ÖBB-Chef Matthä über Führung: Präsenz im Büro schlägt Fernsteuerung von zu Hause

In einem Interview äußerte sich der langjährige CEO der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), Andreas Matthä, eindrucksvoll zur modernen Führungskultur im Verkehrssektor. Besonders deutlich sprach er sich gegen Homeoffice als alleinige Führungsmethode aus – seine klare Botschaft lautet: Besser, im Büro zu sein als mit der Fernsteuerung zu Hause.

Matthä argumentiert, dass Führungskräfte durch physische Präsenz weit effektiver auf ihre Teams wirken können. Der persönliche Kontakt fördere nicht nur die Kommunikation, sondern auch das Vertrauen und die schnelle Reaktionsfähigkeit – zentrale Faktoren für ein innovatives und agiles Management in einem so komplexen Umfeld wie dem Bahnverkehr.

Der ÖBB-Chef hebt die weiterhin wichtige Rolle klassischer Reformen hervor. Dabei müssen traditionelle Strukturen mit modernen Technologien kombiniert werden, um Wettbewerbsvorteile gegenüber staatlichen Konkurrenten – etwa der Deutschen Bahn – zu sichern. Im Vergleich zur DB sieht Matthä die ÖBB als einen der Vorreiter im Bereich Digitalisierung und kundenorientierter Prozesse.

Seine Haltung widerspricht dem Trend zu vollständig remote geführten Unternehmen und unterstreicht, dass trotz aller technischer Möglichkeiten Leadership durch Anwesenheit und direkte Interaktion an Wert gewinnt. Diese Einstellung ist gerade für Maturanten interessant, die sich mit den aktuellen Herausforderungen und Chancen der Unternehmensführung auseinandersetzen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Matthäs Aussagen ein Plädoyer für eine ausgewogene Führungskultur darstellen, welche die Vorteile digitaler Arbeitsmodelle nutzt, aber menschliche Nähe und physische Zusammenarbeit nicht vernachlässigt. Damit setzt der ÖBB-Chef signalstark auf Zukunftsfähigkeit durch echte Präsenz.

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