Greenpeace-Kritik: Asbest-Luftmesswerte im Burgenland unter Verschluss gehalten | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Greenpeace-Kritik: Asbest-Luftmesswerte im Burgenland unter Verschluss gehalten

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Im Zuge des Asbest-Skandals hat das Burgenland erste Luftmessungen vorgenommen, aber die Ergebnisse der Messungen entgegen bisheriger Versprechungen nicht veröffentlicht. Greenpeace hat nun eine formelle Anfrage auf Grundlage des Umweltinformationsgesetzes (UIG) gestellt, um die Herausgabe der Daten durchzusetzen. Das Land Burgenland muss demnach sowohl die Messergebnisse selbst, als auch Details zu den Standorten und Messbedingungen an die Umweltorganisation übermitteln.

Herwig Schuster, Umweltchemiker bei Greenpeace Österreich: „Die Geheimniskrämerei muss endlich aufhören. Die betroffenen Menschen haben ein Recht auf Klarheit. Die burgenländische Landesregierung und ihre Taskforce ,Vorsorgeabklärung Luftqualität’ haben mehrmals volle Transparenz bei den Asbest-Messergebnissen zugesichert. Dem Versprechen wurde bislang nicht nachgekommen. Wenn die Messwerte unauffällig sind, gibt es keinen Grund, sie unter Verschluss zu halten. Werden die Ergebnisse und die genauen Messmethoden nicht offengelegt, können die bisher kommunizierten Auswertungen nicht unabhängig überprüft werden.

Das Umweltinformationsgesetz, kurz UIG, schreibt vor, dass Behörden alle umweltrelevanten Informationen auf Anfrage zur Verfügung stellen müssen. Die Behörden haben laut Gesetz vier Wochen Zeit für die Beantwortung. Greenpeace fordert das Land Burgenland jedoch aufgrund der aktuellen Relevanz auf, die Daten sofort zu veröffentlichen.

Unabhängig von den bisherigen Ergebnissen steht fest: Asbest wird besonders bei Abrieb oder Zerkleinerung gefährlich, da dabei krebserregende Fasern in die Luft gelangen. Feuchtes Winterwetter bindet Asbeststaub. „Die jetzt durchgeführten Kurzzeitmessungen sind in jedem Fall nicht dazu geeignet, bereits Entwarnung zu geben. Neben transparent durchgeführten Messungen müssen dringend schützende Sofortmaßnahmen in betroffenen Gebieten umgesetzt werden”, sagt Herwig Schuster. Die Umweltschutzorganisation appelliert an die burgenländische Landesregierung und die betroffenen Gemeinden im Burgenland, den von Greenpeace vorgelegten „Aktionsplan gegen Asbestgefahren” rasch umzusetzen. Auch die ebenfalls betroffenen angrenzenden Bundesländer Niederösterreich und Steiermark werden von Greenpeace aufgefordert, sofort entsprechende Schritte zu setzen. In der Steiermark wird das Thema heute im Landtag diskutiert.

UIG-Anfrage: https://act.gp/UIG-Anfrage-Burgenland

Asbest- Aktionsplan: https://act.gp/3O6CnYf

Bildmaterial: https://act.gp/Asbest-Fotos
Unter Angabe der Credits (im Dateinamen) stehen die Fotos kostenfrei zur redaktionellen Nutzung zur Verfügung.

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