Österreichische Staatspreise für Klimaanpassung „CliA“ verliehen

Bei der heutigen Verleihung des Staatspreises „CliA“ wurde gezeigt, wie vielfältig und professionell Österreich bereits auf den Klimawandel reagiert. Die Gewinner-Projekte kommen aus verschiedenen Bundesländern wie Niederösterreich, der Steiermark, Oberösterreich, Salzburg, Wien und Vorarlberg. Dabei ging es um konkrete Maßnahmen gegen Hochwasser und Hitze, um Strategien für Unternehmen sowie um neue Forschungsprojekte. Der Staatspreis wird vom Umwelt- und Klimaministerium (BMLUK) gemeinsam mit dem Klima- und Energiefonds verliehen. Das Umweltbundesamt unterstützt mit Fachwissen, und die Raiffeisen Nachhaltigkeits-Initiative fördert den Preis.

Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig sagte: „Die ausgezeichneten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie Klimawandelanpassung in der Praxis funktioniert: mit innovativen Lösungen für den Umgang mit Wasser, widerstandsfähigen Landschaften, klimafitter Infrastruktur und einer zukunftssicheren Landwirtschaft. Mit dem Staatspreis ‚CliA‘ holen wir jene engagierten Akteur:innen vor den Vorhang, die Verantwortung übernehmen und aktiv an einer klimafitten Zukunft für Österreich arbeiten. Ich gratuliere allen Preisträger:innen herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung.“ Er betonte, wie wichtig praktische Lösungen sind, um sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen und so die Lebensqualität zu erhalten.

Bernd Vogl, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds, erklärte: „Klimawandelanpassung ist ein Thema, das Regionen in ganz Österreich intensiv beschäftigt. Genau dieses Engagement in den Regionen, Städten, Gemeinden und Unternehmen ist ein entscheidender Schlüssel, um den Herausforderungen des Klimawandels erfolgreich zu begegnen. Dafür möchte ich mich bei den Preisträger:innen herzlich bedanken und ihnen gleichzeitig zu dieser Auszeichnung gratulieren.“ Er unterstrich die Bedeutung lokaler Initiativen als Grundlage für den Erfolg gegen den Klimawandel.

Die Gewinner-Projekte 2026

Der Staatspreis für Klimawandelanpassung wurde in vier Kategorien vergeben: „Hochwasser/Starkregen“, „Hitze/Trockenheit“, „Klimawandelanpassung in Unternehmen“ und „Forschung/Innovative Tools & Methoden“. Die Projekte zeigen, dass Klimawandelanpassung alle Bereiche betrifft – von Gemeinden über Unternehmen bis hin zur Wissenschaft. Dabei werden sowohl praktische Lösungen vor Ort umgesetzt, als auch neue Methoden entwickelt.

Kategorie 1 – Hochwasser/Starkregen

  • Platz 1: „Rückhaltebecken Fahrafeld – Hochwasserschutz, Naturraum und Lebensqualität im Triestingtal“ (Niederösterreich)
  • Platz 2: „Aus der Vergangenheit lernen, Ebensees Zukunft schützen – Hochwasserschutz als Gemeindekonzept“ (Oberösterreich)
  • Platz 3: „SAVE Port of Linz – Hochwasserschutz progressiv & resilient gedacht“ (Oberösterreich)

Kategorie 2 – Hitze/Trockenheit

  • Platz 1: „WIWA Retzer Land – Wasserkreisläufe stärken, um der Trockenheit zu begegnen“ (Niederösterreich)
  • Platz 2: „Neugestaltung der Praterstraße – Grün, kühl und lebenswert mitten in Wien“ (Wien)
  • Platz 3: „Die grüne Wand in Feldkirch – Klimawandelanpassung sichtbar gemacht“ (Vorarlberg)

Kategorie 3 – Klimawandelanpassung in Unternehmen

  • Platz 1: „Uniklinikum Graz: Dachbegrünung mit System – Gesundheit und Wohlbefinden im Spital“ (Steiermark)
  • Platz 2: „Artenhof: Klimawandelanpassung am Bauernhof – Wasser speichern, Biodiversität fördern, Betrieb sichern“ (Oberösterreich)
  • Platz 3: „BILLA AG: Filialbegrünung – Klimawandelanpassung und Artenschutz im Lebensmitteleinzelhandel“ (Niederösterreich)

Kategorie 4 – Forschung/Innovative Tools & Methoden

  • Platz 1: „Agri-Photovoltaik – Klimaresiliente Obstkulturen und erneuerbare Energieproduktion“ (Steiermark)
  • Platz 2: „AMAS – Austrian Multi-hazard Advice Service – Frühwarn- und Koordinationssystem zur Stärkung der Resilienz gegenüber multiplen Naturgefahren“ (Salzburg)
  • Platz 3: „Urban Heat Equality – Naturbasierte Lösungen gegen urbane Hitze – mit Blick auf soziale Gerechtigkeit“ (Wien)

Mehr Details zu den Gewinnerprojekten finden Sie unter https://staatspreis-anpassung.at/ausgezeichnete-projekte-2026/.

Die drei besten Projekte jeder Kategorie erhalten Geldpreise: Platz 1 bekommt 5.000 Euro, Platz 2 erhält 3.000 Euro und Platz 3 1.000 Euro. Die Reihenfolge wurde zu 50 % durch ein Online-Voting mit rund 4.000 Stimmen und zu 50 % durch eine Fachjury bestimmt. Für die Kategorie „Forschung“ gab es kein Online-Voting.

Dieser landesweite Preis wurde zum zweiten Mal vergeben. Der Name „CliA“ steht für „Climate Adaptation“ und soll zeigen, dass es dabei um die Anpassung an den Klimawandel geht. Ziel ist es, Menschen zu schützen, die Natur zu erhalten, die Widerstandskraft zu stärken und hohe Kosten für Katastrophen zu vermeiden. Immer mehr Projekte zeigen, wie wichtig es ist, sich rechtzeitig auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten.

Rückfragen

Klima- und Energiefonds
Mag. Katja Hoyer
Telefon: +43/1/585 03 90-23
E-Mail: katja.hoyer@klimafonds.gv.at
Website: https://www.klimafonds.gv.at

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