Fall Epstein: Fünfzehn Ex-Models fordern Ermittlungen gegen Gérald Marie

Im Zuge der anhaltenden Untersuchungen rund um den einstigen US-Finanzier Jeffrey Epstein, der weltweit für seine mutmaßlichen Fälle von sexuellem Missbrauch und Menschenhandel bekannt wurde, fordern nun 15 ehemalige Models aus Frankreich erneut umfassende Ermittlungen gegen Gérald Marie. Marie war viele Jahre lang Chef einer der führenden französischen Modelagenturen und steht im Verdacht, in seine Zeit als Agent in Missbrauchsfälle verwickelt gewesen zu sein.

Die Frauen haben offiziell bei der Pariser Staatsanwaltschaft eine erneute Untersuchung beantragt und berufen sich auf neue Beweise sowie Zeugenaussagen, die die Vorwürfe gegen Marie untermauern könnten. Die Forderung kann als Teil der globalen #MeToo-Bewegung verstanden werden, welche verstärkt gegen institutionellen Missbrauch und Machtmissbrauch im Mode- und Unterhaltungssektor vorgeht.

Bereits zuvor kursierten zahlreiche Berichte und Anzeigen gegen Gérald Marie, die allerdings zumeist wegen Verjährung eingestellt wurden. Die neuen Initiativen der Opfer bedeuten einen wichtigen Schritt zur möglichen juristischen Neubewertung der Fälle. Experten sprechen hierbei von einem möglichen Paradigmenwechsel im Umgang mit sexueller Gewalt in der Modeindustrie, die lange Zeit als Tabuthema galt.

Die französische Justiz hat in den letzten Jahren wiederholt Maßnahmen verstärkt, um Opfer besser zu schützen und Täter konsequenter zur Rechenschaft zu ziehen. Die angeführten Fälle illustrieren die Notwendigkeit von Reformen im Strafrecht, insbesondere hinsichtlich der Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt.

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