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OCG Horizonte: Mit intelligenten Algorithmen den Verkehr der Zukunft planen

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Wien (OTS) – Elektroauto, E-Scooter, Drohne, Skateboard mit Antrieb, Car-Sharing oder Citybikes – der Wunsch nach individueller Mobilität der Menschen und die neuen Technologien haben viele neue Bewegungs-Möglichkeiten hervorgebracht. Damit sind auch innovative Wege in der Verkehrs-Infrastruktur-Planung notwendig. Die IT bzw. intelligente Alogrithmen können da entscheidend unterstützen – genau dazu wird Prof. Günther Raidl von der TU Wien am 28.11. in einem Vortrag im Zuge der Reihe „OCG Horizonte“ in der [Österreichischen Computer Gesellschaft (OCG)] (http://www.ocg.at) aus Forschung und Praxis berichten. Mit den [„OCG Horizonten“] (https://www.ocg.at/de/horizonte) wird die OCG ihrer Rolle als Thinktank für Informatik und IKT gerecht, die Veranstaltungen werden in Kooperation mit AUSTRIAPRO und der Wirtschaftsagentur durchgeführt.

Um neue Verkehrsinfrastruktur aufzubauen oder eine gegebene zu erweitern, sind eine Vielzahl an Daten zu erheben, richtig zu verknüpfen, weitere Daten zu prognostizieren und darauf abgestimmte Entscheidungen zu treffen. Natürlich ist es naheliegend, moderne computerbasierte Techniken für eine bestmögliche Planung zu verwenden. Aber wie sieht die bisherige Praxis aus? Und wie können effiziente Algorithmen, Methoden der künstlichen Intelligenz, und sogenannte Nutzer-kooperative Ansätze dabei helfen, zu besseren Lösungen zu kommen? Dazu wird Prof. Raidl Antworten geben und mit den Zuhörern über intelligente Verkehrsmodelle und Planung der Zukunft diskutieren.

Als konkretes Beispiel wird etwa die Erweiterung eines stationsbasierten Fahrradverleihsystems in einer Großstadt präsentiert (FFG Projekt in Kooperation mit dem AIT). „Moderne Algorithmen können dabei helfen, eine geeignete bzw. idealerweise „eine beste“ Auswahl an Standorten mit entsprechender Dimensionierung zu finden“, erklärt Raidl. „Letztlich hängt die tatsächliche Lösungsqualität aber ganz erheblich von der Güte der Eingabedaten und der Daten-Verknüpfung ab“, so Raidl weiter. Das bedeutet:
Geographische Gegebenheiten, demographische Daten, vorhandene öffentliche Verkehrsmittel, Parkplätze, spezielle Orte wie Schulen, Arbeitsstätten, Einkaufsmöglichkeiten und nicht zuletzt Ergebnisse von Umfragen potentieller Nutzer müssen einbezogen werden.

In der Frage der Standortoptimierung arbeitet Raidl in einem aktuellen Forschungsprojekt etwa auch mit Honda Research zusammen. Dabei werden auch die User miteinbezogen: „Über ein geeignetes webbasiertes System und Ansätze der sogenannten Gamifikation sollen Nutzer mit möglichen individualisierten Lösungsszenarien konfrontiert werden, zu denen sie Bewertungen und Verbesserungsvorschläge abgeben können. Eine Machine Learning Komponente soll so die tatsächlichen Bedürfnisse der potentiellen Nutzer und Beschränkungen in der realen Welt schrittweise lernen und im Kreislauf mit einem effizienten Optimierungsalgorithmus zu insgesamt zuverlässigeren Lösungen finden“, erläutert Raidl das Projekt.

OCG Horizonte: Intelligente Mobilität der Zukunft. Mit Prof. Günther Raidl, TU Wien. 28.11.2018, 18 Uhr, OCG, Wollzeile 1, 1010 Wien. [https://www.ocg.at/de/ocg-horizonte-november
] (https://www.ocg.at/de/ocg-horizonte-november)Die Veranstaltung ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten.

Zur PERSON: Günther Raidl forscht und lehrt an der TU Wien am Institut für Logic and Computation. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Entwicklung effizienter Algorithmen zur automatisierten Lösung komplexer Planungs- und Optimierungsaufgaben. Betrachtete Anwendungsgebiete liegen unter anderem im Bereich der Transportoptimierung, dem Scheduling, verschiedenen Pack- und Verschnitt-Optimierungsaufgaben und Fragestellungen in der Bioinformatik. [https://www.ac.tuwien.ac.at/people/raidl/]
(https://www.ac.tuwien.ac.at/people/raidl/)

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