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SPW Frauenkonferenz – Hanke: Wir kämpfen für das gute Leben für alle Frauen

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Die Wiener Frauensekretärin LAbg. Nicole Berger-Krotsch hat heute, Samstag, die Jahreskonferenz der Wiener SPÖ-Frauen eröffnet, die unter dem Motto „Weil das Leben mehr kann“ in der Stage 3 in Wien/Landstraße stattfand. In der Konferenz stellten die Wiener-SPÖ-Frauen klar: Feministische Politik ist im Angesicht der multiplen Krisen zentral. Die Klimakrise, die Teuerungen, Krieg und die Pandemieauswirkungen fordern mehr denn je Solidarität und eine Stärkung der Frauen durch systemische Änderungen. Grußworte kamen von der Bundesparteivorsitzenden Dr.in Pamela Rendi-Wagner, Dr. Bürgermeister Michael Ludwig und der Bundesfrauenvorsitzenden Eva-Maria Holzleitner, BSc.

Rendi-Wagner: „Aufgabe der Bundesregierung ist es, für Chancengleichheit zu sorgen.“

Bundesparteivorsitzende Dr.in Pamela Rendi-Wagner fand zu Beginn klare Worte: „Frauen sind von der Teuerung besonders stark betroffen. Noch immer verdienen Frauen weniger als Männer und leisten den Löwinnen-Anteil der unbezahlten Arbeit. Mit echter Lohntransparenz und dem Ausbau der ganztägigen kostenlosen Kinderbetreuung in ganz Österreich können wir Frauen stärken. Aufgabe der Bundesregierung ist es, für Chancengleichheit zu sorgen, damit Frauen überhaupt die Möglichkeit haben, Vollzeit zu arbeiten. Dass Arbeitsminister Kocher in Teilzeit arbeitenden Frauen drohte, ihre Familienleistungen zu kürzen, ist der völlig falsche Weg.“

Holzleitner: „Es ist höchste Zeit für Halbe-Halbe in allen Lebensbereichen. Dafür sind gute Gesetze notwendig.“

Auch Bundesfrauenvorsitzende Eva-Maria Holzleitner, BSc, bekräftigte dies in ihrer Eröffnungsrede: „Frauen und Männer sollen sich die bezahlte und unbezahlte Arbeit gerecht teilen. Es ist höchste Zeit für Halbe-Halbe in allen Lebensbereichen. Dafür sind gute Gesetze notwendig. Jede zweite Frau in Österreich arbeitet Teilzeit, und nimmt damit Einbußen beim Gehalt und in der Pension in Kauf.“ Holzleitner hob konkrete Maßnahmen hervor, die dringend notwendig seien: „Wir fordern einen Rechtsanspruch auf einen ganztägigen Kinderbetreuungsplatz ab dem 1. Lebensjahr, eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Gehalt, Lohntransparenz, die Verpflichtung zu geteilter Karenz und mehr Steuergerechtigkeit. Ein Blick nach Skandinavien zeigt, was alles möglich ist.“

Ludwig: „Für echte Gleichberechtigung in Betrieben braucht es starke Gewerkschaften.“

Der SPÖ Wien-Parteivorsitzende und Wiener Bürgermeister Dr. Michael Ludwig betonte in seiner Rede: „In Wien ist die Lohnschere zwischen Frauen und Männern zwar am geringsten, doch damit ist es nicht getan! Für echte Gleichberechtigung im Betrieb braucht es starke Gewerkschaften. Darum setze ich mich auch dafür ein, unser System der starken Kollektivverträge zu bewahren, und damit die Kraft der Gewerkschaften. Ein gesetzlicher Mindestlohn würde hingegen die Gewerkschaften schwächen“ so Ludwig. Beim Kampf für ein leistbares Leben für die Frauen, die von der Teuerung besonders getroffen werden, und für alle Menschen in Wien werde man von der Bundesregierung leider im Stich gelassen: „ÖVP-Finanzminister Magnus Brunner begründet seine Entscheidung gegen einen Preisdeckel für Gas und Mieten damit, dass sie vor allem den Wienerinnen und Wienern helfen würden. Das ist jedoch nicht nur faktisch falsch, es zeigt auch die Einstellung der Bundesregierung: Nichts darf passieren, was gut für Wien ist. Dagegen wehren wir uns, und setzen selbst Maßnahmen, um das Leben in Wien leistbar zu halten“, so Ludwig. 

Hanke: „Als sozialdemokratische Feministinnen kämpfen wir für das Recht auf ein gutes, selbstbestimmtes und würdevolles Leben für alle Frauen.“

Die Vorsitzende der Wiener SPÖ Frauen, LAbg. Marina Hanke, BA, bekräftigte in ihrer Eröffnungsrede die zentrale Stellung der feministischen Arbeit in der SPÖ Wien: „Pandemie, Teuerung, Inflation, Klimakrise – sie alle treffen Frauen in besonderem Ausmaß, bringen viele Frauen an die absolute Belastungsgrenze und sind existenzgefährdend. Wir brauchen tiefgreifende politische Maßnahmen, die Frauen entlasten, wie eine Arbeitszeitverkürzung, Maßnahmen, die Halbe-Halbe in der unbezahlten Arbeit garantieren, eine Umverteilung von Reichtum und vor allem einen starken Sozialstaat. Als sozialdemokratische Feministinnen kämpfen wir genau dafür: für Entlastung, Absicherung, aber darüber hinaus für das Recht auf ein gutes, selbstbestimmtes und würdevolles Leben für alle Frauen.“

Fotos von der Veranstaltung finden Sie hier:
https://www.flickr.com/photos/spoewien/albums/72177720307685586/with/52835883787/

(Schluss)

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