Mietervereinigung erkämpfte über 2,6 Millionen Euro für Wiener Mieterinnen und Mieter
Mehr als 2,6 Millionen Euro hat die Mietervereinigung Wien im Jahr 2025 für Mieterinnen und Mieter erstritten. Die erstrittenen Beträge kommen zur Gänze den Mitgliedern zugute, da die Verfahrenskosten durch Mitgliedsbeiträge gedeckt sind.
Über 20.000 Einzelberatungen
Insgesamt führten die Expertinnen und Experten der Mietervereinigung Wien im Jahr 2025 20.271 wohnrechtliche Einzelberatungen durch – 9.937 persönlich sowie 10.334 telefonisch oder online.
„Viele Mieterinnen und Mieter wollten wissen, ob die konkrete Wertsicherungsklausel in ihrem Mietvertrag rechtlich zulässig ist“, erklärt Elke Hanel-Torsch, Vorsitzende der Mietervereinigung Wien. „Die lange und intensive rechtliche Diskussion zu diesem Thema hat viele Fragen aufgeworfen.“ Daneben blieben auch die „Klassiker“ stark nachgefragt: die Überprüfung der Miethöhe und der Betriebskosten.
Hilfe bei Verfahren
Bei Problemen mit Vermieterinnen und Vermietern führt oft bereits eine erste Intervention der Mietervereinigung Wien zu einer Lösung. Ist dies nicht der Fall, leiten die Juristinnen und Juristen konkrete rechtliche Schritte ein, um den Mieterinnen und Mietern zu ihrem Recht zu verhelfen.
Rund ein Drittel der Verfahren 2025 betraf überhöhte Mieten oder Betriebskostenabrechnungen. Darüber hinaus standen die Juristinnen und -Juristen der Mietervereinigung den Mitgliedern in allen mietrechtlichen Fragen zur Seite. In 15 Prozent der Verfahren ging es um die Durchsetzung von Erhaltungs- und Reparaturarbeiten, in 8 Prozent der Fälle um Kautionen. Die restlichen Verfahren betrafen Themen wie Entschädigungs- oder Investitionsansprüche, Ablösen, Anerkennungen als Hauptmieter und Ähnliches. Nicht in der Statistik enthalten sind Kündigungs- oder Mietzinsminderungsverfahren, bei denen Mitglieder der Mietervereinigung Wien durch externe Rechtsanwaltskanzleien vertreten werden.
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