ÖAMTC warnt vor Sicherheitsmängeln bei Kindersitzen

Der Mobilitätsclub ÖAMTC und seine Partnerorganisationen testen gerade verschiedene Kindersitze, um ihre Sicherheit zu überprüfen. Die vollständigen Testergebnisse werden am 26. Mai 2026 veröffentlicht. Schon jetzt zeigt sich, dass einige Produkte große Sicherheitsprobleme haben. ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl erklärt dazu: “Bei den Crashtests lösten sich einige Sitze aus der Basisstation und wurden durch das Fahrzeug geschleudert. In der Praxis birgt ein solcher Aufprall ein erhebliches Verletzungsrisiko.” Das bedeutet, dass die Sitze bei einem Unfall nicht sicher im Auto bleiben.

Besonders betroffen sind sogenannte White-Label-Kindersitze. Das sind viele ähnliche Modelle, die technisch fast gleich sind, aber unter verschiedenen Markennamen verkauft werden. Händler kaufen diese Sitze oft in großen Mengen über Plattformen wie „Alibaba“ ein und passen sie optisch an. Namen wie „Ding Aiden 360“, „Kidiz 360“, „Kids Zone i-Size 360“, „Buf Boof Tweety Plus“, „Miophy i-Size 360“, „Xomax 946i“ oder „Lettas i-Size 360“ findet man deshalb auf verschiedenen Online-Webseiten. Obwohl die Sitze unterschiedlich aussehen, sind sie fast identisch gebaut und zeigen ähnliche Schwächen im Sicherheitstest.

Auch außerhalb dieser White-Label-Gruppen gab es Probleme: Beim Modell „Kinderkraft Mink Pro 2“ löste sich im Frontalcrash die Babyschale von der Isofix-Basisstation „Base Mink FX2“ und warf sie ebenfalls durch den Fahrgastraum. Der ÖAMTC-Experte weist jedoch darauf hin, dass dieser Sitz auch ohne die Isofix-Station benutzt werden kann, wenn man darauf achtet, den Gurt richtig einzubauen. “Ohne die Basisstation bot der Sitz in den Crashversuchen einen guten Schutz”, so Kerbl.

Zwischentitel: Warum gefährliche Produkte trotzdem verkauft werden dürfen

Die Unfallsimulationen des ÖAMTC und seiner Partner orientieren sich an sehr strengen Tests, die sogar härter sind als die offiziellen gesetzlichen Vorschriften. Bei diesen Tests wirken auf die Kindersitze größere Kräfte als bei den gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen. Das erklärt, warum manche Produkte, die im ÖAMTC-Test schlecht abschneiden, trotzdem gesetzlich zugelassen und im Handel erhältlich sind.

Wenn ein Kindersitz bei den Verbraucherschutztests schlecht abschneidet, heißt das nicht automatisch, dass man ihn zurückgeben oder umtauschen kann. Ein Anspruch darauf besteht nur, wenn der Sitz die gesetzlichen Sicherheitsanforderungen nicht erfüllt.

Der ÖAMTC hat die betroffenen Hersteller bereits vor der Veröffentlichung der Ergebnisse informiert. Der chinesische Hersteller Lettas, der die White-Label-Kindersitze produziert, sagt, dass er seit Januar 2026 bereits einige Verbesserungen an den Sitzen vorgenommen hat. Kinderkraft bietet für das Modell „Mink Pro 2 + Base Mink FX2“ einen kostenlosen Umtausch an. Kunden können sich dafür unter der E-Mail-Adresse safety@kinderkraft.com melden.

Der Experte empfiehlt Eltern, sich vor dem Kauf eines Kindersitzes im Internet gut über unabhängige Tests zu informieren. Nur so können sie sicher sein, einen sicheren Sitz für ihr Kind auszuwählen. Alle getesteten Modelle und die vollständigen Ergebnisse werden am 26. Mai 2026 veröffentlicht.

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