Strasser: AMA-Hauptauszahlung auch heuer zuverlässig und pünktlich
Die Hauptauszahlung der Agrarmarkt Austria (AMA) startet am 21. Dezember. Insgesamt bekommen die landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich 1,1 Mrd. Euro an Leistungsabgeltungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ausbezahlt. Bauernbund-Präsident Abg.z.NR DI Georg Strasser betont: "Es ist bei uns in Österreich bereits Tradition, dass die Bauernfamilien noch vor Weihnachten mit diesen wichtigen Zahlungen rechnen können. Ein Blick in die Nachbarländer zeigt uns, dass das in der EU die Ausnahme ist. Dabei war das vergangene Jahr ein außergewöhnliches, geprägt von globalen Krisen, der Teuerung und Extremwetterereignissen. Umso mehr sollten wir es zu schätzen wissen, dass unsere Bäuerinnen und Bauern tagtäglich ihr Bestes geben, um die Versorgung mit Lebensmitteln, Rohstoffen und Energie verlässlich aufrecht zu erhalten. Die regelmäßige AMA-Hauptauszahlung ist eine echte Wertschätzung, die auf den Betrieben ankommt."
Der Auszahlung liegt der österreichische GAP-Strategieplan für die laufende Periode bis 2027 zugrunde. "Die GAP bildet die Basis für die Arbeit der österreichischen Agrarpolitik. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig ist ein Praktiker und profunder Kenner der Situation auf unseren Betrieben. Mit seinem Verhandlungsgeschick schafft er es, die Anliegen der österreichischen Landwirtschaft in Brüssel zu vertreten und in der Umsetzung der GAP abzubilden", so Strasser.
Der Fokus liegt dabei auf einer flächendeckenden Lebensmittelproduktion, führt Strasser aus: "Wir alle schätzen die Erzeugnisse unserer Bäuerinnen und Bauern, ebenso wie die schöne Kulturlandschaft. Dahinter stecken Mehrleistungen, die eine faire Abgeltung brauchen. Mit den Zahlungen für das Agrarumweltprogramm und der Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete gewährleisten wir aktiven Umweltschutz und einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Biodiversität."
Stromkostenzuschuss und Agrarreserve ausgezahlt
Neben den regulären Leistungsabgeltungen im Rahmen der GAP wird auch die zweite Stufe des Stromkostenzuschusses ausbezahlt. "Dabei geht es um besonders stromintensive Betriebszweige und Tätigkeitsfelder. Diese Maßnahme wurde beschlossen, um auf die gestiegenen Strompreise zu reagieren und unsere Betriebe wirksam zu unterstützen", so Strasser.
Außerdem erhalten bestimmte Sektoren wie Ackerbau, Almwirtschaft und Putenhaltung Mittel aus der im Herbst freigegebenen EU-Agrarreserve als Soforthilfemaßnahmen. "Wir helfen dort rasch, wo die Situation besonders prekär ist. Langfristig ist es unser Ziel, die Situation in diesen Branchen zu stabilisieren", erklärt Strasser.
Europaweit einzigartiges Impulsprogramm beschlossen
"Während die deutsche Ampelregierung im neuen Agrarhaushalt 400 Mio. Euro einsparen und den Agrardiesel streichen will, geben wir unseren Betrieben echte Perspektiven. Gerade in diesen schwierigen Zeiten brauchen die Bäuerinnen und Bauern Unterstützung und Stabilität, um weiterhin produzieren zu können. Deshalb hat die österreichische Bundesregierung zusätzlich zu den GAP-Mitteln ein Impulsprogramm für die Jahre 2024 bis 2027 auf den Weg gebracht", führt Strasser aus.
Das Impulsprogramm für die Landwirtschaft wird ab 2024 wirksam und umfasst insgesamt 360 Mio. Euro an zusätzlichen Mitteln. "Dieses Programm sucht europaweit seinesgleichen und kommt direkt auf den Betrieben an. Bund und Länder sorgen mit 90 Mio. Euro pro Jahr für eine Wertanpassung beim ÖPUL und der Ausgleichszulage sowie eine Anhebung der Invest-Förderobergrenze in den Bereichen Tierwohl, Klima und Wassermanagement. Das ist ein klares Signal: Es gilt, unsere Vorreiterrolle im Umweltbereich voranzutreiben und unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft zu stärken – davon profitieren Mensch, Tier und Umwelt", so Strasser abschließend. (Schluss)
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