Härtefallfonds: Harald Mahrer schikaniert eigene Mitglieder
Wien (OTS/SWV Wien) – „Die Prüfung durch E&Y (Ernst &Young) ist eine pure Verhöhnung der Mitglieder der Wirtschaftskammer, die durch die Lockdowns massive Umsatzeinbußen hinnehmen mussten. Im Schnitt haben die Unternehmen 1.100 Euro pro Antrag aus dem Härtefallfonds bezogen. Allein der Aufwand für den Steuerberater bei der Beantwortung der insgesamt 110 (!) Fragen frisst davon nun einen Gutteil wieder auf“, empört sich Marcus Arige, Präsident des SWV WIEN.
Mehrere Millionen Euro: WKO-Mitglieder zahlen sich die Überprüfung selbst
Im Jahr 2020 wurde zur Verwunderung politischer Beobachter*innen von der damaligen Kurz-Regierung beschlossen, den Härtefallfonds nicht über das Finanzamt, sondern über die Wirtschaftskammer abzuwickeln. „Bereits damals wurden Stimmen laut, dass dies eher der ÖVP-Parteilogik entsprach als dem Hausverstand. Die Unternehmen bezahlen mit ihren Mitgliedsbeiträgen jedoch nicht nur die Abwicklung, sondern jetzt auch die kostspielige Überprüfung im Umfang von mehreren Millionen Euro. Anstatt die Interessen der Unternehmer*innen zu vertreten, ist die WKO nun in diesem Verfahren als Auftraggeber von E&Y in einem eklatanten Interessenskonflikt. Die Mitglieder sind zu Recht fassungslos“, konstatiert Arige.
Ein Bürokratiemonster wird auf Unternehmen gehetzt
Während die ÖVP und der Wirtschaftsbund gerade selbst in unzählige Skandale verwickelt sind, wird mit der Beantwortung der 110 Fragen nun ein Bürokratiemonster auf sie gehetzt. Arige dazu: „Harald Mahrer sollte lieber seinen Wirtschaftsbund von Ernst & Young prüfen lassen, und seinen eigenen Sumpf trockenlegen, bevor er anfängt, anständige und hart arbeitende EPU und KMU zu schikanieren.“
Tausende Unternehmen im Land werden in das Sample von E&Y fallen. Die Frist der Beantwortung ist dabei derart kurz, dass insbesondere EPU sowie Klein – und Mittelbetriebe (KMU) ihre Kunden und ihr Geschäft wohl vernachlässigen werden müssen, um sich der Prüfung zu widmen. Dabei sollte gerade jetzt der Fokus auf die wirtschaftlichen Herausforderungen durch Corona und den Ukraine-Konflikt stehen.
Der SWV WIEN hat eine Petition gestartet zum Stopp dieser schikanösen Gängelung von EPU und KMU:
[https://unterstuetzen.swv.wien/haertefallfond]
(https://deref-gmx.net/mail/client/-q8Z3iViXNs/dereferrer/?redirectUr
l=https%3A%2F%2Funterstuetzen.swv.wien%2Fhaertefallfond%3Ffbclid%3DIw AR3Qf5TRqAcZ8Fu-gQm5u3INS_GzQL3cjqPmZzuwxziAXCyKFp86ceTfkQg) Betroffene können sich gerne anonym unter folgender E-Mail-Adresse info@swv.org an den SWV WIEN wenden.
Über den SWV Wien
Der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband Wien ist die Interessenvertretung der Kleinst-, Klein- und Mittelbetriebe sowie der Ein-Personen-Unternehmen. Der SWV ist die sozialdemokratische Fraktion in der Wirtschaftskammer Wien und eine Vorfeldorganisation der SPÖ.
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