AK-Klage gegen Energiekonzern als Vorbild?
Wien (OTS) – „Sieg für die AK, Tiwag gibt nach!“ und „Tiroler Strompreis sinkt auf 11,8 Cent“. Dies konnten die Tageszeitungen dieser Tage in Tirol in ihre Schlagzeilen schreiben. Und in den Innsbrucker Gassen sieht man vielerorts die Wahl-Plakate zur diesjährigen AK-Wahl, die am 8. Jänner in Tirol endet. Auf dem Plakat, das markante Gesicht des im FCG-ÖAAB verankerten Gewerkschafters Erwin Zangerl, dem AK-Präsidenten des Landes Tirol mit dem Slogan: „Der Erwin – Er kämpft für euch!“
Wien ist anders!
In Wien wird vom 10. April bis zum 23. April gewählt. Wahlplakate wie diese, wird es in Wien leider nicht geben. Den Grund weiß Fritz Pöltl, Spitzenkandidat und Vorsitzender der FCG-ÖAAB-Fraktion in der AK-Wien: „Die Wiener AK hat gegen die Wien-Energie keine Klage eingebracht. Die satte FSG-Mehrheit hat lediglich die hohe Inflation beklagt und alle Schuld der Bundesregierung zugeschoben. Dass die weit überzogenen Fernwärme-, Gas- und Strompreise der zu 100 Prozent gemeindeeigene Wien-Energie die Inflationsraten ganz wesentlich beflügelt haben, hat die rote AK-Führung geflissentlich verschwiegen. Mit ein Grund: Gegen „Parteifreunde“ klagt man doch nicht!“
Preisenkung verschlafen
Zur Orientierung nur: In Wien kostet der Strom von Wien-Energie derzeit um die 30 Cent (20,9 Cent/kWh netto bei Änderung und Neuabschluss). Also fast das Doppelte der nun gerichtlich festgelegten Tiwag-Preise. Die AK-Wien hat sich darauf beschränkt, die Kundinnen und Kunden beim Umstieg zu beraten. Einen Protest gegen die überzogenen Preise oder gar eine Klage ist von der FSG-Mehrheit in der AK-Wien nicht in Betracht gezogen worden! Der Wien-Energie wurde dadurch ein Milliarden-Übergewinn beschert, von dem man nun behauptet, dass es in den Leitungsausbau und den Klimaschutz investiert werde. Dank der vielen fleißigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, aber auch der vielen Pensionistinnen und Pensionisten, welche die hohen Preie ja zu berappen hatten und nicht dank guter und weiser Management-Entscheidungen im städtischen Konzern.
Zusätzlicher Manager
Fritz Pöltl: „In Wien hat man sich mangels einer AK-Klage und einer Preissenkung nämlich nur darauf verständigt, dass ein neuer, dritter Manager nun seinen Versorgungsposten bekommen hat!“
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