöhung des Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen im Zeitverlauf, gemessen durch den Verbraucherpreisindex (VPI). Eine Inflationsrate von 2 % gilt oft als Zielwert für stabilisierte Ökonomien, weil sie moderate Geldentwertung signalisiert, die wiederum Wachstum fördert.
Bis Ende 2024 lag die Teuerungsrate deutlich höher, mit Spitzenwerten, die durch ungewohnte Faktoren wie Energiepreisschocks, Lieferkettenprobleme und gestiegene Rohstoffkosten bedingt waren. Der plötzliche Rückgang auf 2 % im Jänner lässt vermuten, dass sich das makroökonomische Umfeld allmählich beruhigt. Insbesondere haben Energiepreise stabilisiert, Lieferengpässe leichter behoben und Zentralbanken, etwa die europäische EZB, ihre geldpolitischen Maßnahmen verschärft, indem sie Zinssätze erhöht haben, um die Inflation zu dämpfen.
Ein weiterer entscheidender Aspekt ist die Inflationsdynamik: Das Tempo, mit dem Preise steigen oder fallen. Eine Verlangsamung in der Dynamik kann bedeuten, dass sich die Inflation bald auf einem niedrigen Niveau einpendelt, ohne starke Preissprünge nach oben. Dies wäre für Maturant:innen und andere Verbraucher:innen positive Nachricht, dürften doch Kaufkraftverluste gedämpft werden.
Dennoch warnen Ökonom:innen vor voreiligen Schlussfolgerungen. Die Inflationsentwicklung hängt von vielen Faktoren ab, allen voran geopolitischen Ereignissen, Energieversorgung und globalen Wirtschaftstrends. Ein kompletter Rückgang der Teuerungswelle scheint zwar möglich, ist aber noch nicht garantiert.
Zusammenfassend ist der rückläufige Preisauftrieb im Jänner 2025 ein Hoffnungsschimmer, dass die anhaltende Teuerung an Schwung verliert. Verbraucher:innen und Märkte sollten den weiteren Verlauf aufmerksam beobachten, da sich wirtschaftliche Rahmenbedingungen schnell ändern können.
Weiterführende Links
- https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Inflation/_inhalt.html
- https://www.oekonomikum.de/infla-2025
- https://www.ecb.europa.eu/home/html/index.en.html