Wiener Grüne fordern Maßnahmen für Jugend

Bei einer Pressekonferenz im Wiener Rathaus haben die Wiener Grünen am Donnerstag einen Plan mit vier wichtigen Punkten vorgestellt. Damit wollen sie die Situation von jungen Menschen in Wien verbessern. Judith Pühringer, die Stadträtin ohne Amtsführung, und Gemeinderat Theo Löcker erklärten, dass Jugendliche immer mehr unter Druck stehen. Gründe dafür sind steigende Lebenshaltungskosten, Wohnungsmangel, wenige Jobmöglichkeiten und zunehmende Einsamkeit.

Junge Menschen in Wien leiden unter teuren Öffis und hohen Mieten

Judith Pühringer sagte, viele junge Leute hätten Angst vor ihrer Zukunft. Seit dem 1. Januar sind die Preise für öffentliche Verkehrsmittel für Studierende um bis zu 100 Prozent gestiegen, denn das günstige Semesterticket gibt es nicht mehr. Bei privaten Wohnungen sind die Mieten zwischen 2008 und 2024 von etwa 8,50 Euro auf fast 14 Euro pro Quadratmeter hochgegangen. Momentan sind 13.109 Menschen unter 25 Jahren in Wien arbeitslos. Die Zahl der Lehrstellensuchenden ist im Vergleich zu 2024 um 11,1 Prozent gestiegen. Besonders schwer haben es junge Menschen mit Behinderungen, die extra Unterstützung brauchen.

Einsamkeit – ein oft übersehenes Problem

Gemeinderat Löcker machte deutlich, dass Einsamkeit bei Jugendlichen oft nicht ernst genommen wird. Viele glauben, dass Jugendliche durch soziale Medien gut vernetzt sind, aber das ist ein Irrtum. Laut dem YEP-Jugendbericht „Mentale Gesundheit“ von April 2025 geht es 63 Prozent der Jugendlichen derzeit nicht gut. Außerdem fühlen sich 54 Prozent nicht ernst genommen, wenn sie über ihre psychische Gesundheit sprechen wollen. Einsamkeit kann die mentale Gesundheit stark verschlechtern und wirkt sich auch negativ auf das Zusammenleben in der Gesellschaft aus. Löcker sagte: „Wer sich nicht gesehen fühle, verliere das Vertrauen in die Demokratie und werde anfälliger für Radikalisierung.”

Grüne fordern günstigere Öffis, Wohngeld und mehr Unterstützung

Die Grünen in Wien schlagen als Lösung unter anderem vor, eine U26-Jahreskarte für 79 Euro einzuführen. Diese Karte soll für alle unter 26 Jahren gelten und den öffentlichen Verkehr bezahlbarer machen. Außerdem sollen junge Menschen unter 30 Jahren besser beim Wohnen unterstützt werden. Das könnte durch einen Kautionsfonds, eine Ausweitung des Programms „Jungwiener*innen“ und besseren Zugang zu Gemeindewohnungen geschehen. Zusätzlich fordern die Grünen ein Wohngeld, das auch Studierende und Lehrlinge einschließt.

Im Bereich Ausbildung und Arbeit wollen die Grünen mehr Teams mit verschiedenen Fachleuten im Jugendcollege, mehr Lehrstellen in städtischen Betrieben und einen Ausbildungsfonds schaffen. Um Einsamkeit zu bekämpfen, sollen zwei neue Projekte starten: „Vibecheck Demokratie“ bringt Jugendliche in interaktiven Treffen mit Wissenschaft, Praxis und Politik zusammen. Das Projekt „DASGYM-BUDDIES“ vernetzt junge Menschen mit ehrenamtlichen Begleitern aus Fitnessstudios. Judith Pühringer betonte zum Schluss: „Das wichtigste Anliegen sei, Jugendlichen zu vermitteln, dass sie gesehen und gehört werden.”

Weitere Informationen gibt es beim Grünen Klub im Rathaus, Kommunikation, Tel.: 01/4000-81814.

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