Hanke/Gremel (SPÖ): Wir liefern Lösungen, statt Kinderschutz zu skandalisieren
Die beiden Wiener SPÖ-Landtagsabgeordneten Marina Hanke und Marcus Gremel sprechen im heutigen Landtag zur Aktuellen Stunde der ÖVP.
Kinderschutz geht vor
„Wer der MA 11 pauschal unterstellt, Kinder würden ‘zu schnell’ abgenommen, zündet Nebelgranaten im sensibelsten Bereich unserer Stadt“, betont Wiener SPÖ-Landtagsabgeordnete Marina Hanke in der heutigen Landtagssitzung zur Aktuellen Stunde der ÖVP. „Kein Kind wird aus Jux und Tollerei aus der Familie genommen. Die Mitarbeiter*innen gehen äußerst sorgsam vor, Tag für Tag, oft unter enormem Druck.“ Hanke legt nach: „Während andere mit den immergleichen Floskeln arbeiten, gehen wir in die Tiefe: Die Herausforderungen haben sich verändert, die Fälle werden komplexer, der Bedarf steigt. Wir sehen mehr Kinder mit psychischen Problemen, schweren Behinderungen oder massiven Verhaltensauffälligkeiten. Diese Betreuung ist intensiver, kleinteiliger, kostspieliger – und sie ist notwendig, wenn Wien lebenswert bleiben soll.“
„Prävention geht immer vor“, stellt Hanke klar und fügt hinzu: „Wien hat sozialpädagogische, sozialtherapeutische und sozialpsychiatrische Plätze massiv ausgebaut, weil wir Verantwortung ernst nehmen.“ Zum Stadtrechnungshofbericht sagt Hanke mit dem Vermerk, den Bericht genau zu lesen: „Die Hinweise beziehen sich nicht auf die gesamte Vertragslegung. Die Abteilung nimmt Empfehlungen ernst und verbessert Abläufe, Zuständigkeiten und Transparenz laufend.“
Ganzheitliche Betreuung braucht Raum
Marcus Gremel richtet den Scheinwerfer auf das, worum es tatsächlich geht: die Kinder. Er betont: „Wir reden in diesem Fall über schwer traumatisierte, höchst aggressive Jugendliche, oft selbst- und fremdgefährdend. Genau für diese Gruppe kauft die MA 11 hochspezialisierte Leistungen zu.“ Gremel wird deutlich: „Eine ganzheitliche Betreuung heißt nicht nur Bett und Bad. Es braucht Lernraum, Team-Besprechung, Bewegungsflächen und einen Garten, damit negative Gefühle verarbeitet und abgebaut werden können.“
„Wer das zusammenzählt, landet bei rund 1.200 Quadratmetern“, erklärt Gremel und ergänzt: „Dann klingen die Mietkosten inklusive Energie, Betriebskosten und Abnutzung bei täglichen Beschädigungen plötzlich völlig anders.“
Abschließend warnt Gremel vor politischem Flurschaden: „Was die ÖVP und FPÖ hier betreibt, ist Skandalisierung: einen langjährigen Partner mit einem Fuß ins Kriminelle stellen und die Existenz gefährden. Das lassen wir nicht zu.“
Hanke ergänzt: „Wien wird nicht durch destruktive Zurufe besser, sondern durch Zusammenhalt, Professionalität und Solidarität – genau daran arbeiten wir, damit diese Stadt für alle noch lebenswerter wird.“
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