„kulturMontag“ am 18. September: Szyszkowitz-Autobiografie, Glaubwürdigkeit von Medien, Neuer Wisser-Roman | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

„kulturMontag“ am 18. September: Szyszkowitz-Autobiografie, Glaubwürdigkeit von Medien, Neuer Wisser-Roman

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Wien (OTS) – Der von Clarissa Stadler präsentierte „kulturMontag“ am 18. September 2023 um 22.30 Uhr in ORF 2 befasst sich anlässlich einer neuen Studie und der bevorstehenden Österreichischen Medientage mit der Rolle und Glaubwürdigkeit von Medien. Weiters stellt die Sendung das jüngste Werk des preisgekrönten Schriftstellers Daniel Wisser vor und begrüßt außerdem Schauspielerin und Neo-Autorin Aglaia Szyszkowitz mit ihrer Autobiografie live im Studio, in der sie von den Schattenseiten ihres beruflichen Daseins erzählt und sehr persönliche Einblicke in eine ihrer schwersten Lebenskrisen gibt. Anschließend an das Magazin präsentiert der „kulturMontag“ eine neue Ausgabe des intimen Konzertformats „Wechselspiele in St. Corona“ (23.25 Uhr), diesmal mit Philipp Lingg & Band.

Ungeschminkt – Aglaia Szyszkowitz’ Autobiografie

Sie zählt zu den meistbeschäftigten und erfolgreichsten Filmschauspielerinnen im deutschen Sprachraum und punktet auch beim Theaterpublikum gleichermaßen. In ihrem Beruf lebt Aglaia Szyszkowitz ihr Credo, die Menschen in ihre Seele schauen zu lassen. Fast 30 Jahre lang makellose Karriere, ein Bilderbuchleben, in dem alles in bester Ordnung scheint. Doch das ist es ganz und gar nicht, wie sie jetzt in ihrer Autobiografie „Von der Rolle. Wie ich die Liebe zum Leben neu entdeckt habe“ offenbart. Darin berichtet die gebürtige Grazerin mit Wohnsitz in München unprätentiös nicht nur von den Sonnen-, sondern auch von den Schattenseiten ihres Lebens: vom Glücksrausch des Schauspielens, von Schönheit und dem Älterwerden, von Angststörungen und Machtmissbrauch am Filmset. Die Corona-Pandemie und die damit veränderten Produktionsbedingungen bedeuteten für die Vielbeschäftigte, die bis zu sieben Filme im Jahr drehte, eine Zäsur. Die Trennung von ihrem Mann nach 30 Jahren und der Abnabelungsprozess ihrer Söhne machten ihr auch zu schaffen. Hinzu kamen enorme Rückenschmerzen, die ihr das Drehen am Filmset unmöglich machten. Wie sie ihren Lebensumbruch gemeistert und wieder in ihren geliebten Beruf zurückgefunden hat, erzählt Aglaia Szyszkowitz live im Gespräch mit Clarissa Stadler.

Unglaubwürdig? Strategien zur Wiedergewinnung des Vertrauens in Medien

Laut jüngsten Studienergebnissen ist das Vertrauen in Nachrichten in Deutschland deutlich gesunken. Ein Fünftel der Bevölkerung glaubt, dass Medien Menschen „systematisch belügen“. Auch in Österreich sieht es laut der international umfangreichsten Studie „Digital News Project“, die sich mit dem weltweiten Wandel des Nachrichten-Nutzungsverhaltens beschäftigt, nicht gerade rosig aus:
Gut ein Viertel der Bevölkerung stimmt ähnlichen Aussagen zum Thema „Lügenpresse, Fake News & Co.“ zu.
Anlässlich der Österreichischen Medientage in der kommenden Woche geht der „kulturMontag“ der Frage nach, was traditionelle Medien der Flut an Fake News und Desinformation entgegensetzen können und welche Rolle vor allem Agenturjournalismus in überhitzten Debatten spielen kann. So setzt sich der Geschäftsführer der Austria Presse Agentur, Clemens Pig, in seinem aktuellen Buch „Democracy Dies in Darkness“ damit auseinander und zeigt, dass wahre Nachrichten im Zeitalter von Big Tech und Künstlicher Intelligenz kein Auslaufmodell sind. Aber auch aus historischer Perspektive lässt sich der brisante Themenbereich Fakt, Fake oder Fiktion beleuchten: Die neue Ausstellung „History Tales“ in der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste in Wien will unter Beweis stellen, dass die Geschichte der Menschheit ein Wechselspiel von Tatsachen und Lügengeschichten ist.

Preisverdächtig – Daniel Wissers neuer Roman „0 1 2“

Mit seinem Roman „Königin der Berge“, der um das Thema Sterbehilfe kreist, wurde Daniel Wisser 2018 mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet. Auch in seinem neuen Buch, das erneut für die renommierte Auszeichnung nominiert ist, steht der Tod im Zentrum. Leichtfüßig und lakonisch erzählt der Autor in „0 1 2“ von einem Schelm, der 2021 ein zweites Mal zur Welt kommt und die Krisen unserer Zeit mit anderen Augen sieht. Wisser streift darin die großen Themen der Gegenwart, von Öko-Aktivismus und Pandemie-Bekämpfung bis zur Versorgung Geflüchteter und Problemen mit Familie und Identität. Als Daniel Wisser 2018 mit dem Buchpreis ausgezeichnet wurde, sagte er in seiner Dankesrede, er sei Schriftsteller und er sei Österreicher, aber er sei kein österreichischer Schriftsteller – denn mit literarischen Etiketten tut sich der 1971 in Klagenfurt Geborene grundsätzlich schwer. Tatsächlich hat er sich in seinem umfangreichen Werk hinsichtlich Themen und Stil als wendig erwiesen. In der Reihe „Archive des Schreibens“ gibt Daniel Wisser Einblicke in seine vielschichtigen Welten.

„Wechselspiele: Philipp Lingg & Band in St. Corona“ (23.25 Uhr)

In der bereits zwölften Ausgabe des 2020 pandemiebedingt ins Leben gerufenen und dann weitergeführten Konzert-Talk-Formats „Wechselspiele“ lädt ORF-Kulturmoderatorin Teresa Vogl den Vorarlberger Komponisten, Gitarristen und Akkordeonisten Philipp Lingg samt Band zum musikalischen Stelldichein. Größere Bekanntheit erlangte Lingg mit seinem Dialekt-Hit „Von Mello bis ge Schoppernou“ und wurde dafür 2012 mit dem Amadeus Austrian Music Award für den Song des Jahres als Komponist und Texter ausgezeichnet. Der studierte Musikpädagoge machte sich seither im In- und Ausland einen Namen und spielte mit unterschiedlichen Musikerinnen und Musikern in vielfältigen Projekten.
Nun präsentiert er in neuer Formation mit Christoph Mateka (Stimme und Violine) und Martin Grabher (Drums) neue Songs aus eigener Feder. In „diadenglischer“ Sprache singt er über Berge, Kater und Zöllner sowie über das Leben im und außerhalb des Vorarlberger Hinterwaldes. Dabei werden Sprachbarrieren abgerissen bzw. gar nicht zugelassen, denn das Motto der Band lautet: „Es lebe die Lust, die Liebe und die Leidenschaft zur Musik“.
In der Sendung „Wechselspiele – Konzerte in St. Corona“ – benannt nach dem Drehort St. Corona am Wechsel, wo die Kellerbar eines Hotels als Schauplatz dient – geben die Musiker im Gespräch mit Teresa Vogl zwischen musikalischen Auftritten Einblick in ihre Gedankenwelt rund um die Musik.

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