NEOS zu Pensionen: ÖVP und FPÖ verraten die junge Generation
Wien (OTS) – Kritik übt NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker an dem heutigen Beschluss des Ministerrates, die Pensionen erneut außertourlich über der Inflation anzuheben, ohne zugleich eine echte Reform auch nur anzudenken: „Damit durchbricht die Regierung nicht nur das Versicherungsprinzip und schafft weitere Anreize, frühzeitig in Pension zu gehen, sie lässt auch noch die Jungen für ihr populistisches Zuckerl zahlen. Das ist ein verantwortungsloser Verrat an der jungen Generation.“ Loacker macht darauf aufmerksam, dass die außertourliche Erhöhung mehrere hundert Millionen Euro allein im ersten Jahr kostet: „Weil die Versicherten diese Erhöhung in die nächsten Jahre mitnehmen, vergrößert dieses Geschenk das Pensionsloch um Milliarden. Zahlen müssen das die Jungen, die bis 2060 eine um ein Viertel niedrigere Ersatzrate haben werden und zusätzlich den Schuldenberg übernehmen müssen.“
Regierung will von eigentlichen Herausforderungen ablenken
Es sei absurd, dass die Regierung die Mittel des AMS für die Qualifizierung älterer Arbeitnehmer_innen kürzt und zugleich einen Anreiz setzt, möglichst früh in Pension zu gehen: „Die Frühpensionisten mit den kleineren Pensionen bekommen die größeren Erhöhungen. Wer über lange Jahre viel gearbeitet und hohe Beiträge bezahlt hat, bekommt weniger.“ Mit dem Pensions-Zuckerl wolle die Regierung nur vor den eigentlichen Herausforderungen im Pensionssystem ablenken. „Wirklich sinnvoll wäre es, endlich die unterschiedlichen Systeme zu harmonisieren. Wenn ÖVP und FPÖ nicht nur Marketing-Gags liefern wollen, dann müssen sie bei den Pensions-Privilegien ihrer eigenen Klientel anfangen – also bei den Beamten. Auch die Luxuspensionen in OeNB, Kammern, Sozialversicherung und bei den Energieversorgern lässt die Regierung unangetastet. Ein gemeinsames Pensionsrecht für alle Österreicherinnen und Österreicher rückt durch diese Untätigkeit in weite Ferne“, kritisiert der NEOS-Sozialsprecher.
Nur eine Pensionsautomatik garantiert ein enkelfittes
Pensionssystem
Dabei wäre gerade jetzt eine echte Pensionsreform überaus wichtig. „Wenn die Regierung tatsächlich etwas für Niedrigpensionisten und die Jungen tun wollen, dann braucht es eine echte Pensionsreform. Nur eine Pensionsautomatik garantiert die finanzielle Nachhaltigkeit der finanziellen Absicherung im Alter und ein enkelfittes Pensionssystem. Das NEOS-Konzept einer Flexipension bietet dabei den Menschen die Möglichkeit, den Zeitpunkt ihres Pensionsantritts flexibel zu wählen – bei voller Information, wie hoch ihre Pension sein wird, wenn sie länger arbeiten“, zeugt Loacker abschließend auf.
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