Schallenberg: „Österreich setzt sein humanitäres Engagement in Afrika konsequent fort.“
Wien (OTS) – Im Ministerrat vom 27. November 2019 beschloss die Bundesregierung die Auszahlung humanitärer Mittel in Höhe von insgesamt 1,4 Millionen Euro. 900.000 Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds werden für Hilfsaktivitäten in Äthiopien bereitgestellt, eine weitere halbe Million Euro soll zur Linderung der humanitären Notsituation nach Burkina Faso fließen. In beiden Ländern werden die Mittel dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) zur Sicherstellung der humanitären Versorgung der Bevölkerung zur Verfügung gestellt.
„Die Auswirkungen des Klimawandels und Konflikte in der Region belasten Äthiopien weiterhin schwer. Wir müssen jetzt handeln um Entwicklungserfolge abzusichern und Migrationsursachen vor Ort zu bekämpfen“, so Außenminister Alexander Schallenberg.
Äthiopien ist eines der vom Klimaphänomen El Niño am stärksten betroffenen Länder. Zwei aufeinanderfolgende Dürreperioden führten das Land an den Rand einer Hungersnot. Ethnische Spannungen führen überdies zu anhaltender Gewalt, laut Angaben des Humanitären Büros der Europäischen Kommission (ECHO) wurden beinahe drei Millionen Menschen zu Binnenvertriebenen. Äthiopien ist auch massiv von den Konflikten in der Region betroffen, fast eine Million Flüchtlinge aus den angrenzenden Staaten kamen ins Land. Mit den dem IKRK zur Verfügung gestellten Mitteln unterstützt Österreich die Versorgung der betroffenen Bevölkerung mit Nahrungsmitteln, Haushaltsutensilien und Zugang zu Trinkwasser.
Eine halbe Million Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds wird dem IKRK zur Linderung der humanitären Notsituation in Burkina Faso zur Verfügung gestellt.
„Wir unterstützen das Internationale Komitee vom Roten Kreuz beim Aufbau von Wasserversorgung, Gesundheitsdiensten und Anstrengungen zum Schutz der Zivilbevölkerung in unserem Schwerpunktland Burkina Faso. Wir leisten damit auch einen Beitrag, um den notleidenden Menschen vor Ort eine Perspektive zu bieten. Österreich setzt sein humanitäres Engagement konsequent fort“, so der Außenminister.
Burkina Faso zählt zu den zehn ärmsten Ländern weltweit. Die Probleme sind vielfältig, die humanitäre Lage verschlechtert sich rapide. In weiten Teilen des Landes wurde der Ausnahmezustand verhängt, die Konflikte im angrenzenden Mali und Niger sorgen für steigende Unsicherheit und eine dramatische Zunahme der Zahl der Vertriebenen. Im Jahr 2018 kam es zur bedrohlichsten Nahrungsmittelknappheit der jüngeren Vergangenheit. Auch Burkina Faso leidet unter den Folgen des Klimawandels, lange Dürreperioden und akute Wasserknappheit bedrohen die Ernährungssicherheit der Bevölkerung.
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