UNOS-Strategie gegen den Arbeitskräftemangel
Fachkräftemangel war gestern. Arbeitskräftemangel ist heute. Wie die jüngsten Zahlen der Statistik Austria zeigen, hat der Arbeitskräftemangel in Österreich ein nie da gewesenes Ausmaß erreicht. Eine Rolle spielen dabei die verschiedenen Krisen der vergangenen Jahre, aber „das Problem ist auch zu einem großen Teil hausgemacht“, kritisiert UNOS-Bundessprecher, Michael Bernhard die Untätigkeit der letzten Bundesregierungen. „Offenbar können die Mitglieder der Bundesregierung schlecht rechnen, denn dass die in den 1960er-Jahren geborenen Babyboomer in den 2020er-Jahren in Pension gehen werden, war ja wohl klar.
Was wir jetzt brauchen, ist eine breite Ansprache verschiedener Bevölkerungsgruppen, um mehr Menschen in Beschäftigung zu bringen. Und das rasch“, so Bernhard.
UNOS – Unternehmerisches Österreich fordern daher die umgehende Umsetzung eines Fünf-Punkte-Plans zur Belebung des Arbeitskräftemarkts und zur Sicherung des Standorts Österreich:
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Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr: Damit würden vor allem viel mehr Frauen in den Arbeitsmarkt (zurück)kehren oder ihre Arbeitszeiten erweitern.
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Schluss mit der Altersdiskriminierung: Wir brauchen Kollektivverträge, wo junge Menschen mehr verdienen und ältere nicht mit Zwang so viel, dass sie keine Anstellung mehr finden.
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Vereinfachung der Rot-Weiß-Rot-Karte: Für Unternehmen muss es einfacher werden, gut ausgebildete Menschen aus Drittstaaten in Österreich zu beschäftigen.
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Degressives Arbeitslosengeld: Es muss Anreize geben, damit arbeitslose Menschen wieder arbeiten gehen. Die aktuellen Regeln sind zum Teil kontraproduktiv und werden zur Inaktivitätsfalle.
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Runter mit den Lohnnebenkosten: UNOS fordern eine Senkung der Lohnnebenkosten um mindestens fünf Prozentpunkte, damit sich Erwerbsarbeit lohnt.
Bernhard: „Das Ziel muss sein, dass jeder Betrieb die Mitarbeiter:innen findet, die er braucht und jeder Mensch den Job findet, der für ihn passt. Wenn wir jetzt dafür nicht die richtigen Weichen stellen, führt das für unsere Unternehmen unweigerlich zu einem erheblichen Standortnachteil im internationalen Wettbewerb.“
UNOS – Unternehmerisches Österreich vertreten seit 2014 die Interessen liberal denkender Unternehmerinnen und Unternehmer und sind in fünf Wirtschaftsparlamenten präsent.
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