Ab dem 16. Januar 2027 wird Nina Zimmer die Leitung der Österreichischen Galerie Belvedere übernehmen. Sie ist Kunsthistorikerin und derzeit Direktorin des Kunstmuseums Bern sowie des Zentrum Paul Klee in der Schweiz. Eine Kommission hat sie als beste Kandidatin empfohlen. Der österreichische Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler hat sie offiziell zur wissenschaftlichen Geschäftsführerin ernannt. Wolfgang Bergmann bleibt weiterhin der wirtschaftliche Geschäftsführer. Zusammen leiten sie das Museum für fünf Jahre. Das Belvedere zählt zu den wichtigsten Museen in Österreich mit einer großen Sammlung österreichischer Kunst.
Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler sagt: „Es ist mir eine besondere Freude, die Österreichische Galerie Belvedere in die Hände von Nina Zimmer zu legen. Nina Zimmer vereint langjährige Führungserfahrung im Museumsbereich mit großer Souveränität im Umgang mit komplexen Strukturen und unterschiedlichsten Stakeholdern. Im persönlichen Gespräch war zudem ihre große Begeisterung für diese Aufgabe spürbar – eine Begeisterung, die dem Belvedere kraftvolle Impulse für die Zukunft geben wird.“
Auch zu Wolfgang Bergmann gratuliert Babler herzlich: „Wolfgang Bergmann ist ein Kenner des Hauses und ich bin überzeugt, dass er das Bundesmuseum auch künftig, in herausfordernden Zeiten, bestens unterstützen wird.“ Er fasst zusammen: „Mit Nina Zimmer und Wolfgang Bergmann tritt ein Führungsduo an, das dem Leitbild der Österreichischen Galerie Belvedere – a museum that matters – gerecht wird.“
Nina Zimmer selbst betont: „Es ist mir eine große Ehre und Freude, die Leitung des Belvedere zu übernehmen. Ich trete diese Aufgabe in großem Respekt vor der beeindruckenden Arbeit von Stella Rollig an, die das Haus als international sichtbaren, wissenschaftlich profilierten und gesellschaftlich relevanten Ort entscheidend geprägt hat. An diese Stärken möchte ich anknüpfen und sie gemeinsam mit dem Team weiterentwickeln. Das Belvedere mit seinen verschiedenen Häusern verstehe ich als offene Wissenslandschaft – und als einen Ort des Vertrauens, der gleichermaßen für ein internationales Publikum wie auch für die Menschen vor Ort in Wien relevant ist, und an dem Kunst, Forschung und Öffentlichkeit in einen lebendigen Dialog treten. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Herausforderungen kommt Museen eine besondere Verantwortung zu: Sie sind Räume der Auseinandersetzung, der Vielstimmigkeit und damit auch Orte der Demokratie.“
Wolfgang Bergmann sagt: „Im Belvedere haben wir im letzten Jahrzehnt gezeigt, wie eine Kultureinrichtung Innovationsstärke mit Wachstum verbinden kann. Zudem wurden zwei Großprojekte – das Belvedere Salzburg und das Visitor Center des Oberen Belvedere – entwickelt. Ich freue mich, diesen Weg weiterhin mitgestalten zu dürfen.“
Kulturminister Babler bedankte sich bei der bisherigen Generaldirektorin Stella Rollig: „Stella Rollig übergibt ein ausgezeichnet aufgestelltes Haus. Sie hat sich stets mit großem Engagement dafür eingesetzt, Künstlerinnen sowie unterrepräsentierte Positionen sichtbarer zu machen. Diese Arbeit, der Ausbau des Belvedere Research Center sowie zukunftsweisende Projekte wie das Belvedere Salzburg fanden national wie international breite Anerkennung. Ich danke Stella Rollig für ihr umsichtiges Leadership und die konsequente Umsetzung ihrer Visionen.“
Wie die neue Leitung ausgesucht wurde
Das Ministerium für Kunst und Kultur (BMWKMS) schrieb die Leitungspositionen am 13. Dezember 2025 öffentlich aus – das heißt, die Stelle wurde weit bekanntgemacht. Bewerben konnten sich alle Interessierten bis zum 19. Januar 2026. Für die Auswahl wurden zwei unabhängige Kommissionen eingesetzt, die Bewerberinnen und Bewerber bewerteten.
Für die wissenschaftliche Geschäftsführung waren in der Kommission unter anderem Marion Ackermann (Präsidentin Stiftung Preußischer Kulturbesitz) und Raphael Rosenberg (Institut für Kunstgeschichte, Universität Wien). Für die wirtschaftliche Geschäftsführung waren u.a. Ingrid Kapsch-Latzer (Vorsitzende des Kuratoriums Österreichische Galerie Belvedere) und Christian Kircher (Geschäftsführer Bundestheater-Holding GmbH) in der Kommission.
Bei der wissenschaftlichen Geschäftsführung gab es 27 Bewerbungen, davon 16 von Frauen und 11 von Männern. Sieben Bewerberinnen und Bewerber kamen auf die Longlist, und sechs Personen wurden zu einem tieferen Gespräch, einem sogenannten Hearing, im März 2026 eingeladen.
Bei der wirtschaftlichen Geschäftsführung gab es sieben Bewerbungen (zwei von Frauen, fünf von Männern). Drei Personen wurden für das Hearing eingeladen; eine Person zog ihre Bewerbung kurz vorher zurück.
Das Auswahlverfahren wurde vom Beratungsunternehmen Egon Zehnder begleitet, das auf professionelle Personalauswahl spezialisiert ist.
Kurze Lebensläufe der neuen Geschäftsführer
Nina Zimmer: Sie wurde in München geboren und hat sowohl die deutsche als auch die schweizerische Staatsbürgerschaft. Seit 2016 leitet sie das Kunstmuseum Bern und das Zentrum Paul Klee. Unter ihrer Führung wurden internationale Kooperationen gestärkt und neue Projekte wie Provenienzforschung (Herkunftsforschung von Kunstwerken) und digitale Strategien eingeführt. Zuvor hat sie in Basel Museumsabteilungen geleitet und war auch Vizedirektorin. Sie hat viele bedeutende Ausstellungen zu bekannten Künstlerinnen und Künstlern organisiert und ist in verschiedenen Fachgremien aktiv. Sie hat ihr Studium in Kunstgeschichte, Romanistik und Medienwissenschaft in Göttingen und Bordeaux absolviert und dort 2001 promoviert. Außerdem war sie als Gastprofessorin in Chicago und Seoul tätig.
Wolfgang Bergmann: Er ist seit 2017 der wirtschaftliche Geschäftsführer des Belvedere. Er hat Theologie studiert und auch Bücher geschrieben. Seine erste berufliche Station war die Öffentlichkeitsarbeit bei der Caritas. Später war er Kommunikationschef der Erzdiözese Wien und Gründungsgeschäftsführer von Radio Stephansdom. Ab 2000 leitete er die Tageszeitung „Der Standard“ und war später im Vorstand der Standard Medien AG.
Fotos zur Pressemitteilung sind verfügbar unter: www.picdrop.com/bmwkms/fotos
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