LH Mikl-Leitner ehrt Ulli Lust, Rudi Dolezal, Boris Bukowski und Michael Pammesberger

Im Millenniumssaal des St. Pöltner Landhauses hat Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner heute, am Dienstag, vier wichtige Personen aus Kunst und Kultur geehrt. Sie sind „für unsere Gesellschaft unverzichtbar und prägen das Kulturland Niederösterreich.“ Die Comic-Künstlerin und Illustratorin Ulli Lust bekam das „Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich“. Außerdem wurden Musiker Fritz „Boris“ Bukowski, Regisseur und Produzent Rudolf Dolezal und Karikaturist Michael Pammesberger mit dem „Großen Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich“ ausgezeichnet. Diese Ehrungen zeigen, wie vielfältig und lebendig die Kunstszene in Niederösterreich ist.

In ihrer Rede unterstrich die Landeshauptfrau, wie wichtig Kunst und Kultur sind: „Gerade in schwierigen Zeiten, geprägt von Krisen, Kriegen und wirtschaftlichen Unsicherheiten, sind es Künstlerinnen und Künstler, die hinschauen, hinterfragen, zum Nachdenken bringen, der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten, aber gleichzeitig zum Lachen bringen, neuen Mut geben und inspirieren.“ Künstler helfen also, die Welt zu verstehen und neuen Hoffnung zu geben.

Ulrike „Ulli“ Lust, die im Pulkautal aufgewachsen ist, hat als international bekannte Comic-Künstlerin und Professorin eine beeindruckende Laufbahn. 2009 wurde sie mit ihrem autobiografischen Comicroman „Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens“ bekannt. Im letzten Jahr erhielt sie den Deutschen Sachbuchpreis für ihr Werk „Die Frau als Mensch“. Mikl-Leitner sagte: „Ihre Werke sind persönlich und gleichzeitig gesellschaftlich relevant.“ Ulli Lust beschäftigt sich mit wichtigen Themen wie Freiheit, Geschlechterrollen, Selbstbestimmung und dem Zusammenleben. Ihre künstlerische Kraft beeindrucke viele, weil sie sehr ehrlich und klar ist.

Auch Regisseur und Produzent Rudolf „Rudi“ Dolezal wurde geehrt. Er lebt in Purkersdorf im Wienerwald. Mikl-Leitner nannte ihn einen „Meister der Bilder und Botschafter der Musikwelt“. Mit seiner Firma „DoRo“ hat Dolezal die Jugendkultur in Österreich beeinflusst und mit Videohits wie Falcos „Rock Me Amadeus“ weltberühmte Musikgeschichte geschrieben. Er arbeitete mit vielen großen Stars zusammen, zum Beispiel Freddie Mercury und den Rolling Stones. Trotz vieler Auszeichnungen wie Romy-Preisen ist er bodenständig und authentisch geblieben.

Der Musiker Fritz „Boris“ Bukowski wurde als „prägende Stimme des Austropop“ ausgezeichnet. Seine Lieder haben viele Generationen begleitet. Er hat Gruppen wie STS oder die EAV beeinflusst und eine erfolgreiche Solo-Karriere gemacht. Zu seinen bekanntesten Liedern zählen „Trag meine Liebe wie einen Mantel“ und „Fandango“. Mikl-Leitner erzählte, dass sie seine Musik schon in ihrer Jugend mochte. Bukowskis Musik hat laut ihr „Wiedererkennungswert, Haltung und Charakter“. Er steht in enger Verbindung zu Niederösterreich – dort gibt er oft Konzerte, zum Beispiel in Purkersdorf, Tulln, Wiener Neustadt oder Mistelbach.

Karikaturist Michael Pammesberger wurde ebenfalls geehrt. Seine Karriere begann 1991 mit einem Wettbewerb der Oberösterreichischen Nachrichten. Seit 1997 erscheinen seine Zeichnungen fast jeden Tag im „Kurier“. Mikl-Leitner sagte: „Hinter jeder Zeichnung steckt eine enorme journalistische Leistung“. Pammesberger sei „ein aufmerksamer Beobachter mit Herz und Humor, mit spitzer Feder, aber nie boshaft.“ Seine Karikaturen seien „manchmal schmeichelhaft, oft gnadenlos, aber immer treffend“. Er sei ein wichtiger Chronist unserer Zeit und könne mit seinen Zeichnungen oft mehr sagen als Worte.

Ulli Lust freute sich in ihren Dankesworten besonders, dass eine Frau ihr die Auszeichnung überreichte: „Wir müssen Frauen ermutigen, sich mehr zuzutrauen. Wir müssen aber auch Männer ermutigen, Frauen mehr zuzutrauen, und keine Angst zu haben, dass ihnen die Frauen irgendetwas wegnehmen.“ Damit spricht sie ein wichtiges gesellschaftliches Thema an – die Gleichberechtigung und gegenseitige Unterstützung.

Boris Bukowski erzählte von einem Rat, den er seiner Tochter gab: „Mach das, was du gerne magst, dann wirst du es oft machen, dann wirst du es irgendwann gut machen und dann könnte das etwas fürs ganze Leben sein.“ Für ihn war das größte Glück, sein Leben lang genau das tun zu können, was ihm am meisten Spaß macht – und davon leben zu können.

Rudolf Dolezal zitierte den bekannten Regisseur Billy Wilder: „Im Alter kann man sich gegen zwei Dinge kaum wehren: Hämorrhoiden und Auszeichnungen.“ Trotzdem freue er sich sehr über die Ehrung: „Als ,Zugereister Niederösterreicher´ eine solche Auszeichnung zu bekommen, die zeigt, wie dieses Bundesland meine Arbeit schätzt, und das noch dazu im Beisein meiner Söhne, das macht mich stolz.“

Michael Pammesberger, der aus Oberösterreich stammt, in Salzburg studierte, nach Wien zog, mit einer Kärntnerin verheiratet ist und im Burgenland lebt, sagte: „Wenn einem Oberösterreicher, der in Salzburg studiert hat, nach Wien gegangen ist, mit einer Kärntnerin verheiratet ist und im Burgenland wohnt, in Niederösterreich eine Ehrung bekommt, dann bin ich eitel genug, mich darüber zu freuen.“ Er hob hervor, wie wichtig die Karikatur in Niederösterreich sei: „Niederösterreich ist das Welthauptland der Karikatur, Krems die Bundeshauptstadt der Karikatur in Österreich.“ Er freut sich, dass das Karikaturmuseum Krems ein Ort für lebendige und aktuelle Zeichnungen ist und er dazu beitragen kann.

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