Am „Tag des Geflügels“ betont die Geflügelwirtschaft Österreich (GWÖ), wie wichtig ihr der Wunsch nach stetiger Verbesserung ist. Schon im Jahr 2005 setzte das strenge Bundestierschutzgesetz den Grundstein für den Erfolg der Branche. Heute gelten in Österreich die strengsten Tierhaltungsregeln in der EU. Viele Geflügelbetriebe nehmen freiwillig an Programmen zum Tierwohl teil. Außerdem nutzt die Branche moderne Daten-Systeme wie das vom Geflügelgesundheitsdienst QGV, um Tiere besser zu überwachen. Das bekannte rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel zeigt den Konsumenten, dass das Geflügelfleisch sicher und aus Österreich stammt.
Qualität vor Menge: Ein gutes Zukunftskonzept
Die österreichische Geflügelbranche hat ein sehr gutes Image. Immer mehr Menschen kaufen hierzulande Geflügelfleisch, was besonders jungen Bauernfamilien gute Zukunftschancen gibt. Obwohl viele Betriebe klein sind, schaffen sie es, den heimischen Handel mit österreichischem Geflügel gut zu versorgen. Die Branche setzt auf volle Transparenz für die Kundinnen und Kunden. Allerdings wünschen sie sich das auch von Restaurants und Großküchen, die oft nicht sagen, woher ihr Geflügel kommt und wie die Tiere gehalten wurden. Daher fordert die Branche mehr Offenheit besonders in der Gastronomie.
Erfolg durch Veränderung
„Gutes wird besser“ ist das Motto der GWÖ. Die Mitglieder zeigen, wie flexibel sie sind. Seit 2005 gibt es weniger Tiere pro Stall, und die Branche hat aus Schwierigkeiten in der Vergangenheit gelernt und sich verbessert. Die Geflügelwirtschaft nutzt Herausforderungen, um das Tierwohl weiter zu steigern.
Zum Beispiel wird heute ein automatisches System genutzt, das bei Kontrollen Risiken erkennt. Langsam wachsende Geflügelrassen, die besser an tierfreundliche Haltung angepasst sind, machen inzwischen über 12 % der Produktion aus. Moderne Ställe haben Bereiche mit Außenklima, mehrere Ebenen zum Bewegen und Beschäftigungsmaterial wie Strohballen. So können die Tiere sich natürlich verhalten.
„Wenn es den Tieren gut geht, hat der Landwirt gute Zuwächse und damit Erfolg. Wichtig ist dabei auch, dass die Konsumentinnen und Konsumenten bewusst zu heimischem Geflügel greifen. So unterstützen sie die hohen österreichischen Standards. Das ist eine echte Win-win-Situation für alle“, sagt Markus Lukas, Obmann der Geflügelwirtschaft Österreich.
Innovation mit Daten: Das neue QGV-Dashboard
Ein großer Erfolg ist der Geflügelgesundheitsdienst der QGV. Mit der Datenbank „Poultry Health Data“ (PHD) werden wichtige Gesundheitsdaten gesammelt, zum Beispiel auch der Antibiotika-Einsatz. Neu ist das QGV-Dashboard: Damit können Tierhalter ihre Daten anonym mit dem Durchschnitt der Branche vergleichen und so gezielt optimieren.
„Das neue Datenrückmeldesystem ist ein Meilenstein. Es hilft, die Tiergesundheit besser zu steuern und die Betriebe ständig zu verbessern“, erklärt Prof. Dr. Michael Hess, Obmann der QGV.
Versorgung sichern und mehr Transparenz fordern
Trotz großer Vogelgrippe-Ausbrüche in Europa blieb Österreich dank strenger Biosicherheitsmaßnahmen fast verschont. Das zeigt, wie stabil die heimische Produktion ist.
Die Branche fordert aber mehr Offenheit in der Gastronomie und bei Großküchen.
„Die Gemeinschaftsverpflegung soll seit September 2023 die Herkunft von Milch, Fleisch und Eiern angeben. Oft passiert das aber noch nicht“, kritisiert Markus Lukas. „Konsumentinnen und Konsumenten haben das Recht zu wissen, woher ihr Fleisch kommt. Nur mit klarer Kennzeichnung können sie bewusst heimische Qualität wählen. Wer nichts weiß, muss alles essen.“
Zum Schluss bedankt sich die GWÖ am Tag des Geflügels bei den Lebensmittelhändlern – besonders bei Partnern wie Billa – und bei den Konsumentinnen und Konsumenten für ihr Vertrauen in hochwertige Produkte aus Österreich.
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