ORF-„matinee“-Doppel: Neujahrskonzert-Dacapo am Dreikönigstag, legendärer „Schwanensee“ mit Nurejew am Sonntag | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

ORF-„matinee“-Doppel: Neujahrskonzert-Dacapo am Dreikönigstag, legendärer „Schwanensee“ mit Nurejew am Sonntag

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Wien (OTS) – Gleich zwei glanzvolle TV-Kulturvormittage präsentiert ORF 2 in dieser Woche:
So lädt die „matinee“ am Dreikönigstag, am Freitag, dem 6. Jänner 2023, zum Dacapo des diesjährigen Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker (10.10 Uhr), einstimmend darauf stehen ab 9.05 Uhr der von Barbara Weissenbeck und Nicholas Pöschl gestaltete musikalische ORF-Film zur Konzertpause über „150 Jahre Wiener Weltausstellung“ sowie das Making-of zur Fernsehübertragung des glanzvollen Klassikevents „Hinter den Kulissen des Neujahrskonzerts“ (9.30 Uhr) auf dem Programm. Anschließend entdeckt eine Dokumentation von Anita Lackenberger „Träume aus Schokolade – Die Kunst des Pralinenmachens“ (12.00 Uhr). Beendet wird der Kulturvormittag von einer Ausgabe der Kurzreihe „Meisterstücke“ über die „Wiener Silber Manufactur“ (12.45 Uhr).
Am Sonntag, dem 8. Jänner, stellt die „matinee“ ab 9.05 Uhr in ORF 2 in der Sendung „Burgen und Schlösser in Österreich – Das Burgenland“ kulturell interessante Bauwerke im jüngsten Bundesland der Alpenrepublik vor, gefolgt vom Filmporträt „Ossy Kolmann – Der heitere Melancholiker“ (9.50 Uhr) in Erinnerung an den Publikumsliebling, dessen Geburtstag sich am 10. Jänner zum 95. Mal jährt. Anschließend präsentiert ORF 2 das wohl bekannteste Werk der Ballettliteratur als Verfilmung einer legendären Inszenierung: Zum 30. Todestag von Rudolf Nurejew steht dessen Choreografie des Tanzklassikers „Schwanensee“ (10.40 Uhr) zur Musik von Peter Iljitsch Tschaikowsky auf dem Spielplan, die 1967 in der Wiener Staatsoper Ballettgeschichte schrieb – getanzt von Nurejew selbst und seiner kongenialen Partnerin Margot Fonteyn.

Freitag, 6. Jänner:

„150 Jahre Wiener Weltausstellung“ (9.05 Uhr)

Der rund 25-minütige Film von Barbara Weissenbeck und Nicholas Pöschl ist eine musikalische Zeitreise ins geschichtsträchtige Jahr 1873, als Wien am Pratergelände die damals größte Weltausstellung ausrichtete und damit von einer kaiserlichen Residenzstadt zur weltoffenen Metropole wurde. Nie zuvor, nie danach hat sich die Stadt in so kurzer Zeit so stark verändert. Die ganze Welt traf sich damals hier – vom japanischen Tenno bis zum König von Hawaii – und seither gelang es Wien, sich als Stätte vieler internationaler Institutionen und als Ort der Begegnung zu behaupten. Beginnend im Musikverein, unter Mitwirkung des Neujahrskonzert-Dirigenten Franz Welser-Möst, taucht der Film in diese Geschichte ein und führt zu den magischen Schauplätzen der bisher einzigen Wiener Expo, die nach wie vor bestehen oder mittels aufwendiger Animationen und grafischer Effekte zum Leben erweckt werden. Mittendrin finden sich in verschiedenen Szenen einzelne Musiker/innen und Ensembles der Wiener Philharmoniker, die das historische Prater-Ambiente mit musikalischem Zeitkolorit zu einer fantastischen Kulisse machen.

„Hinter den Kulissen des Neujahrskonzerts“ (9.30 Uhr)

Thomas Bogensbergers alljährlicher Filmblick hinter die Kulissen zeigt auch diesmal die vielfältigen, über ein ganzes Jahr verteilten Vorbereitungen zur TV-Übertragung des Neujahrskonzerts. Schon bei der Playbackaufzeichnung für die Ballettnummern im Juni 2022 schwärmte Dirigent Franz Welser-Möst, weshalb er besonders viele, eher unbekannte Werke von Josef Strauss ins Programm nehmen wollte. Die Briten Emma Ryott als Kostümbildnerin und Ashley Page als Choreograf der Ballettnummern erzählten anlässlich des Drehs der Tanzeinlagen im August aus ihrer Werkstatt. Neben einem Besuch bei den Schauplätzen und den Tänzerinnen und Tänzern des Wiener Staatsballetts in Melk und Laxenburg zeigt die Making-of-Dokumentation auch die finalen Vorbereitungen zur Übertragung aus dem Wiener Musikverein Ende Dezember. Wie der hochkarätige „Pausenfilm“ zur einzigen Wiener Weltausstellung von 1873 entstanden ist, beschreibt Regisseurin Barbara Weissenbeck im Pratermuseum, wo das Orignal-Modell der berühmten, 1937 abgebrannten Rotunde steht.

Neujahrskonzert 2023 – Wiederholung (10.10 Uhr)

Stardirigent Franz Welser-Möst wurde von den Wiener Philharmonikern nach 2011 und 2013 zum dritten Mal eingeladen, das Neujahrskonzert zu dirigieren. Damit drückt das Orchester seine besondere Wertschätzung für die produktive künstlerische Partnerschaft aus, die beide seit 25 Jahren miteinander verbindet. Für sein drittes Neujahrs-Programm hat sich der Dirigent intensiv vorbereitet und schließlich ein ungewöhnliches, aber in hohem Maße interessantes Repertoire aus wenig gespielten Stücken zusammengestellt. Wie sehr Welser-Möst den „Symphoniker“ Josef Strauss schätzt, drückt sich u. a. in der Wahl von acht seiner Kompositionen aus, sieben davon Neujahrskonzert-Premieren.

