Neue Volkspartei Simmering stimmt Ausweitung des Parkpickerls zu
Wien (OTS) – „Wir stimmen der Ausweitung des Parkpickerls in Simmering zu“, erklärt Bezirksparteiobmann Wolfgang Kieslich. „Unsere Zustimmung erfolgt jedoch nicht aus der Überzeugung, sondern aus Mangel an Alternativen. Besser ein nicht perfektes Modell, als gar kein Parkpickerl in den Verdrängungszonen.“
Die neue Volkspartei Simmering war bisher gegen das Parkpickerl, weil die schwerwiegenden Fehler der Wiener Parkraumbewirtschaftung auch auf Simmering ausgedehnt wurden. „Die Stadtregierung hat bereits mehrfach ein neues Modell der Parkraumbewirtschaftung angekündigt. Der unübersichtliche Wiener Fleckerlteppich muss endlich reformiert und eine transparente, nachvollziehbare Parkraumbewirtschaftung mit Lenkungseffekten umgesetzt werden. Das 3-Zonen-Modell der neuen Volkspartei liegt bereits seit Jahren am Tisch“, so Kieslich.
In Simmering nimmt indes der Druck aus den Nachbarbezirken und durch die Pendler immer mehr zu. Mit dem Effekt, dass in vielen Bezirksteilen Simmerings die Parkplätze von Nicht-Simmeringern und Nicht-Wienern verstellt werden. „Damit finden die Menschen aus unserem Bezirk zu manchen Tageszeiten kaum Parkplätze. Hier ist die Stadt Wien säumig, ein landesweites Modell vorzulegen! Das Parkpickerl der Gemeinde Wien, das weder unterschiedliche Tarifzonen kennt, unnötig früh beginnt und unnötig spät endet und sehr uneinheitlich ist, konnte in der Zone A noch etwas abgemildert werden. So gilt es nur zwischen 9:00 und 19:00 Uhr werktags. Wir verlangen, dass dies bei einer Ausdehnung auf den ganzen Bezirk so bleibt!“
Das Ergebnis der Vorher-Nachher-Untersuchung des Parkpickerls lässt keine eindeutigen Schlussfolgerungen zu:
- Die Auslastung in den parkraumbewirtschafteten Bereichen in Simmering ist zwischen 9 und 19 Uhr von 84% auf 66% gesunken, abends (20-22 Uhr) von 90% auf 86%.
- In der Nacht, also ab 22 Uhr, gibt es allerdings kaum Auswirkungen.
- Die Arbeitsplatzdichte scheint relevant für die Parkplatznutzung zu sein. In Bereichen mit hoher Wohnungs- und Arbeitsplatzdichte werden leere Parkplätze dort wohnhafter Arbeitstätiger (mit Auto) untertags von anderwertig wohnenden Arbeitstätigen genutzt, z.B. Gebiet 2 (Gasometerumfeld), Gebiet 4 (Geiselberg/Leberstraße) etc. In
nicht-parkraumbewirtschafteten Bereichen ist die Anzahl der Dauerparker sichtlich höher, die Anzahl der Nicht-Wiener Kennzeichen beträgt dort bis zu 40%. Der Grund sind wohl die Wochenpendler. - Die Verdrängung aus den parkraumbewirtschafteten Bereichen
in nicht bewirtschaftete mit öffentlicher Anbindung. - Hohe Firmen-PKW und LKW-Parkdichte in einigen Bereichen,
auch in gemischten und angrenzenden Wohnbereichen.
„Wir halten das bezirksweite Parkpickerl in Ermangelung anderer landesweiter Lösungen für notwendig“, so Kieslich. Ausnahmen (Industriegebiete, Kleingartensiedlungen, Gärtnergebiete, u.a.) seien allerdings unverzichtbar: Es müsse dort Sonderregelungen geben, um nicht die Parkplatzsuchenden in Zukunft genau dorthin zu locken. „Wir setzen uns im Sinne der Simmeringer für vernünftige Regelungen ein, um das Parkplatzproblem so weit als möglich zu lösen, aber unnötige Folgewirkungen einzuschränken. Einem Wohnzonenmodell, wie bei den Grünen diskutiert, werden wir jedenfalls nicht zustimmen!“
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. Die neue Volkspartei Wien