Grüne Wien/Pühringer, Spielmann: Obdachlose brauchen Schutz und stärkere Unterstützung
Nach den schrecklichen Messerangriffen auf drei obdachlose Menschen sprechen sich die Grünen Wien für weitere Maßnahmen der Stadtregierung zum Schutz Obdachloser in Wien aus. „Wohnungslose Menschen sind besonders schutzbedürftig. Sie brauchen dringend Sicherheit und mehr Schutzräume. Am besten wäre natürlich immer eine eigene Wohnung. Was sie aber am wenigsten brauchen, ist Beschämung und Bloßstellung“, so Judith Pühringer, Parteivorsitzende Grüne Wien.
Die drei gewalttätigen Übergriffe mit einem Todesopfer und zwei Schwerverletzten sind beispiellos und sorgen für große Verunsicherung bei den von Wohnungslosigkeit Betroffenen sowie dem gesamten professionell helfenden Umfeld. „Die Öffnung der Anlaufstelle ‚Obdach Josi‘ auch in der Nacht ist ein erster richtiger Schritt. Gleichzeitig braucht es aber viel mehr, um Obdachlose zu schützen und die Obdachlosigkeit in Wien zu bekämpfen,“ sagt Sozialsprecherin Viktoria Spielmann.
Wohnungslose Menschen besonders gefährdet
Die Grünen Wien fordern mehr Ressourcen in der Sozialarbeit der Stadt, konkret im Bereich Streetwork für Obdachlose. Weiters wiederholen sie die Forderung nach der ganzjährigen Öffnung aller Notschlafstellen. „Diese beiden Maßnahmen helfen in der angespannten Krisensituation und wirken darüber hinaus. Ganz klar sind wir auch für den Ausbau der Initiative Housing First, um Obdachlose dabei zu unterstützen, wieder ein eigenes Dach über den Kopf zu bekommen“, so Spielmann.
Parteivorsitzende Judith Pühringer abschließend: „Ich hoffe sehr, dass die Täter, die obdachlose Menschen in Wien attackieren, schnell gefasst werden. Das zeigt wieder eindrücklich: Armutsbetroffene Menschen und insbesondere wohnungslose Menschen sind keine Gefahr. Ganz im Gegenteil: Sie sind diejenigen, die gefährdet sind und Schutz brauchen.“
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. Grüner Klub im Rathaus