Mariana Kühnel vertritt FMA im EIOPA-Gremium

Mariana Kühnel, Vorständin der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA), vertritt jetzt Österreich im Rat der Aufseher (Board of Supervisors) der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersvorsorge (European Insurance and Occupational Pensions Authority, EIOPA). Sie übernimmt die Rolle von Peter Braumüller, der seit 2011 im BoS war, als die EIOPA gegründet wurde. Braumüller, der den Bereich Versicherungsaufsicht bei der FMA leitete, wird im Laufe des Jahres 2026 in den Ruhestand gehen.

Mariana Kühnel betont: „Eine wirksame europäische Aufsicht braucht enge Zusammenarbeit zwischen den nationalen Behörden und EIOPA.“ Sie erklärt weiter, dass die FMA ihre Erfahrungen immer aktiv eingebracht hat und sie sich freut, in ihrer neuen Position daran anzuknüpfen. Aktuell liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Vereinfachung und der Steigerung der Effizienz in der Aufsicht. „Ein wichtiges Ziel sowohl für die FMA als auch für EIOPA ist es derzeit, Aufsicht effizienter zu machen: Meldepflichten sollen auf das Wesentliche konzentriert, Doppelmeldungen vermieden und Daten intelligenter genutzt werden. Das entlastet die Unternehmen und stärkt zugleich eine moderne, risikoorientierte Aufsicht.“ Dies bedeutet zum Beispiel, dass die Unternehmen weniger unnötige Berichte abgeben müssen und die Verwendung von Daten besser koordiniert wird.

EIOPA ist eine von drei wichtigen europäischen Finanzaufsichtsbehörden, die zusammen das Europäische Finanzaufsichtssystem bilden. Zu diesem System gehören auch die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) und die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA). Mariana Kühnel ist außerdem Mitglied im Rat der Aufseher von ESMA, während Helmut Ettl, ebenfalls Vorstandsmitglied der FMA, stellvertretender Vorsitzender der EBA ist. Dadurch ist Österreich in mehreren wichtigen EU-Finanzaufsichtsgremien gut vertreten.

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