„kulturMONTAG“ am 2. März in ORF 2 und auf ORF ON: Stefanie Reinsperger zu Gast bei Clarissa Stadler
Im „kulturMONTAG“, der am 2. März 2026 um 22.30 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON im Zeichen des Weltfrauentags (8. März) steht, begrüßt Clarissa Stadler Schauspielerin und Publikumsliebling Stefanie Reinsperger zu einem Gespräch im Studio, gibt einen Ausblick auf das Kino-Drama „Vier minus drei“, das Regisseur Adrian Goiginger basierend auf der Autobiografie von Barbara Pachl-Eberhart verfilmte, und besucht die aktuelle Schau im Museum für Moderne Kunst in Warschau – wo Direktorin Joanna Mytkowska unter dem Titel „The Woman Question 1550–2025“ eine der weltweit größten Ausstellungen weiblicher Kunst präsentiert. Um 23.15 Uhr thematisiert die Dokumentation „Proserpina – Die sexualisierte Gewalt in der Kunst“ die stilisierte Darstellung von Gewalt gegen Frauen in der Kunstgeschichte.
Kaiserin, Kommissarin, Kultschauspielerin – Stefanie Reinsperger zu Gast im Studio
Ob als forsche „Tatort“-Kommissarin „Rosa Herzog“ im Fernsehen oder auf der Bühne als wütende Kaiserin „Elisabeth“, als Macho „Liliom“ oder als aufbrausendes bis verletzliches „Ich“ in Handkes „Selbstbezichtigung“ – Stefanie Reinsperger zieht das Publikum in ihren Bann. Der Durchbruch gelang der 1988 in Baden bei Wien geborenen Schauspielerin, die am Max Reinhardt Seminar studiert hat, im mehrfach preisgekrönten Stück „Die lächerliche Finsternis“ am Wiener Burgtheater. Nach Jahren im Volkstheater-Ensemble und am Berliner Ensemble ist sie nun zurück in der Burg. Sie wurde zur Schauspielerin des Jahres gewählt, hat einen Nestroy und eine Romy gewonnen und wurde im Vorjahr zur „Österreicherin des Jahres“ in der Kategorie „Kulturerbe“ ernannt. Den Adelstitel des Wiener Publikums hat sie längst verliehen bekommen: den Verlust des Vornamens. „Die Reinsperger“ ist live zu Gast im Studio.
Wie weiterleben? – Das Filmdrama „Vier minus drei“
Wie schafft man es, weiterzuleben, wenn man seine Familie verloren hat? Diese Frage liegt der Autobiografie „Vier minus drei“ von Barbara Pachl-Eberhart zugrunde. Vor 16 Jahren hat die Autorin ihren Ehemann und ihre beiden Kinder durch einen Autounfall verloren. Das Schreiben hat ihr geholfen, diesen Schicksalsschlag zu verarbeiten – ihr Buch wurde ein internationaler Bestseller. Jetzt kommt die berührende Geschichte auf die große Leinwand, Regie führt der 34-jährige Salzburger Adrian Goiginger, der unter anderem mit dem Drama „Die beste aller Welten“ sein Talent für persönliche Schicksale gezeigt hat. In den Hauptrollen sind Valerie Pachner und Robert Stadlober zu sehen. Der Film wurde bei der Berlinale in der Sektion Panorama gezeigt und vom Publikum gefeiert.
Die Frauen-Frage – Mega-Schau weiblicher Kunst in Warschau
Warschau hat seit gut einem Jahr ein neues Museum für moderne Kunst – ein monumentaler weißer Kubus in unmittelbarer Nähe zum ikonischen Kulturpalast. Von den Einheimischen liebevoll „Schuhschachtel“ genannt, hat sich das Haus zu einem Anziehungspunkt für Menschen aus dem In- und Ausland entwickelt. Mit ihrer aktuellen Schau zeigt Direktorin Joanna Mytkowska auf: Unter dem Titel „The Woman Question 1550–2025“ hat sie eine der weltweit größten Ausstellungen weiblicher Kunst auf die Beine gestellt. 200 Exponate aus aller Welt und aller Epochen sind zu sehen: von Artemisia Gentileschi bis Yoko Ono, von Frida Kahlo bis Tracey Emin. Der „kulturMONTAG“ hat die Ausstellung in Warschau besucht.
„Proserpina – Die sexualisierte Gewalt in der Kunst“ (23.15 Uhr)
Seit Jahrhunderten idealisiert die westliche Kunst Gewalt gegen Frauen – als Mythos, Allegorie und vermeintliche Schönheit. Immer wieder erscheinen Frauen als zentrale Figuren in Szenen von sexueller Aggression, Entführung oder Voyeurismus. Von römischen Sarkophagen über die Meisterwerke der Renaissance und des Barock, bis in die Moderne hinein werden sie als passive Objekte männlicher Begierde dargestellt. Ihr Leid wird im Namen der Kunst ästhetisiert und erotisiert. Diese wiederkehrenden Darstellungen werfen bis heute einen dunklen Schatten auf die Wahrnehmung von Weiblichkeit, Macht und Gewalt.
Der Dokumentarfilm „Proserpina – Die sexualisierte Gewalt in der Kunst“ von Regisseurin Mariangela Barbanente nähert sich diesem Thema mit kritischem Blick und will ein neues Bewusstsein und eine größere Sensibilität für die Darstellung von Frauen in der Kunst schaffen.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. ORF