„Jetzt Leben retten!“: Weihbischof, Sargnagel und Toxische Pommes rufen mit 37 Organisationen zur Sammelaktion für Geflüchtete auf
"Räumt Eure Kästen aus! Die SOS Balkanroute sammelt wieder für Geflüchtete entlang der EU-Außengrenzen!“: Gemeinsam mit 37 unterschiedlichen Initiativen, Organisationen und Verbänden ruft die Wiener NGO erneut zu einer großen Sammelaktion im Wiener WUK am 28. und 29. November von 16 bis 21 Uhr auf.
Hacker: "Keinen Menschen vergessen"
„Jede Jacke, jeder Schlafsack und jedes Paar winterfester Schuhe retten auch dieses Jahr Menschenleben und Menschenwürde auf der Balkanroute. Den vierten Winter in Folge sind wir auf eure Empathie, Solidarität und Kleidungsspenden angewiesen,“ sagt Petar Rosandić, Gründer der SOS Balkanroute. Bei der Spendenannahme wird die Initiative diesmal von der Satirikerin Toxische Pommes, der Schriftstellerin Stefanie Sargnagel, der Influencerin Alexandra Stanić, den Musiker:innen EsRap und Roman Gregory unterstützt. „Jetzt mehr denn je sind wir dazu angehalten unsere Solidarität mit den Menschen zu teilen, die sie am Dringendsten benötigen. Weil kein Mensch vergessen werden soll“, ruft auch der Wiener Stadtrat Peter Hacker die Menschen zum Sammeln für Geflüchtete entlang der EU-Außengrenzen auf.
Weihbischof Scharl: „Helfen ist Gebot der Stunde“
Angesichts der hohen Zahlen auf der Balkanroute ist der Bedarf an Sachspenden in Bosnien-Herzegowina und Serbien erneut gestiegen. Geflüchtete Menschen sind nicht nur massiver Grenzgewalt ausgesetzt, sondern werden den Wintereinbruch in leerstehenden Fabriken und Wäldern erwarten. "Menschen im Stich zu lassen, die dringend Hilfe benötigen, geht nicht. SOS Balkanroute ist zu einem wichtigen humanitären Leuchtturm für Menschen in Not geworden. Helfen wir SOS Balkanroute zu helfen", ruft SOS Mitmensch-Sprecher Alexander Pollak zur Unterstützung der Sammelaktion für Geflüchtete auf.
Unterstützung bekommt die Initiative von einer Vielzahl von verschiedenen zivilgesellschaftlichen Organisationen, aber auch aus der Erzdiözese Wien. „Menschen helfen ist immer ein Gebot der Stunde, gerade auch jetzt, wenn es kälter und unwirtlicher wird“, so der Wiener Weihbischof Franz Scharl zur Sammelaktion.
Stanić: „Wir dürfen nicht wegsehen“
Journalistin und Influencerin Alexandra Stanić wird erneut selbst anpacken, weil sie das Leid der Menschen entlang der EU-Außengrenzen vor Ort selbst kennt. „Ich war selbst an der bosnisch-kroatischen Grenze und habe die Erlebnisse Geflüchteter dokumentiert. Was an den EU-Grenzen passiert, ist furchtbar und ist ein unfassbares politisches Versagen der Verantwortlichen. Jede*r EU-Politikerin weiß, dass dort Menschenrechte verletzt werden. Wir müssen Initiativen wie SOS Balkanroute unterstützen, sie helfen vor Ort, akut, und fangen Personen ab, die Flucht-Trauma und Polizeigewalt erlebt haben“, so die Influencerin.
Der gebündelte Trotz der Zivilgesellschaft: „37 Organisationen stehen dahinter“
Während das vierte Jahr in Folge Menschen in Gefahr sind an den EU-Außengrenzen zu erfrieren und auch die Menschenrechtsverletzungen gegenüber geflüchteten Menschen nicht abnahmen, sondern geflüchtete Menschen der SOS Balkanroute vor laufender Kamera schilderten wie österreichische Polizist:innen an den ihnen zugefügten Verletzungen durch ihr Handeln beteiligt waren, trotzt die Zivilgesellschaft der Politik. „Die österreichische Regierung stellt erneut die verbindlich geltende Europäische Menschenrechtskonvention und hiermit die demokratischen Grundwerte in Frage, während sie an den EU-Außengrenzen zum Handlager rechts-nationalistischer Regierungen wird, um gemeinsam mit der ungarischen und serbischen Regierung Jagd auf Schutzsuchende zu machen“, kritisiert Petar Rosandić.
Die Asylkoordination, der Verein Ute Bock oder das Black Voices Volksbegehren beteiligen sich ebenso an der Sammelaktion, wie die Muslimische Jugend Österreichs oder die österreichischen Jüdischen Hochschüler:innen, die Junge Linke oder die österreichische Gewerkschaftsjugend – sie alle schließen sich dem permanenten Widerstand gegen das Sterben an den EU-Außengrenzen an und helfen beim Sortieren der überlebensnotwenigen Winterkleidung.
Liste der teilnehmenden Intiativen:
Ankommen in Wien, Gedenkdienst, Asylkoordination, System Change, not Climate Change, Courage, Österreichische Kinderfreunde, Junge Generation, Muslimische Jugend Österreichs, Junge Liberale NEOS, Rote Falken, Fairplay, Ute Bock Flüchtlingsprojekt, Aktion kritischer Schüler:innen, Pfarrnetzwerk Asyl, SOS Mitmensch‚ #aufstehn, Jüdische Österreichische Hochschülerinnen, LINKS, Grüne Jugend, Bosnisch und herzegowinisch-österreichische Jugend, Österreichische Hochschüler:innenschaft, Plattform für eine menschliche Asylpolitik, Kommunistischer Studentenverband, Komintern, Kommunistische Jugend Österreichs, Black Voices Volksbegehren, Österreichische Gewerkschaftsjugend, Katholische Aktion Österreich, , Junge Linke Wien, Sozialistische Jugend Wien, Honigdachs Hip-Hop Label, Omas gegen Rechts, Jugendrat, Offensive gegen Rechts, Klosterneuburg hilft, Seebrücke Herzogenburg
Große Sammelaktion für Geflüchtete in Wien
Den vierten Winter in Folge sind wir erneut auf eure Solidarität und Empathie angewiesen: Wir rufen daher – mit 37 unterstützenden Organisationen und Initiativen – am 28. und 29. November wieder zur gemeinsamen Sammelaktion im WUK auf.
❌WANN & WO ❌
WUK
Währingerstr. 59, 1090 Wien (gleich bei der U6 Volksoper in der Nähe)
– 28.11.2022, 16 bis 21 Uhr
– 29.11.2022, 16 bis 21 Uhr
Datum: 28.11.2022, 16:00 – 21:00 Uhr
Ort: WUK
Währinger Straße 59, 1090 Wien, Österreich
Url: https://www.facebook.com/events/1387890594950301/1387890604950300/?active_tab=about
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