Seit 2006 werden in Österreich nicht-ärztliche Gesundheitsberufe auch an Fachhochschulen (FH) bzw. Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) ausgebildet. Dazu gehören vor allem medizinisch-therapeutisch-diagnostische Gesundheitsberufe (MTD), Hebammen, Musiktherapeut:innen und die Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege (DGKP). Außerdem bietet man inzwischen auch Studiengänge wie Psychotherapie und Biotechnologie an diesen Hochschulen an. Dadurch können diese Berufe wissenschaftlich fundierter und praxisnäher ausgebildet werden.
„Mit der Überführung der nicht-ärztlichen Gesundheitsberufe an unsere Hochschulen, wurde die angewandte Forschung in diesen Disziplinen stark ausgebaut, denn sie beruhen auf eigenen wissenschaftlichen Theorien, Forschungsmethoden und evidenzbasierten Handlungskonzepten. Gleichzeitig sind sie interdisziplinär und verbinden naturwissenschaftliche, sozialwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Forschung. Unsere Hochschulen liefern nicht nur Theorie, sondern die Lösung für die Praxis
“, erklärt Ulrike Prommer, die Präsidentin der Fachhochschulkonferenz (FHK).
Die Fachhochschulen forschten intensiv zu wichtigen gesellschaftlichen Themen wie dem demografischen Wandel, Digitalisierung und wie der Klimawandel die Gesundheit beeinflusst. Zum Beispiel werden digitale Hilfsmittel für pflegende Angehörige entwickelt, um ihnen im Alltag mit Informationen, Beratungen und Kommunikationsangeboten zu helfen. Außerdem arbeiten Gesundheitswissenschaftler:innen eng mit Ingenieurwissenschaftler:innen zusammen, um neue Beatmungsgeräte, Sturzerkennungssysteme und KI-basierte Methoden zur Früherkennung von Krankheiten zu entwickeln. Auch die Folgen von extremen Hitzeperioden auf die psychische Gesundheit werden erforscht.
„Unsere Hochschulen sind heute ein unverzichtbarer Bestandteil des österreichischen Bildungs-, Forschungs- und Innovationssystems. Sie sichern gesellschaftliche Chancengerechtigkeit, öffnen akademische Wege für neue Zielgruppen und stärken Regionen abseits der Ballungsräume. Der Weltgesundheitstag 2026 soll uns daran erinnern, dass wir angesichts aktueller Herausforderungen sofort umsetzbare, praxisbasiertes Know-how brauchen statt weiterer „Warum“-Analysen. Unsere Hochschulen bringen Innovation direkt in die Regionen und Versorgungssysteme – schnell, wirksam, anwendungsorientiert. Es gilt die Forschung und Lehre an unseren Hochschulen finanziell abzusichern und eigenständige Doktoratsprogramme zu ermöglichen, um Österreichs Innovationskraft, soziale Durchlässigkeit und Versorgungssicherheit langfristig zu stärken. Jetzt muss die Politik handeln
“, betont Prommer.
Zusätzlich ist wichtig zu wissen, dass die FH/HAW mit ihrem praktischen Bezug wichtige Brücken zwischen Forschung und Praxis schlagen. So tragen sie dazu bei, neue Technologien und Methoden schneller in den Alltag von Patient:innen und Pflegenden zu bringen. Auch bieten sie vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten für Berufstätige, die sich in ihrem Fachgebiet weiterqualifizieren wollen. Das stärkt die Qualität der Gesundheitsversorgung in ganz Österreich und fördert die regionale Entwicklung.
Rückfragen
Fachhochschul-Konferenz (FHK)
Mag. Kurt Koleznik
Telefon: 0664/4244294
E-Mail: kurt.koleznik@fhk.ac.at
KI-BEARBEITETER OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. Originaltext www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. Österreichische Fachhochschul-Konferenz