Helga Krismer: Schildbürgerstreich des Monats: „Mit 140 km/h in die Klimakatastrophe. – Da Hofa war`s“ | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Helga Krismer: Schildbürgerstreich des Monats: „Mit 140 km/h in die Klimakatastrophe. – Da Hofa war`s“

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St. Pölten (OTS) – Dieser Jahrhundertsommer mit seiner Hitze und Trockenheit hat nun hoffentlich alle Skeptiker der Klimakatastrophe überzeugt. „Menschen verlangen endlich Maßnahmen gegen Hitze, Dürre und Überschwemmungen. Minister Hofer handelt fahrlässig mit 140 km/h auf der Autobahn“, kritisiert Klubobfrau Helga Krismer scharf diese Aktion und zeichnet sie als Schildbürgerstreich des Monats aus.

Tempo 140 erhöht Spritverbrauch, Schadstoffausstoß und Unfallrisiko. Schnelleres Tempo bedeutet aber auch mehr Sprit-Verbrauch und Abgase: Konkret ist bei 140 km/h mit einem Fünftel mehr Schadstoff-Emissionen als bei 130 km/h zu rechnen. Im Vergleich zu Tempo 100 erhöhen sich die Emissionen sogar um 50%. Der Preis für 10 km/h schneller Fahren sind 24 Prozent mehr ausgestoßene Stickoxiden, 11 Prozent bedeuten mehr Auspuff-Partikeln und 12 Prozent mehr CO2-Emission.

Die TU Graz hat mit dem „NEMO – Network Emission Model“ berechnet, dass Tempo 140 bei Pkw den Schadstoffausstoß von Stickoxiden (NOx) um 21 Prozent gegenüber Tempo 130 und sogar um über 50 Prozent gegenüber Tempo 100 steigern würde. Das alles verschlechtert massiv die Luftqualität der Menschen, was sich vor allem auf die Wohnbevölkerung in der Nähe von Autobahnen auswirkt. Zudem verursacht Umweltverschmutzung – langfristig – mehr Kosten.

Wegen andauernder Überschreitungen des EU-Grenzwerts für Stickstoffdioxid hat die Europäische Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich eingeleitet. Tempo 140 birgt daher eine doppelte Gefahr: Es führt zu mehr Verkehrsunfällen auf unseren Autobahnen und sorgt für einen dramatischen Anstieg der gesundheitsschädlichen Schadstoffe.

„Wenn Minister Hofer in Niederösterreich schneller von A nach B kommen möchte, dass soll er sich endlich um den Verkehrsdienstevertrag in der Ostregion kümmern“, so Helga Krismer appellierend.

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