CARE zu Österreichs Entwicklungszusammenarbeit: Zu viele Worte, zu wenig Taten | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

CARE zu Österreichs Entwicklungszusammenarbeit: Zu viele Worte, zu wenig Taten

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Wien (OTS) – „Die Regierung bekennt sich im aktuellen Regierungsprogramm dazu, die Entwicklungszusammenarbeit auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens zu erhöhen. Allerdings steht dem Vorhaben die Tatsache im Weg, dass die Hilfe Österreichs nur mehr 0,3 Prozent beträgt“, kommentiert Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich, die im aktuellen „[Aidwatch“-Report]
(https://concordeurope.org/wp-content/uploads/2018/10/CONCORD_AidWatc
h_Report_2018_web.pdf)“ von CONCORD veröffentlichten Zahlen für das Jahr 2017. Davon ist ein Viertel überhaupt „Phantomhilfe“: also Hilfe, die nie vor Ort ankommt, sondern in Österreich bleibt. Lediglich 0,23 Prozent bleiben für die Hilfe vor Ort über. Im Vergleich zu 2016 (ODA-Leistung 0,42 Prozent) bedeutet das eine signifikante Reduzierung der Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit.

Die Anzahl der globalen Krisen und humanitären Katastrophen hat sich jedoch nicht reduziert – im Gegenteil: „Die Zahl der Flüchtlinge und Vertriebenen ist weltweit so hoch wie überhaupt nie zuvor. Hunderttausende Menschen im Südsudan, Jemen, Tschad, in Niger und vielen weiteren Staaten sind von Hunger bedroht. Die Nothilfe für zahlreiche Krisenherde weltweit ist schwer unterfinanziert“, berichtet Barschdorf-Hager. „Wann, wenn nicht jetzt, ist Zeit zu handeln?“ Sie weist darauf hin, dass das begrüßenswerte Bekenntnis zu einer „stärkeren Hilfe vor Ort“ – also Hunger bekämpfen, Frauen wirtschaftlich stärken, Landwirtschaft und Bildung verbessern – auch im aktuellen Regierungsprogramm steht: „Die Bereitschaft, diese Ankündigungen im Regierungsprogramm entsprechend umzusetzen, erkenne ich bisher jedoch nicht.“

[CARE] (http://www.care.at ) ist eine der weltweit größten privaten Hilfsorganisationen im Kampf gegen Armut, deren Arbeit – nachhaltige Entwicklungsprojekte, Katastrophenhilfe und Wiederaufbau – im Vorjahr rund 63 Millionen Menschen zu Gute kam.

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