Der Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP) findet das von der Bundesregierung geplante Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren sehr gut. Der BÖP sieht diese Regelung als wichtigen Schritt, um junge Menschen in einer besonders wichtigen Entwicklungsphase vor den Gefahren sozialer Medien zu schützen. In dieser Lebensphase lernen Kinder viel über sich selbst und andere, und soziale Netzwerke können sie dabei auch negativ beeinflussen.
Der BÖP weist aber auch darauf hin, dass man nicht nur mit diesem Verbot zufrieden sein darf. Es braucht weitere und umfassendere Möglichkeiten, um junge Menschen besser zu schützen. Besonders wichtig ist ein besserer Schutz auch für Jugendliche über 14 Jahre. Denn: Die Risiken durch soziale Medien hören nicht einfach mit dem 14. Geburtstag auf. Studien zeigen sogar, dass Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren oft noch häufiger durch problematische Nutzung belastet werden als jüngere Kinder. In diesem Alter entwickeln sich Selbstbild und soziale Fähigkeiten weiterhin, deshalb können soziale Medien weiterhin zu psychischen Problemen führen.
„Darüber hinaus greift es zu kurz, wenn die Verantwortung des Problems primär auf junge Menschen verlagert wird. Vielmehr müssen auch die großen Social-Media-Konzerne stärker in die Pflicht genommen und auf internationaler Ebene klare regulatorische Rahmenbedingungen geschaffen werden“, erklärt a.o. Univ.-Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger, Präsidentin des BÖP. Das bedeutet, dass Unternehmen wie Facebook, Instagram & Co. mehr Verantwortung für die Sicherheit ihrer Nutzerinnen und Nutzer übernehmen müssen.
Es ist außerdem sehr wichtig, das ganze Umfeld der Kinder und Jugendlichen einzubeziehen. Eltern, andere Bezugspersonen und Lehrkräfte spielen eine große Rolle, wenn es darum geht, wie junge Menschen soziale Medien nutzen. Deshalb müssen sie gut informiert, sensibilisiert und unterstützt werden, um besser helfen zu können.
„Kinder und Jugendliche – ebenso wie ihre Bezugspersonen – dürfen in dieser digitalen Umbruchsphase nicht alleingelassen werden. Es braucht ein Zusammenspiel aus Regulierung, Bildung und begleitender Unterstützung“, betont die BÖP-Präsidentin. Nur so kann man junge Menschen sicher und gesund durch die digitale Welt begleiten.
Der BÖP freut sich auch über die Einführung des neuen Schulfachs „Medien und Demokratie“. Dieses Fach soll jungen Menschen helfen, besser mit Medien umzugehen, Medienkompetenz zu stärken und kritisches Denken zu fördern – wichtige Fähigkeiten im Umgang mit den oft komplexen und manchmal gefährlichen Inhalten im Internet.
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