Internationaler Frauentag am 8.3.2024: SPORTUNION-Umfrage zeigt positiven Fortschritt bei Chancengleichheit | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Internationaler Frauentag am 8.3.2024: SPORTUNION-Umfrage zeigt positiven Fortschritt bei Chancengleichheit

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“Der Weltfrauentag erinnert uns daran, die Bedeutung von Gleichberechtigung immer wieder zu thematisieren”, so SPORTUNION-Präsident Peter McDonald. “Doch entscheidend ist es, Reden den Taten folgen zu lassen. In der SPORTUNION setzen wir ein Beispiel, indem drei von neun Landespräsidenten und sogar vier von meinen sechs Vorstandskollegen weiblich sind." Um das Thema der Gleichbehandlung niemals aus den Augen zu verlieren und, um im Fall von ungleichmäßiger Behandlung rechtzeitig einschreiten zu können, führt die SPORTUNION einmal im Jahr eine Befragung der Landesverbände und des Bundesverbands zum Thema Chancengleichheit durch. Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März werden die Ergebnisse präsentiert.

Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage

  • In der SPORTUNION sind 33 % der Vizepräsidenten
  • sowie 32 % der Vorstandsmitglieder weiblich.
  • Österreichweit sind 43% der Vereinsmitglieder weiblich.
  • In den SPORTUNION-Organisationen waren im Vorjahr 41 % der bei den Landes- und Bundesorganisationen angestellten Coaches/Trainer:innen weiblich.
  • Unter den Voll- und Teilzeitangestellten liegt innerhalb der SPORTUNION die Geschlechterverteilung zwischen Frauen und Männern bei 56:44.
  • In 90 % aller aktuellen Sportstrategiepläne wird die Chancengleichheit von Frauen und Männern per se erwähnt.
  • Auf die Frage, ob seit 2015 Maßnahmen gesetzt wurden, um in Entscheidungspositionen mehr Frauen einzustellen, antworteten 90 % der Befragten mit "Ja". Die wichtigsten Werkzeuge, um dieses Ziel zu erreichen: Trainingsseminare, Workshops sowie Aktionspläne zur Erhöhung der Anzahl an Frauen in Entscheidungspositionen.

Frauen in Führungsposition bei der SPORTUNION

"Innerhalb der SPORTUNION sind wir damit gut auf dem Weg", so McDonald. So hat sich etwa in den vergangenen Jahren auch der Anteil der weiblichen Ehrenamtlichen wie auch der Anteil der weiblichen Mitglieder in den Vereinen erhöht. "Trotzdem dürfen wir dieses wichtige Thema auch in den nächsten Jahren nicht aus den Augen verlieren." Woran es z.B. zu arbeiten gilt: In den Vereinen sind nur 16 % der Leitungsorgane und 28 % der Vereinsfunktionäre weiblichen Geschlechts, obwohl bereits seit Jahren weibliche Vorstandsmitglieder und Vizepräsidentinnen fixer Bestandteil der SPORTUNION sind. McDonald: "Wobei diese Expertinnen nicht aufgrund ihres Geschlechts, sondern ausschließlich aufgrund ihrer Qualifikation diese Positionen innehaben." Konkret handelt es sich dabei um die Landespräsidentinnen Karin Ofner (Burgenland), Michaela Eva Bartel (Salzburg) und Dagmar Schmidt (Wien) bzw. die Vorstandsmitglieder Mag. Karoline Edtstadler (Vizepräsidentin), Mag. Michaela Huber (Vizepräsidentin), Dr. Beate Taylor (Vizepräsidentin) und Mag. Pamela Forster (Vorstandsmitglied).

Michaela Eva Bartel: "Frauen und Männer in allen Bereichen gleichwertig"

"Im Landesverband Salzburg legen wir großen Wert darauf, dass die Aufteilung zwischen Männern und Frauen sowohl auf Vorstandsebene wie auch in der Geschäftsstelle in allen Bereichen gleichwertig ist", so Michaela Eva Bartel. "Unser Ziel ist es, heranwachsende Frauen und Männer für den Sport zu gewinnen und sicherzustellen, dass sie ihre Freude daran behalten sowie sportlich und persönlich wachsen. Im aktiven Sport wie auch auf Funktionärsebene."

Karin Ofner: "Empowerment für Frauen schaffen"

Ein konkretes Beispiel liefert Karin Ofner, Präsidentin von SPORTUNION Burgenland: "Ich setze mich dafür ein, dass Frauen in Entscheidungspositionen im Sport mehr Sichtbarkeit erhalten und ihre Meinungen ernst genommen werden. Paradebeispiel sind die Frauen hinter der Kantine, die sich dort einbringen, aber im Vereinsvorstand kein Gehör finden. Hier gilt es bei männlich geprägten Vorständen aufzuklären und ein Empowerment für die Frauen zu schaffen."

Dagmar Schmidt: "Kein Geschlecht, kein Alter, keine Grenzen"

In die gleiche Richtung stößt auch Dagmar Schmidt, Präsidentin der SPORTUNION Wien: "Die Leistungen von Frauen stehen denen von Männern in nichts nach. Daher lautet meine Botschaft: Kein Geschlecht, kein Alter, keine Grenzen." Die gesamten Interviews mit Bartel, Schmidt und Ofner findet man demnächst auf: www.sportunion.at

Gender Equality: Teil des täglichen Lebens

"In der SPORTUNION legen wir großen Wert darauf, sicherzustellen und zu betonen, dass Sport für alle ansprechend sein sollte", betont auch Stefan Grubhofer, Generalsekretär der SPORTUNION. "Mädchen und Frauen sollen unabhängig von ihrem Alter sowie sozialem und kulturellem Hintergrund die Möglichkeit haben, ihren Sport in einer sicheren Umgebung auszuüben, Führungspositionen einzunehmen und dabei Freude zu erleben." Alexandra Hoffmann, Gender-Expertin im Verband: "In der SPORTUNION gab es immer wieder Projekte und Förderungen für Engagement im Bereich der Gender Equality und wird es auch weiterhin geben.” 

"equalitA"-Gütesiegel

2023 wurde die SPORTUNION Österreich dafür vom Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft mit dem “equalitA”-Gütesiegel ausgezeichnet. Bereits im November 2020 hat die SPORTUNION die Arbeitsgruppe „Frau im Ehrenamt und Sport“ ins Leben gerufen. Im Jänner 2021 wurde in Zusammenarbeit mit der SPORTUNION Akademie der Startschuss für eigene “Soft Skills”-Workshops für Frauen und Mädchen gegeben. Ziel war, damit das Selbstbewusstsein der Frauen zu stärken und den weiblichen Anteil in den Führungspositionen in den Vereinen zu erhöhen. Aktuell wird im April der Workshop "Mit (Frauen)Power Skills bis in den Sport-Olymp" durchgeführt. In diesem Workshop mit Fokus auf Kommunikation wird die Fülle, die Wirkungsweise und das Potential von „Soft Skills“ gemeinsam erarbeitet und die eigenen reflektiert. Durch theoretische Grundlagen sowie praxisbezogene Beispiele und Gruppenarbeiten wird dabei u.a. die Frage beantwortet werden: Wieso Frauen im Sportmanagement genau richtig sind und Soft Skills ihnen den Weg dorthin ebnen können.

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