GRAS und Grüne Jugend zum Weltfrauentag: Rechte – keine Rosen
Grüne Jugend und GRAS begraben bei einer gemeinsamen Aktion vor dem Frauenministerium Grundrechte unter Rosen, um auf die fehlende rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam zu machen und stellen die gemeinsame Forderung nach dem 8. März als Feiertag.
Die tödliche Gewalt an Frauen in Wien und andernorts hat in den vergangenen Wochen wieder einen traurigen Höhepunkt erlebt. Die Grüne Jugend Wien sieht die Femizide als ultimatives Symptom der strukturellen Benachteiligung von Frauen. Diese hat trotz weitgehender gesetzlicher Gleichstellung immer noch ihren unverkennbaren Platz in der österreichischen Gesellschaft. ÖVP und FPÖ nehmen feministische Debatten mit einem Ruf nach Gender-Verboten ein, doch die jüngsten Ereignisse verdeutlichen, wie dringend notwendig echte feministische Politik ist.
Die Grüne Jugend Wien appelliert deshalb an Frauenministerin Raab, mutige, breit gedachte Frauenpolitik zu machen, die es schafft, Frauen nachhaltig vor geschlechtsspezifischer Gewalt zu schützen.
“Während Frauenministerin Raab nicht müde wird, ihre eigene Politik zu loben, ist offensichtlich: Sie ist weit davon entfernt, Frauen tatsächlich zu schützen. Sich nicht vehement für den absoluten Schutz und die Ausweitung von Frauenrechten und Gleichberechtigung einzusetzen, ist ein Schlag ins Gesicht aller Opfer von Männergewalt.” so Landessprecherin Emma Novy vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse. “Echter feministischer Fortschritt und gesellschaftlicher Wandel kann nur gelingen, wenn wir bei der Wurzel des Problems ansetzen. Dafür muss auch endlich die enorme Lohnschere zwischen Männern und Frauen geschlossen werden.”
Für Sarah Rossmann, Bundessprecherin der GRAS ist klar: „Es ist jetzt an der Zeit, lautstark im gemeinsamen Kampf gegen patriarchale Strukturen aufzutreten. Egal ob bei der Bezahlung, medizinischen Versorgung oder Bildung – Frauen, inter, nicht-binäre, trans und agender und Personen (FINTA) sind täglich mit Ungerechtigkeit in Österreich konfrontiert. Jeden Tag erfahren FINTA patriarchale Unterdrückung und sind Gewalt ausgesetzt. Femi(ni)zide sind dabei nur die grauenvolle Spitze des Eisbergs", stellt Rossmann fest.
"Nicht nur am 8. März, sondern jeden Tag müssen wir kämpfen und uns organisieren, für ein gutes Leben frei von Misogynie und patriarchalen Strukturen", sagt die Bundessprecherin der Grünen und Alternativen Student_innen. "Der 8. März darf dabei nicht zu einem Blumenschenktag verkommen, sondern muss immer ein Tag des feministischen Kampfes bleiben", so Rossmann.
Die Grünen Jugend Organisationen orten den Versuch der Verschiebung und Abwertung der Konnotation des 8. März, von einem Tag des Kampfes um Grundrechte und Gleichstellung, hin zu einem ökonomisch gewinnbringenden und kapitalistisch-ausschlachtbaren “Frauentag”. Die Organisationen erneuern daher ihre gemeinsame Forderung hinsichtlich einer Anerkennung des 8. März als gesetzlichen Feiertag. “Der 8. März muss ein gesetzlicher Feiertag werden. Denn es geht hier um ein längst notwendiges Zeichen des Respekts und der Anerkennung gegenüber des feministischen Kampfes für Gleichberechtigung!”, betonen Novy und Rossmann gemeinsam.
Fotos der Aktion zur unentgeltlichen Verwendung finden sie hier: https://we.tl/t-CWyDUcudA2
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