„Träume aus Schokolade – Die Kunst des Pralinenmachens“ (12.00 Uhr)

Hinter jeder Praline steckt ein Stück Geschichte und Esskultur. Ob nach traditionellen Rezepten oder innovativen Ideen hergestellt – die süßen Gaumenfreuden gibt es in unzähligen Geschmacksrichtungen. Regionalität liegt im Trend, und erfinderische Pralinenmacher/innen gehören inzwischen zum Stadtbild von Kleinstädten. Von Kärnten über das Burgenland bis nach Südtirol führt die Doku von Anita Lackenberger, bei der auch die kulinarische Kulturgeschichte nicht zu kurz kommt.

„Meisterstücke: Wiener Silber Manufactur“ (12.45 Uhr)

Die Wurzeln der Wiener Silber Manufactur reichen bis ins Jahr 1882 zurück. Im Archiv finden sich ca. 11.000 Original-Entwürfe und Stanzen – unter anderem auch von Josef Hoffmann und Koloman Moser. Jedes Produkt wird mit dem Zeichen des vierblättrigen Kleeblattes versehen, welches die Gründung und die Zukunft des Traditionsbetriebs symbolisieren soll. Das Sortiment wird in aufwendiger Handarbeit nahe Wien hergestellt, ganz nach dem Credo der Wiener Werkstätte: „Lieber an einem Gegenstand zehn Tage arbeiten, als zehn Gegenstände an einem Tag herstellen“. Die „Meisterstücke“-Folge gestaltete Felix Breisach.

Sonntag, 8. Jänner:

„Burgen und Schlösser in Österreich – Das Burgenland“ (9.05 Uhr)

Hier wird alles Alte im besten Sinne bewahrt: In den Burgen und Schlössern des Burgenlandes verliert man sich in einer Fülle von Details, die facettenreich Geschichte erzählen. Die Burgdamen und Schlossherren des Burgenlandes legen höchsten Wert auf die Ausstattung ihrer Häuser, ob im stilvollen Hotel oder im randvollen Antiquitätenladen. Sie sind wahre Hüter historischer Details – sei es aus Familientradition oder aus purer Leidenschaft. Die von Fritz Aigner und Alfred Ninaus gestaltete spannende Reise durch das Burgenland beginnt mit einem Besuch in der Burg Bernstein, Heimat der Adelsfamilie Almásy. Weiter geht es auf der Burg Schlaining, danach auf Schloss Lackenbach, wo u. a. die für das Burgenland prägende Familie Esterházy residierte, anschließend zum Schloss Potzneusiedl sowie in die kleine Ortschaft Kittsee, die gleich zwei alte, sehr unterschiedliche Schlösser beheimatet.

„Ossy Kolmann – Der heitere Melancholiker“ (9.50 Uhr)

Erst Fernmeldetechniker, dann passionierter Kabarettist, Komiker und hauptberuflicher „Strizzi“: Der großartige Oswald „Ossy“ Kolmann brachte mehr als 50 Jahre lang die Österreicher/innen mit seiner unverkennbaren Art zum Lachen. Nach einer dreijährigen Ausbildung an der Schauspielschule der Gewerkschaft holte Karl Farkas den jungen Ossy 1958 ans Kabarett Simpl, wo seine Karriere begann. Nach Gastspielen am Operettenhaus Hamburg, am Theater an der Wien, am Wiener Volkstheater und dem Raimundtheater wurde er Mitglied des Volksopernensembles, wo er nahezu das gesamte Operettenrepertoire seines Fachs abdeckte. Ossy Kolmann drehte aber auch Filme und Serien und wirkte in Radioproduktionen mit. Berühmt wurde er vor allem in der TV-Rolle des Obers im Café Lotto und als ständig betrunkener Hotelgast in der ORF-Serie „Hallo – Hotel Sacher … Portier!“. Eine Parkinson-Erkrankung beendete schließlich 2016 seine Schauspieltätigkeit. Das Künstlerporträt gestaltete Günther Kaindlstorfer.

Ballettfilm „Schwanensee“ (10.40 Uhr)

Der „Schwanensee“ von Peter Iljitsch Tschaikowsky zählt zu den schönsten und meistaufgeführten Werken der Ballettliteratur. Es ist die Geschichte der in einen Schwan verzauberten Prinzessin Odette, die nur durch die Liebe des Prinzen Siegfried erlöst werden kann. Jene Version, die Rudolf Nurejew 1964 für das Wiener Staatsopernballett ersann, geht tragisch aus: Durch Täuschung wird die Liebe verraten, Odette muss am Ende ein Schwan bleiben und der Prinz versinkt in den wogenden Fluten des Schwanensees. Die Premiere, von Nurejew selbst und seiner kongenialen Partnerin Margot Fonteyn getanzt, schrieb Ballettgeschichte. Auch und vor allem deshalb, weil Nurejew die männliche Hauptrolle um ein Vielfaches aufgewertet und der Partie der Primaballerina gleichgestellt hatte. Anlässlich seines 30. Todestages am 6. Jänner erinnert der ORF an den unvergessenen Tänzer und Choreografen in seiner wichtigsten Rolle mit der von Truck Branss verfilmten Version des Werks aus dem Jahre 1967.

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