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Strasser: 120 Mio. Euro Stromkostenzuschuss für Landwirtschaft sichert Versorgung

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Der Österreichische Strompreisindex liegt um 336,6% höher als noch vor einem Jahr. "Die explodierenden Stromkosten sind das Damoklesschwert für unsere Bäuerinnen und Bauern. Nun gibt der Stromkostenzuschuss für die Landwirtschaft unseren Bauernfamilien wieder mehr Luft zum Atmen und kommt zielgerichtet und unbürokratisch an. Zusätzlich zu den bisherigen Unterstützungen, wie das 110 Mio. Euro schwere Versorgungssicherungspaket, können wir damit weiterhin eine stabile Versorgung mit Lebensmitteln gewährleisten", sagt Bauernbund-Präsident Abg.z.NR DI Georg Strasser

Der Stromkostenzuschuss wird in zwei Stufen ausbezahlt: 

1. Stufe: Pauschaler, flächen- und tierbezogener Zuschuss (je Hektar und Großvieheinheit) in der Höhe von rund 10,4 Cent/kWh

2. Stufe: Verbrauchsabhängiger Zuschuss für bestimmte stromintensive Betriebszweige basierend auf dem durchschnittlichen Jahresstromverbrauch der letzten zwei Jahre 

Die Agrarmarkt Austria wickelt den 120 Mio. Euro schweren Stromkostenzuschuss ab. Der Zuschuss in der ersten Stufe erfolgt automatisch auf Basis des Mehrfachantrages 2022. Betriebe ohne Mehrfachantrag können einen Antrag nachreichen. Gesonderte Anträge in der zweiten Stufe für stromintensive Betriebszweige müssen bis 15. April 2023 eingereicht werden. 

Strasser: Strompreis vom Gaspreis entkoppeln 

"Neben nationalen Entlastungsmaßnahmen wie dem Stromkostenzuschuss muss der Strompreis auf EU-Ebene neu definiert werden. Wir müssen das Problem an der Wurzel packen und den Strompreis vom Gaspreis entkoppeln", hinterfragt Strasser das Merit-Order-System. Er fordert die zuständigen Institutionen auf, umgehend Vorschläge für ein neu gestaltetes Marktdesign auf den Tisch zu legen. "Nichtsdestotrotz ist der Stromkostenzuschuss ein notwendiger Schritt zur Entlastung unserer Bauernfamilien. Jeder investierte Euro in die Landwirtschaft kommt in weiterer Folge der gesamten Gesellschaft zugute. Nur so kann garantiert werden, dass unsere Bäuerinnen und Bauern weiterhin die finanzielle Grundlage für ihr tägliches Schaffen beziehen, und verhindert werden, dass die Teller leer bleiben", so Strasser. (Schluss)

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