AK zu Energiekostenausgleich: Effizientere Unterstützung notwendig! Noch lange nicht alle Probleme gelöst.
Wien (OTS) – Für die AK ist die Umsetzung des Energiekostenausgleichs eine suboptimale Lösung. Weitere akute Probleme bleiben darüber hinaus ungelöst. „Wir brauchen wir brauchen stabile, leistbare Tarife, mehr Rechte in der Nah- und Fernwärme, einen One-Stop-Shop zum Heizkesseltausch und einen Energie- und Klimahilfsfonds, um nur einige Maßnahmen zu nennen“, erklärt AK Energieexpertin Sandra Matzinger.
Die von der AK geforderte befristete Reduzierung der Umsatzsteuer auf Strom und Gas und eine deutliche Erhöhung der Heizkostenzuschüsse der Länder hätte bereits mit Jahresbeginn umgesetzt werden können, wäre in der Abwicklung viel leichter und würde somit jetzt schon zu spürbaren Entlastungen führen. Ein solches Maßnahmenbündel hätte auch dort besser geholfen, wo die Betroffenheit besonders groß ist. Denn die von der Regierung vorgestellten 150€ entlasten zwar alle Haushalte hinsichtlich gestiegener Stromkosten. Menschen, die mit Gas heizen sind aber zusätzlich von massiven Preissteigerungen betroffen.
Die AK hat bereits im Herbst ein Schutzpaket gefordert und kritisiert erneut, dass Vertreter:innen der Konsument:innen bei den Verhandlungen zur Bewältigung der Energiekrise nicht mit am Tisch sitzen. „Seit Monaten wenden sich besorgte Energiekund:innen an die AK, weil sie mit massiven Preissteigerungen seitens ihrer Energielieferanten konfrontiert sind oder sie beispielsweise von ihrem Anbieter einfach gekündigt werden“, so Matzinger.
Den Vorstoß der E-Wirtschaft, den Abschaltverzicht bis Ende Mai fortzusetzen und auch, dass einige Unternehmen ihre Mittel für die Soforthilfe von Härtefällen aufstocken, begrüßt die Arbeitskammer. „Angesichts der Tatsache, dass die Gewinne einiger großer Stromversorger mit den Energiepreisen massiv gestiegen sind, sehen wir bei diesen Unternehmen aber noch jede Menge Luft nach oben was die Dotierung ihrer Sozialfonds betrifft!“ erklärt die AK Energieexpertin.
Mit dem Energiekostenausgleich sind aber noch lange nicht alle Probleme gelöst. „Hier ist die Regierung dringend gefordert auch Vertreter:innen der Konsument:innen endlich mit an den Tisch zu holen“, betont Matzinger. Es geht um stabile, leistbare Tarife, mehr Rechte in der Nah- und Fernwärme, einen One-Stop-Shop zum Heizkesseltausch und einen Energie- und Klimahilfsfonds.
Auch müssen – neben diesen kurzfristigen Maßnahmen – endlich mittelfristig praktikable Maßnahmen zur Unterstützung der Konsument:innen in der Energiewende getroffen werden. Vor allem vor dem Hintergrund, dass laut neuesten Prognosen die Energiepreise bis 2023 hoch bleiben werden- die Stromkosten vermutlich sogar noch länger. Eine dauerhafte Senkung der Umsatzsteuer auf erneuerbaren Strom, wie es auch Wifo Chef Felbermayr gefordert hat, fordert die AK ebenfalls schon länger. Nur so kann die notwendige Akzeptanz für die Energiewende hergestellt werden.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. Arbeiterkammer Wien