Welttourismustag – Erasim: „Trotz ausgezeichneten Nächtigungszahlen gibt es im Tourismus viele Probleme, die wir angehen müssen!“ | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Welttourismustag – Erasim: „Trotz ausgezeichneten Nächtigungszahlen gibt es im Tourismus viele Probleme, die wir angehen müssen!“

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Wien (OTS/SK) – Am Welttourismustag bedankt sich die SPÖ-Tourismus-und Gastronomiesprecherin Melanie Erasim bei den Betrieben und ihren Beschäftigten, die Österreich zu einem „herrlichen Urlaubsziel“ machen. Zugleich mahnt Erasim: „Trotz der ausgezeichneten Nächtigungszahlen gibt es im Tourismus viele Probleme, die wir als Politik angehen müssen!“ ****

Viele Beschäftigte würden die Branche nach kurzer Zeit wieder verlassen, so Erasim. Die Tätigkeit sei zwar schön, sagen sie, die Arbeitsbedingungen seien aber das Problem: Lange, unregelmäßige Arbeitstage und schwere körperliche Arbeit sind keine Seltenheit. Zudem kommen immer wieder neue Schwarzarbeitsskandale in der Branche an die Öffentlichkeit. „Der Fach- und Arbeitskräftemangel ist hausgemacht. Wir müssen die Rahmenbedingungen schaffen, unsere Fachkräfte noch besser und öfter selbst auszubilden. Lohndumping durch Drittstaatskräfte zu betreiben, verschlimmert das Problem!“, so Erasim.

Im Vergleich der vier Branchen mit den meisten Lehrlingen (Industrie, Bau, Handel, Tourismus) ist der Anteil an Lehrabbrecher*innen im Tourismus am höchsten. Bereits nach zwei Monaten haben rund 18 Prozent den Lehrberuf wieder verlassen, nach zwölf Monaten mehr als ein Drittel. Mehr als die Hälfte der Abbrecher*innen rutschen in die Arbeitslosigkeit.

Erasim betont: „Das sind alles keine Zahlen, für die man sich feiern lassen kann. Die Bundesregierung muss schleunigst Konzepte vorlegen, um die Arbeitsbedingungen für Beschäftigte und Lehrlinge zu verbessern!“ Initiativen der SPÖ gäbe es dazu genug, so Erasim:
„Unsere Konzepte liegen am Tisch, werden allerdings im zuständigen Tourismusausschuss ständig vertagt! Unser geforderter Miet- und Energiepreisdeckel hätte auch in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft für Entspannung gesorgt!“ Diese sei auch dringend notwendig, denn die Insolvenzstatistiken im Tourismus- und Gastronomiesektor sind alarmierend: Im ersten Halbjahr 2023 mussten 360 Betriebe – vor allem kleine Gasthäuser am Land – ihre Pforten schließen. Das sind 20 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Mit Hinblick auf die kommenden Lohnverhandlungen hält Erasim fest:
„In den letzten Monaten haben viele große Tourismusbetriebe ihre Gewinne erhöhen können. Das zeigen die neusten Ergebnisse einer OENB-Studie. Nun ist es an der Zeit, dass die Beschäftigten ihre hochverdienten Lohnerhöhungen bekommen. Denn von guter Arbeit muss man gut leben können.“ (Schluss) em/ls

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